Rund 22 000 Badegäste weniger in Erlenbach

Stadtratssitzung: Betriebsleiter des Bergschwimmbads berichtet über Saison 2020 - Bibliotheksleiterin trägt Jahresbericht 2019 vor

Erlenbach a.Main
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Während der Saison 2020 bestimmten die Corona-Auflagen auch den Badebetrieb im Bergschwimmbad Erlenbach. Archivfoto: Hans-Jürgen Freichel
Foto: Hans-Jürgen Freichel
Drei Jah­res­be­rich­te stan­den auf der Ta­ges­ord­nung des Er­len­ba­cher Stadt­ra­tes bei der Sit­zung am Don­ners­tag, die der Zwei­te Bür­ger­meis­ter Alex­an­der Mo­nert lei­te­te.

Jürgen Graf, Betriebsleiter des Bergschwimmbads, berichtete über den Verlauf der Badesaison 2020. Coronabedingt eröffnete das Bad erst am 12. Juni, ein letzter Besuch war am 17. September möglich. Damit war das Bad in diesem Jahr an 33 Tagen weniger geöffnet als im Vorjahr. Die Saison war geprägt durch einen starken Besucherrückgang und Mehrkosten durch die notwendigen Desinfektionsmaßnahmen.

Gab es 2019 noch fast 50 000 Badegäste, waren es heuer nur noch gut 28 000. An dem Tag mit den meisten Badegästen haben insgesamt 1345 Leute das Bad besucht, 2676 war die entsprechende Zahl im Vorjahr. Mit dem Verkauf von 315 Saisonkarten wurden 17 750 Euro erlöst, 84 10er-Karten wurden für 2700 Euro verkauft und die 10 367 Tageskarten trugen 33 800 Euro zum Ergebnis bei.

Maximal 700 Personen hätten wegen der Corona-Auflagen gleichzeitig das Bad nutzen können, aber diese Zahl wurde an keinem Tag erreicht. Die Personenbegrenzung im Bad wurde durch ein automatisches Zählgerät ermittelt, dessen Zahlen auch online abrufbar waren. In den Becken wurde mittels Armbändern kontrolliert. Kritische Bereiche wie Duschen, Sammelumkleiden, Sprungturm und Ballfelder waren gesperrt, keine Liegen aufgestellt.

Probleme gab es lediglich mit Verunreinigungen durch Nilgänse in den Monaten April und Mai. Regelmäßige Untersuchungen der Wasserqualität durch das Institut Dr. Nuss ergaben keine Beanstandungen, von schwereren Verletzungen blieb der Badebetrieb verschont. Im laufenden Jahr wurden keine größeren Neuanschaffungen getätigt. Die Investitionen sollen aber 2021 nachgeholt werden.

Über um zwei Prozent gestiegene Ausleihen auf 68 100, mehr aktive Leser und mehr Veranstaltungen konnte sich die Leiterin der Stadtbibliothek, Christine Fröhlich, in ihrem Jahresbericht für 2019 freuen. Die Veranstaltungen für Erwachsene nahmen im Vorjahr von sechs auf 17 stark zu, für Kinder und Jugendliche stiegen sie von 29 im Vorjahr auf 42. Keine großen Veränderungen gab es bei den Einnahmen, Jahresgebühr und Gesamteinnahmen bewegten sich in etwa auf dem Niveau der Vorjahre. Der Medienbestand reduzierte sich auf unter 19 000 Stück und sollte nach ihrem Wunsch in kürzeren Abständen aktualisiert werden. Im Leistungsvergleich der Bibliotheken in Orten mit 10 000 bis 20 000 Einwohnern landete Erlenbach wie in den vergangenen Jahren im Mittelfeld.

Für die neunköpfige Steuerungsgruppe der Fairtrade-Stadt Erlenbach informierte Stefan Reis als deren Sprecher über die aktuelle Entwicklung. In Zusammenarbeit mit Werner Hillerich wurde das Fairtrade-Logo für Erlenbach modifiziert, ein Vernetzungstreffen mit 23 weiteren Kommunen fand per Videokonferenz statt, bei der es im Hauptthema um faires Beschaffungswesen ging.

Mit drei Erlenbacher Winzern hat der Eine-Welt-Laden die »Erlenbacher Spätburgunder-Schokolade« kreiert. Ein Projekttag fand in der Dr.-Vits-Schule mit den dritten Klassen zum Thema gerechter Handel am Beispiel von Orangensaft statt. In der Europäischen Woche der Müllvermeidung wurde der faire Handel im Umgang mit der Natur thematisiert. Für 2021 plant die Gruppe eine Stadt-Info zum Thema »nachhaltige Beschaffung in der Kommune«. Der Info-Flyer soll überarbeitet, weitere Aktionen sollen durchgeführt und neue Mitmacher akquiriert werden.

Hintergrund

Weitere Themen aus der jüngsten Sitzung des Erlenbacher Gemeinderats:

Gedenkminute: Zu Beginn der Sitzung gab es eine Gedenkminute für Claudine Dahan. Die erste stellvertretende Bürgermeisterin der Partnerstadt Saint-Maurice war kürzlich verstorben.

Bebauungsplan: Dem vorhabenbezogenen Bebauungsplan »Boardinghouse Schiffswerft« hatte der Stadtrat in einer früheren Sitzung bereits zugestimmt. Das Landratsamt forderte kleinere Änderungen. Die Unterlagen wurden ergänzt und die Änderungen in die Planungen eingearbeitet. Den geänderten Planungsunterlagen wurde einstimmig zugestimmt.

Frankenhalle: Bauamtsleiter Karl Franz berichtete, dass die Raumlufttechnik der Frankenhalle durch die vorhandene Filtertechnik für die Corona-Anforderungen gerüstet und zu einem ordnungsgemäßen Betrieb keine Nachrüstung notwendig sei. Mit einer Fachfirma sei ein Wartungsvertrag vereinbart.

Baumfällungen: Derzeit finden im Stadtgebiet Baumfällungen statt, die zur Sicherheit der Verkehrsteilnehmer und Fußgänger nötig sind. Dabei werden auch Bäume gefällt, die nur noch eine geringe Lebenserwartung haben.

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