Radweg-Beleuchtung in Klingenberg wird nicht ausgebaut

Stadtrat lehnt Antrag der Neuen Mitte einstimmig ab

Klingenberg a.Main
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Ein­stim­mig ab­ge­lehnt hat der Klin­gen­ber­ger Stadt­rat am Di­ens­tag den An­trag der Neu­en Mit­te Klin­gen­berg für den Aus­bau der Be­leuch­tung des Rad­wegs. Die Ent­schei­dung über den Aus­bau der Be­leuch­tung war vom Ver­wal­tungs­rat zu­rück in den Stadt­rat ge­ge­ben wor­den.

Bürgermeister Ralf Reichwein (CSU) hielt zunächst den Sachvortrag. Der Verwaltungsrat des Kommunalunternehmens hatte den Antrag zum Ausbau der Radwegsbeleuchtung geprüft und wegen der hohen Kosten, die etwa zwischen 184.000 Euro und 263.000 Euro liegen, nach Fördermöglichkeiten gesucht. Zunächst war Rücksprache mit der Regierung von Unterfranken gehalten worden. Das Förderprogramm Stadt und Land ist allerdings nach Aussage der Regierung komplett ausgeschöpft, wie Reichwein bekannt gab. Auch seitens des Landkreises besteht laut seines Berichts keine Unterstützungsmöglichkeit.

Der Verwaltungsrat hatte aufgrund der hohen Kosten und der nicht vorhandenen Fördermöglichkeiten von der Umsetzung abgeraten und die abschließende Entscheidung dem Stadtrat überlassen.

Höherer Energieverbrauch

Stadtrat Harald Fischmann (Bündnis 90/ die Grünen) zeigte sich skeptisch, was den Ausbau der Beleuchtung betrifft, vor allem bezüglich des zu erwartenden höheren Energieverbrauchs und wegen der Bäume, die eventuell gefällt werden müssten.

Stadtrat Uwe Zahn (Freie Wähler Klingenberg-Röllfeld) wies darauf hin, dass der Antrag bereits im Verwaltungsrat abgelehnt wurde. Sein Ratskollege Michael Zengel (Neue Mitte Klingenberg) stellte fest, dass Beleuchtungen grundsätzlich keine Frage der Wirtschaftlichkeit sein sollten. Ihn störten die enorm hohen Kosten, die auf die Stadt Klingenberg zukommen würden. Diesen Luxus könne man sich aufgrund der angespannten Haushaltslage nicht leisten.

Gemeinderat Klingenberg in Kürze

Klingenberg. In seiner Sitzung am Dienstag hat der Klingenberger Stadtrat auch diese Themen behandelt.

Kita Trennfurt: In den Bekanntgaben aus nichtöffentlicher Sitzung wurde mitgeteilt, dass mit 13 zu sieben Stimmen beschlossen worden war, sich dem Vergabevorschlag des Planungsbüros Johann und Eck anzuschließen und die Firma Schuck mit dem Nachtragsangebot von rund 29.000 Euro mit den Abbrucharbeiten des Kindergartens Trennfurt zu beauftragen. In der Sitzung am Dienstag schloss sich der Rat dann mit zwölf zu sechs Stimmen der Vergabeempfehlung des Büros Johann und Eck an, die Rohbauarbeiten für den Neubau des Kindergartens an die Firma Michl Bau zu vergeben. Der Angebotspreis beläuft sich auf rund 1,1 Millionen Euro. 15 zu drei war das Ergebnis, das Büro Klingenmeier aus Amorbach mit der Sicherheits- und Gesundheitskoordination auf Baustellen für den Kindergartenneubau für den Angebotspreis von rund 15.000 Euro zu beauftragen.

Kanalbau: In nichtöffentlicher Sitzung erfolgte der Beschluss, sich dem Vergabevorschlag des Büros ISB anzuschließen und das Unternehmen Aulbach aus Aschaffenburg mit den erforderlichen Arbeiten im Rahmen der Kanalbaumaßnahme in der Wilhelmstraße 66-78 zu beauftragen. Die Kosten belaufen sich auf 80.000 Euro.

Flüchtlinge: Einmütig sprachen sich die Stadtratsmitglieder dafür aus, dem Landratsamt anzubieten, die ehemalige Grundschule in Röllfeld zu besichtigen, um dort Flüchtlinge aus der Ukraine unterzubringen.

Gewerke: Der Stadtrat beauftragte die Verwaltung zur beschränkten Ausschreibung für die Gewerke Stahlbau/Schlosserarbeiten, Dachabdichtungs- und Spenglerarbeiten, Gerüstbauarbeiten, Heizungs- und Sanitärarbeiten, Lüftungsanlage, Elektroinstallation, PV-Anlage und Blitzschutzarbeiten zu veröffentlichen. Die Entscheidung fiel mit 15 zu zwei Stimmen.

Kirche Röllfeld: Mit 15 zu drei Stimmen entschied sich das Stadtratsgremium einen Zuschuss in Höhe von 4.350 Euro für die Sanierung des Kirchendachs in Röllfeld zu gewähren.

Feldgeschworenen: Der Stadtrat stimmte einstimmig der Neubestellung von Albin Süß als neuem Feldgeschworenen für den Stadtteil Trennfurt zu.

Umweltbeauftragter: Der Umweltbeauftragte der Stadt Klingenberg, Willi Stritzinger, hat sein Ehrenamt gekündigt. Laut Information des Bürgermeisters möchte er jedoch der Stadt weiterhin mit Rat und Tat in Umweltdingen zur Seite stehen.

Rücktritt: Wie Rathauschef Reichwein (CSU) mitteilte, ist die Stadträtin und dritte Bürgermeisterin Bettina Becker (CSU) mit sofortiger Wirkung von ihrem Ehrenamt zurückgetreten.

Weinbergsbewässerung: Reichwein informierte den Rat außerdem darüber, dass die Förderzusage für die Konzeptausarbeitung der Weinbergsbewässerung eingegangen sei. (mwz)

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