Schülerboote bestehen ihren ersten Test

Stapellauf: Nach langer Pause bringt die Sulzbacher Herigoyen-Volksschule endlich ihre selbst gebauten Kähne zu Wasser - Projekt soll weiterlaufen

Sulzbach
2 Min.

Kommentieren

Sie müssen sich anmelden um diese Funktionalität nutzen zu können.

Schüler aus dem Bootbauer-Team der Sulzbacher Herigoyen-Volksschule prüfen auf dem Main in Höhe der Nato-Rampe die beiden selbstgebauten Paddelboote auf Funktionstüchtigkeit.
Foto: Helmut Gesierich
Fünf Jahre hat es gedauert, doch jetzt steht fest: Die selbst gebauten Boote der Herigoyen-Volksschule in Sulzbach sind wassertauglich. Am Samstagvormittag machten die Schüler an der Nato-Rampe auf dem Main die Probe aufs Exempel. Und brachten damit ein Projekt zum Abschluss, das bereits 2006 seinen Anfang genommen hatte.
Mit Spannung hatten Eltern und Kinder die Testfahrten in den zwei selbst gebauten Einerpaddelbooten erwartet. Der Förderverein der Schule, dessen Vorsitzende Sabine Lemke das Projekt leitete, hatte unter dem Motto »Wir sitzen in einem Boot« Beobachter zum Stapellauf der Kähne an die neue Mainbrücke eingeladen. Die Bedingungen stimmten, als dann endlich der große Moment gekommen war.
Zunächst unterzogen die Schüler beide Boote einem letzten Sicherheitstest. Anschließend unternahmen sie Testfahrten und lieferten sich sogar kleine Wettfahrten. Jochen Englert und Jörg Fuchs wiesen die Mädchen und Jungen ein, das Rettungsboot der Sulzbacher Feuerwehr sicherte unter Leitung von Johannes Reichert die Aktion ab.
Tipps und Anleitung während der Fahrt gab Georg Lemke als Förderer des Lions Clubs Main-Spessart-Obernburg von einem Begleitboot aus. Mitunter musste er auch praktische Manövrierhilfe leisten. Insgesamt gelang die Testaktion ohne Zwischenfälle. Keines der beiden Boote kenterte, und auch Mängel oder gar ein Leck gab es nicht.
Zwischen der ersten Idee für den Bootsbau und der Verwirklichung lag eine große Zeitspanne mit einer langen Pause. In dieser Zeit trat der Sulzbacher Schreiner Frank Schüßler die Nachfolge von Jürgen Völker an. Der hatte 2007 damit begonnen, die Schüler im Bootsbau zu unterweisen. Sabine Lemke begründete die Verzögerung des Vorhabens so: »Zur Realisierung solcher Projekte braucht man Menschen, die die entsprechende Zeit aufwenden können, das notwendige Interesse fürs Projekt haben und natürlich zur handwerklichen Umsetzung in der Lage sind. Hinzu kommt noch die Fähigkeit, mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten« Das alles auf einen Nenner zu bringen, habe längere Zeit in Anspruch genommen.
Dennoch fand die Aktion mit den Testfahrten einen positiven Abschluss. Zumindest vorerst - denn eigentlich soll das Projekt weiter ausgebaut werden. Die Fördervereinsvorsitzende ist deshalb auf der Suche nach einem Betreuer, der im Idealfall als Übungsleiter über einen längeren Zeitraum mit den Kindern und Jugendlichen weitere Aktionen ins Leben rufen kann. »Ein Verein, der Interesse an diesem Projekt hat und dazu bereit wäre, die Kinder individuell einzuweisen und zu unterrichten, wäre ein absoluter Glücksfall für uns«, sagte sie.
Auf der Suche nach Perspektiven mit engagierten Menschen ist Lemke sicher: »Verstauben werden die beiden Boote jetzt nach ihrem positiven Testlauf auf keinen Fall.« Sie sollen im Rahmen von betreuten Unternehmungen auch später wieder zum Einsatz kommen. Helmut Gesierich
Weitere Informationen bei Sabine Lemke, der Vorsitzenden des Fördervereins an der Herigoyen-Volksschule in Sulzbach, Tel. 0 60 28/37 80 oder E-Mail: sabine.m.lemke@t-online.de
Kommentare

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie angemeldet und Ihre E-Mail Adresse bestätigt sein!


Benutzername
Passwort
Anmeldung über Cookie merken
laden

Artikel einbinden
Sie möchten diesen Artikel in Ihre eigene Webseite integrieren?
Mit diesem Modul haben Sie die Möglichkeit dazu – ganz einfach und kostenlos!