Verkehrsclub »enttäuscht« von Schreyer

Umgehung Sulzbach: Fahn wirft ihr Einseitigkeit vor

Sulzbach
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In die Dis­kus­si­on um die Tras­sen­füh­rung der Ort­s­um­ge­hung Sulz­bach hat sich er­neut der frühe­re Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Hans Jür­gen Fahn ein­ge­schal­tet.

In seiner Eigenschaft als Kreisverbandsvorsitzender des Verkehrsclubs Deutschland hatte Fahn nach eigenen Angaben am 28. Juni die bayerische Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) angeschrieben - und am 3. August eine »mehr als enttäuschende Antwort« erhalten.


Wie Fahn mitteilt, werfe die Bewertung der Nord-Süd-Trasse durch die Sulzbacher Mainaue seitens der Bürgerinitiative weitere Fragen auf, die das Ministerium noch beantworten müsse. Die geplante Trasse sei extrem hochwassergefährdet. Er habe die Ministerin auf aktuelle Entwicklungen unter anderem in den Bereichen Klimaschutz und Überschwemmungsproblematik hingewiesen, aber auch auf die neue Betroffenheit von Nachbargemeinden und die Forderung nach einem Raumordnungsverfahren. In ihrer Antwort gehe die Ministerin nicht auf die aktuellen Entwicklungen ein, sondern verweise nur »banal« auf Antworten des Ministeriums von 2018 und 2019.

K.-o.-Kriterium

Zusätzlich, so Fahn, zeige eine neue Studie, dass die Gefahr von extremen Regenfällen durch den Klimawandel sich um das 1,2- bis Neunfache erhöht. Bereits 2017 habe das Wasserwirtschaft geschrieben, dass die geplante Trasse fast völlig im Überschwemmungsbereich des Mains liegt. Dies sei eigentlich ein K.-o.-Kriterium für die aktuellen Planungen des Staatlichen Bauamts.

Ferner findet Fahn es »überraschend, dass die Ministerin nicht auf die Belange von Niedernberg eingeht und in einem Brief an Sulzbachs Bürgermeister Martin Stock sich einseitig für die Ortsumgehung Sulzbach in der geplanten Form ausspricht«. Dies verblüffe schon deswegen, weil sie dadurch ihren CSU-Parteifreund Jürgen Reinhard vor den Kopf stoße. Da es aber wahrscheinlich sei, dass die Gemeinde Niedernberg juristisch dagegen vorgehen wird, hat die Ministerin nach Fahns Auffassung »ein Eigentor geschossen und die Möglichkeiten für einen Kompromiss massiv verkleinert«. Aktuelle Entwicklungen und die Interessen der Nachbargemeinden zu berücksichtigen sei im Hinblick auf zeitaufwendige juristische Auseinandersetzungen auch in Schreyers Interesse. js

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