Probleme der Zeit sind nicht national lösbar

FDP-Diskussion: Thema Neustart der Wirtschaft

Erlenbach a.Main
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Der FDP-Orts­ver­band MOE (Möm­lin­gen, Obern­burg, Er­len­bach) hat­te vir­tu­ell zum The­ma Neu­start Wirt­schaft ein­ge­la­den. Ga­st­red­ner war laut Mit­tei­lung der FDP der Prä­si­dent des Deut­schen In­sti­tuts für Wirt­schafts­for­schung (DIW) Ber­lin, Pro­fes­sor Mar­cel Fratz­scher.

In einem 20-minütigen Vortrag über Besonderheiten der Pandemie ging er auf die Spannungsfelder zwischen Staat und Markt, Multilateralismus und nationalen Lösungen, Wissenschaft und Politik/Medien, aber auch die Abwägung von Gesundheit gegen Wirtschaft und Grundrechte ein.

Erfolg durch Gemeinschaft

Für Fratzscher ist eine klare Erkenntnis aus Pandemie-Zeiten, dass der Grad an Gemeinschaft über den Erfolg der Krisenstrategien bestimmt. Umso gefährlicher sieht er die Tatsache, dass die Politik die Bürger scheinbar zunehmend verliere.

Der Referent erörterte die Zusammenhänge zwischen erhöhten Staatsschulden, Leistungen des Sozialstaats und dringend notwendigen Investitionen. Fratzscher hält laut FDP-Mitteilung nicht nur eine Steuerreform von entscheidender Wichtigkeit, sondern auch wie man die Investitionen in Digitalisierung und Bildung, in Klimaschutz und Wandel finanziert bekomme.

Mehr Gründe für Optimismus

Innovative Ansätze seien unter den elf Teilnehmern diskutiert worden, schreibt die FDP weiter. »Unternehmen müssten wieder die Chance erhalten, ihre Kreativität und Innovationskraft schnell und zielgerichtet in Ergebnisse einfließen zu lassen und nicht in der Bürokratie steckenbleiben«, wünschte Kreisrat Jörg Reinmuth (Bürgstadt). Ob man nicht sinnvoller private Investitionen fördern sollte, statt nur auf staatliche zu setzen, fragte Marcus Fritzschka, Schatzmeister des FDP OV MOE. Nicole M. Pfeffer (Mömlingen) schlug vor: »Wieso gibt es keine nGmbH - nachhaltige GmbH oder eine iGmbH - innovative GmbH, die sich ? einen Themenfokus setzen.«

»Wir können die großen Herausforderungen dieser Zeit nicht national lösen, sondern wir müssen sie in der großen Gemeinschaft länderübergreifend angehen«, zitiert die FDP Professor Fratzschers Abschlusswort. Bei allen Herausforderungen stehe für ihn fest, dass es gute Gründe für Pessimismus gibt, aber noch bessere Gründe für Optimismus.

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