Sonntag, 23.09.2018

Hausen feiert 25 Jahre neue Ortsmitte

Jubiläum:Dorffest am 2. September mit großem Programm - Neuer Heimatkalender zeigt Veränderungen

Hausen Montag, 27.08.2018 - 21:01 Uhr

Die Ge­mein­de Hau­sen fei­ert am Sonn­tag, 2. Sep­tem­ber, ihr 25. Dorf­fest. Im Ju­bi­läums­jahr ist ein gro­ßes Pro­gramm in der Orts­mit­te ge­plant. Es be­ginnt mor­gens um 9.30 Uhr und dau­ert bis in die Nacht­stun­den. Der Hei­mat­ve­r­ein hat au­ßer­dem ei­nen be­son­de­ren Ka­len­der zu dem Er­eig­nis auf­ge­legt.

In der Hauptsache wird das Fest von Vereinen und Gruppen aus Hausen mitgestaltet, die sich mit Infoständen und Programmpunkten beteiligen. Auch die Gewerbetreibenden aus dem Ort sind mit Ständen vertreten. Aus Nachbargemeinden kommen Aussteller auf besondere Einladung des Orga-Teams.

Wechselnde Besetzung

Dieses Team bereitet das Fest in wechselnden Besetzungen vor. Zurzeit besteht es aus Bürgermeister Manfred Schüßler, Vereinsringvorsitzendem Werner Lebert, seinem Stellvertreter Bernd Rachor, Feuerwehrkommandant Walter Rode, Kassier Helmut Ehler und dem Verantwortlichen für Öffentlichkeitsarbeit, Hans Schreck.

Den Anlass für die Organisation des ersten Dorffests in Hausen war ein verheerender Starkregen im Juli 1987. Reißende Fluten donnerten durch den Ort und richteten großen Schaden an. Autos wurden aus Garagen gerissen, ein Güllefass geriet in die Kanalisation, ein Müllauto brach in den Kanal ein. In vielen Häusern waren die Keller vollgelaufen. Nach dem Unwetter wurden Ortsmitte und Kanalisation zunächst notdürftig wiederhergestellt. Einige Zeit später wurden sie umfassend erneuert.

Umsätze brachen weg

Da die Ortsmitte wegen der Bauarbeiten über Jahre komplett gesperrt war, brachen den Gewerbetreibenden die Umsätze weg. Sie fürchteten ums Überleben. Aus diesem Grund kamen die Geschäftsleute Manfred Rachor, Gero Lebert und Hans Schreck 1993 auf die Idee, durch ein besonderes Fest für Einnahmen, aber auch für Verständnis bei den Einwohnern zu sorgen.

Nach Rücksprache mit dem damaligen Bürgermeister Ewald Reichert gab die Gemeinde grünes Licht. Am 11. September 1994 fand schließlich das erste Dorffest statt. Fast alle Gewerbetreibenden aus der Ortsmitte wirkten daran mit. Zum Programm gehörten damals Sackhüpfen und Eierlaufen. Gefeiert wurde auf einem Teilstück der alten Hauptstraße, da die Hauptstraße wegen der Bauarbeiten noch nicht benutzbar war. Ein Jahr später, zur Einweihung der neuen Straße, fiel das Fest größer aus. Die Vereine beteiligten sich im großen Stil.

Inzwischen bietet das Dorffest ein Programm, das von Theaterstücken über Schauvorführungen bis hin zu diversen Wettbewerben für jeden Geschmack und jede Altersgruppe etwas bietet. Organisatoren und Mitwirkende verstehen sich als Einheit. So sprechen sie beispielsweise für das gastronomische Angebot sogar die Speisen- und Getränkeauswahl ab.

Viele Attraktionen

Für Besucher stehen rund 1200 Sitzplätze zur Verfügung. Als besondere Attraktionen bieten die Hausener im Jubiläumsjahr Kranfahrten auf 50 Meter Höhe, Bullenreiten, das Theaterstück »Die verzauberte Prinzessin«, Kistenklettern und italienisch-deutsche Folklore.

Eigens zum Jubiläum des Fests hat der Heimatverein einen Kalender mit dem Titel »Hausen - Heimat im Wandel der Zeit« drucken lassen. Auf jedem Monatsblatt stellt er alte Schwarz-Weiß-Fotografien aus der Zeit um 1900 und aktuelle Farbaufnahmen gegenüber.

Alte Bilder als Vorlage

Der Verein hat alte Bilder aus dem Archiv als Vorlage genommen; Martin Reichert, Martin Raab und Lukas Marschhausen haben die gleichen Stellen noch einmal aus der selben Perspektive fotografiert. Mit diesen Vergleichen weckt der Kalender nicht nur Erinnerungen, sondern zeigt auch, wie sich das Dorf verändert hat.

Der Kalender wurde nur in geringer Stückzahl produziert und ist beim Dorffest am Sonntag, 2. September, am Stand des Heimatvereins erhältlich.

Eine kleine Fortsetzung erfährt das Fest am Montag, 3. September, bei der Kerb im Feuerwehrzelt mit dem Kesselfleischessen um 12 Uhr und dem Kerbgericht um 20 Uhr.

bal/h.s.

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