Stolpersteine gegen das Vergessen

Tag der Erinnerung: Aktion in Wörth mit Künstler Gunter Demnig - Ausstellungen im Museum mit Klezmermusik

Wörth a.Main
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Mit Klezmermusik erinnern Hans-Joachim Dumeier und Irith Gabriely bei der Kunstaktion mit Gunter Demnig am Montag im Wörther Schifffahrtsmuseum an die jüdische Bevölkerung.
Foto: privat
Es wird ein Tag der Er­in­ne­rung sein, wenn Künst­ler Gun­ter Dem­nig am Mon­tag, 24. April, ab 15 Uhr die so­ge­nann­ten »Stol­per­stei­ne« ge­gen das Ver­ges­sen der Op­fer des Na­tio­nal­so­zia­lis­mus in Wörth legt. An­sch­lie­ßend wird an der Sei­ten­wand des al­ten Rat­hau­ses fei­er­lich ei­ne Er­in­ne­rung­s­ta­fel ent­hüllt.
Im Schifffahrtsmuseum wird um 19 Uhr die Doppelausstellung »Mitten unter uns: Landjuden in Unterfranken vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert« und »Jüdisches Leben in der Stadt Wörth« eröffnet. Die musikalische Umrahmung übernehmen die Klezmermusiker Irith Gabriely und Hans-Joachim Dumeier
Namen der Holocaustopfer
Gunter Demnig, Künstler und Ideengeber der Stolpersteinaktion gegen das Vergessen des Holocaust, und sein Team können pro Monat 440 Steine herstellen und verlegen. Bildhauer Michael Friedrichs-Friedländer schlägt jeden Buchstaben mit der Hand in das Messing ein.
Gunter Demnig verlegt bis auf einige Ausnahmen alle Steine selbst.  Er hat sich laut eigener Aussage bewusst für dieses Konzept entschieden und will es auch so beibehalten. Deshalb hat es auch in Wörth einige Zeit gedauert, den Termin für den »Tag der Erinnerung« festzulegen. Demnig fasst seine Intention so zusammen: »Die Nationalsozialisten haben Menschen in Masse ermordet. Die Steine sollen die Namen zurückbringen und an jedes einzelne Schicksal erinnern. Jeder Stein soll per Hand gefertigt und per Hand verlegt werden. Die Verlegungen sind keine Routine; jedes Schicksal bewegt uns und soll bewegen. Wir möchten bewusst keine Massenverlegungen, um der damaligen Massenvernichtung etwas entgegenzusetzen«. 
Zur Ausstellungseröffnung über die Geschichte der Juden im Schifffahrtsmuseum werden Irith Gabriely (Klarinette) und Hans-Joachim Dumeier (Klavier) auf individuelle Art jiddische Weisen interpretieren und so musikalisch einen besonderen Einblick in das jüdische Leben und die jüdische Kultur geben. Ruth WeitzbWeitere Informationen über den Künstler Gunter Demnig und seine Aktion Stolpersteine finden Interessierte im Internet unter der Adresse www.stolpersteine.eu
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