Tatort Schneesberg: : Polizei findet Messer nahe Michaelshütte

Hohe Belohnung ausgesetzt

Wörth a.Main
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03.05.2022 Wörth am Main, Tatort Schneesberg, erneute Aktion der Polizei im Fall Klaus Berninger. Suche nach tatrelevanten Gegenständen.
Foto: Victoria Schwab
Bis zum Ein­bruch der Dun­kel­heit ha­ben sie am Di­ens­tag am Schnees­berg in Wörth (Kreis Mil­ten­berg) ge­sucht, dann ein Mes­ser ge­fun­den: Ob da­mit ein bis­her Un­be­kann­ter im Jahr 1990 den Wört­her Bä­ckers­sohn Klaus Ber­nin­ger tö­te­te?

Das Messer werde nun von Spezialisten des bayerischen Landeskriminalamts (LKA) untersucht, sagte Philipp Hümmer, Pressesprecher der Polizei Unterfranken, am Freitag unserer Redaktion.

Im Zuge von Altfall-Ermittlungen hatten Polizisten am Dienstag den Tatort des Verbrechens vom 20. Dezember 1990 abgesucht: 2500 Quadratmeter Waldboden im Umkreis der Michaelshütte. Dabei fanden sie das Messer - »ein Zufallsfund«, sagt Hümmer. Um was für ein Messer es sich handelt und wo die Sucher es entdeckt hatten, sagt die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nichts. Jetzt kommt es auf die kriminaltechnische Untersuchung an.

Das Messer ist nicht das einzige Utensil zum Altfall Berninger beim LKA. Auch 1990 gesicherte Asservate werden dort mit neuesten Methoden etwa auf DNA-Spuren untersucht. Wann Ergebnisse vorliegen, ist laut Hümmer nicht klar.

Um nach über 30 Jahren Klarheit in dem Altfall zu bekommen, wertet die Sonderkommission Berninger derzeit rund 80 konkrete der vielen in den vergangenen Tagen bei der Polizei eingegangenen Hinweise aus. Zudem hat das LKA eine Belohnung von 10.000 Euro für Hinweise zur Ergreifung des Täters ausgesetzt.

Am 20. Dezember 1990 hatte ein Unbekannter den 16 Jahre alten Klaus Berninger getötet. Am 23. Dezember entdeckten Spaziergänger am Schneesberg nahe der Michaelshütte seine Leiche. Seit 20. April 2022 ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft in dem Altfall.


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