Schneeberger Ölbergkapelle erstrahlt im neuen Glanz

Bauwerk fast 300 Jahre alt

Schneeberg
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Pfarrvirkar Arulraja Francis (rechts) segnet die frisch restaurierte Schneeberger Ölbergkapelle.
Foto: Jennifer Lässig
Bei strah­len­dem Son­nen­schein sind rund 45 Be­su­cher zur Seg­nung der re­stau­rier­ten Schnee­ber­ger Öl­berg­kapel­le am Sams­ta­gnach­mit­tag ge­kom­men. Für die mu­si­ka­li­sche Um­rah­mung sorg­ten die Schnee­ber­ger Mu­si­kan­ten. Die Seg­nung voll­zog Pfarr­vi­kar Arul­ra­ja Fran­cis.

Von Juni 2021 bis Ende Oktober 2021 dauerte die Restauration des fast 300 Jahre alten, spätbarocken Bauwerkes. Daran beteiligt waren der Mönchberger Kirchenmalerleister Christopher Betzwieser, die Schneeberger Malerfirma Schlegel, die Amorbacher Firma Häuslebauer und der Bildhauer Ralf Drolshagen aus Preunschen.

Bürgermeister Kurt Repp versorgte die Anwesenden mit interessanten Informationen zur 1723 von Michael Uhrig, Bürger und Schreiner zu Amorbach und seiner Hausfrau Anna-Maria gestifteten Kapelle. So habe die Restaurierung insgesamt 35.000 Euro gekostet.

Nach Abzug der Zuwendungen seitens des Landkreises, der Unterfränkischen Kulturstiftung und des Landesamts für Denkmalpflege habe die Gemeinde noch einen Eigenanteil von 15.610 Euro zu tragen. Diese Summe verringerte sich jüngst dank zweier Privatspenden in Höhe von jeweils 1000 Euro und einer Spende von 500 Euro direkt vor Ort durch die Schneeberger Kolpingfamilie.

»Ich habe, den Eindruck die Seele der Kapelle lebt nicht nur, sie spricht uns auch an«, schwärmte Repp vom neuen erfrischenden Glanz der Kapelle. Zuvor sei die Farbe an der Ölbergszene lose gewesen und bereits wie der Putz an den Wänden und Decken abgeblättert. Es sei an der Zeit gewesen, das Kunstwerk wiederherzurichten. Dies sei auch ein großes Anliegen von Altbürgermeister Erich Kuhn gewesen.

»Historische Graffiti«, vermutlich von Pilgern mit der ältesten Datierung von 1723, versteckt unter dem Putz unter Wänden und Decke, stellten sich als Überraschung bei den Arbeiten heraus. Die Fläche wurde mit hauchdünnem Japanpapier reversibel überklebt und mit einer zweifachen Spachtelung mit Kalkglätte verputzt.

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