Umgehung Sulzbach: VDC will Raumordnungsverfahren

Verkehr: Gemeinden sollen sich zusammensetzen

Miltenberg
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In die Dis­kus­si­on um die Not­wen­dig­keit ei­ner Ort­s­um­ge­hung in Sulz­bach schal­tet sich auch der Ver­kehrs­club Deut­sch­land (VCD), Kreis­ver­band Aschaf­fen­burg-Mil­ten­berg, ein. Oh­ne Rau­m­ord­nungs­ver­fah­ren wer­de es zu kei­ner sach­li­chen Lö­sung kom­men, sch­reibt der VCD in ei­ner Pres­se­mit­tei­lung.

Ein Raumordnungsverfahren sei dann sinnvoll und notwendig, so Vorsitzender Hans Jürgen Fahn, wenn die Auswirkungen der geplanten Umgehung auf den gesamten Raum von Aschaffenburg bis Kleinwallstadt ausgedehnt und alle Beteiligten in die Entscheidungsfindung einbezogen würden.

Es sei nachvollziehbar, dass Niedernberg eine gutachterliche Stellungnahme zur Verkehrsuntersuchung in Auftrag gegeben habe. Außerdem seien die Befürchtungen Niedernbergs bezüglich zunehmender Überschwemmungsgefahr und höherer Lärmbelastung berechtigt.Die Auswirkungen auf Leidersbach (bessere Anbindung an die Spessartgemeinden ja oder nein) seien bisher noch nicht berücksichtigt worden.

Die CSU Aschaffenburg-Süd habe einstimmig beschlossen, sich gegen eine N-S-Umgehung zu wehren, weil dann der Verkehr in Obernauer Straße und Obernauer Kolonie massiv anstiege.

Daraus ist laut VCD klar zu erkennen, dass Sulzbach nicht alleine eine Ortsumgehung durchsetzen könne, obwohl eine Verkehrsentlastung benötigt werde.

Die unterschiedlichen Interessen könnten nur in einem Raumordnungsverfahren geprüft werden, weil hier die gesamte Raumwirksamkeit der geplanten Trasse geprüft werde. Der VCD bezieht sich nach eigenen Angaben auf Aussagen des Staatlichen Bauamtes, das ursprünglich das Planungsziel der N-S-Umgehung als »Verbesserung der überregionalen Verbindung nach Aschaffenburg« bezeichnet habe. Das Bauamt spreche von einer ergänzenden Funktion zur B 469 und nenne die ST 2309 als rechtsmainische Hauptverkehrsachse mit regionaler Bedeutung.

Im aktuell noch gültigen Regionalplan stehe auch: »Von größerer wasserwirtschaftlicher und raumordnerischer Bedeutung sind insbesondere die Überschwemmungsgebiete der Gewässer 1. und 2. Ordnung«. Die beiden Varianten der N-S-Umgehung liegen laut VCD fast komplett im festgesetzten Überschwemmungsgebiet des Mains, was einen massiven Eingriff darstelle und vom Wasserwirtschaftsamt abgelehnt werde. Für Fahn ist diese Bewertung schon der K.o. für die geplante N-S-Umgehung. Auch deshalb, weil Überschwemmungen in Zukunft aufgrund des Klimawandels auch am Untermain ansteigen würden.

In einem Raumordnungsverfahren müssten auch neue Planungen berücksichtigt werden, die die Verkehrsströme verändern würden, wie der Ausbau der B 26 oder der Bau der Südbrücke in Kleinwallstadt. Es sei notwendig, dass sich die beteiligten Kommunen Sulzbach, Niedernberg, Leidersbach und Aschaffenburg (und eventuell Kleinwalllstadt) zusammensetzen und gemeinsam nach einer Lösung suchen, teilt der VCD abschließend mit.

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