Oldtimer kehren zurück

Blick in den Odenwald

Odenwaldkreis
2 Min.

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Nach zwei Jahren Zwangspause laufen die Vorbereitungen für das Oltimertreffen in Bad König im Juli wieder auf Hochtouren.
Foto: Alexander Hahn
Der Blick in den Oden­wald rich­tet sich heu­te auf die Vor­be­rei­tun­gen zum 21. Bad Kö­n­i­ger Klas­si­ker­fes­ti­val, bei dem nach co­ron­a­be­ding­ter Pau­se wie­der Oldti­mer, his­to­ri­sche Sport­wa­gen und Trak­to­ren im Kur­park vor­fah­ren wer­den. Bei sei­ner letz­ten Aufla­ge 2019 ka­men da­bei im­mer­hin rund 2000 Fahr­zeu­ge zu­sam­men. Ei­ne neue Ko­ope­ra­ti­on zwi­schen Aus­län­der­be­hör­de und Wirt­schafts-Ser­vice hilft Un­ter­neh­men bei der Fach­kräf­te­re­kru­tie­rung aus dem au­ßer­eu­ro­päi­schen Aus­land und Impf­kri­ti­ker war­nen vor ei­nem Ver­sor­gungs­not­stand bei Ein­füh­rung der ein­rich­tungs­be­zo­ge­nen Impfpf­licht.

Legendär: Mit dem Slogan »To the good old times« wollen die Veranstalter des Bad Königer Klassikerfestivals im doppelten Sinn an alle Zeiten anknüpfen. Zwei Jahre Zwangspause seien genug, meint Alexander Hahn (Michelstadt), der mit einer Neuauflage der britisch-italienischen Klassiker einen »Highlight 22« setzen will. Die 21. Auflage der Oldtimer-Show ist von 8. bis 10. Juli auf einem Wiesengelände an den Kurpark-Seen geplant. Wie Hahn in seiner Ausschreibung erwähnt, gehen für die Tricolori Fahrzeuge der Marken Alfa Romeo, Lancia, Fiat und Ferrari an den Start. Bentley, Jaguar, MG und Lotus vertreten einen Teil des mannigfaltigen Automobilbaus des British-Empire.

Beim Wettstreit der Motorrad-Hersteller stehen Vincent, Norton, BSA und Triumph Namen wie Ducati, Moto-Guzzi, Gilera und MV Agusta gegenüber. Nicht fehlen darf die »Königin der Roller«, die Vespa. Wie er schreibt, können alle Hersteller und Baujahre bis zum aktuellen Sportwagen an den Ausfahrten teilnehmen und sich auf der Ausstellung im Kurpark präsentieren. Die Sonntag-Ausfahrt soll an die »Olympia-Rallye« (WP 30/Krähberg) vor 50 Jahren erinnern, die Walter Röhrls Sprungbrett zur Weltkarriere darstellte. Bei der Schlepper-Ausstellung liegt der Schwerpunkt auf Maschinen und Geräte aus dem Odenwald, wie Ensinger Traktoren und die kleine Hüttenwerk-Raupe, die im Hüttenwerk in Michelstadt entwickelt und hergestellt wurden. Detaillierte Programm-Informationen werden im Internet fortlaufend aktualisiert unter https://www.klassikerfestival.de.

Flankierend: Die Ausländerbehörde des Landratsamts und der Wirtschafts-Service der Odenwald-Regionalgesellschaft (Oreg) unterstützen Unternehmen mit Sitz im Odenwaldkreis bei ihrer Suche nach geeigneten Fachkräften in sogenannte Drittstaaten, also Länder außerhalb der Europäischen Union. Dies hat die Pressestelle im Landratsamt mitgeteilt. Dabei handelt es sich um das Verfahren nach dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz, das seit März 2020 in Kraft ist. Der Gesetzgeber hat mit dem einem beschleunigten Verfahren ein Instrument geschaffen, um den Unternehmen die Einstellung qualifizierter Mitarbeiter auch ohne akademische Ausbildung aus dem Ausland zu erleichtern.

Schon jetzt sei der Arbeitsmarkt im Kreis ohne Zuzug aus dem Ausland nicht zu denken, wird Landrat Frank Matiaske zitiert. Dies treffe insbesondere auf Industrie- und Bauunternehmen zu, aber auch auf das Gesundheitswesen. »Im Idealfall kommen die Unternehmen zeitnah auf den Wirtschafts-Service zu, wenn sie eine Fachkraft in einem Drittstaat gefunden haben, für die der Weg nach Deutschland geebnet werden soll«, so die Leiterin der Ausländerbehörde, Radka Beranek. Gabriele Quanz, Referatsleiterin des Oreg-Wirtschafts-Services, ergänzt: »Wenn der Weg feststeht, begleiten wir die Unternehmen durch das Verfahren bis zur Arbeitserlaubnis der Fachkraft.« Ihre Kontaktdaten lauten: E-Mail g.quanz@oreg.de und Telefon 06062 943362.

Ablehnend: Kritiker einer Impfpflicht für Mitarbeitende in Pflegeberufen und im medizinischen Bereich haben über die Internetplattform freeodw.de eine Petition gestartet, die an Landrat Frank Matiaske gerichtet ist. Darin wird der oberste Beamte des Odenwaldkreises aufgefordert, am Beispiel des Vize-Landrats von Bautzen, Udo Witschas, ebenfalls eine Impfpflicht nicht durchzusetzen. Einer Meldung von ZDFheute nach hat Witschas seine vor einem Monat getroffene Ankündigung allerdings relativiert und auf die Verhinderung eines »Betretungsverbots« beschränkt. In dem Odenwälder Aufruf wird die Befürchtung geäußert, dass mit der Umsetzung der Impflicht dem Erbacher Gesundheitszentrum ein Versorgungsnotstand drohe. Die Rede ist von einer »dreistelligen Zahl an Mitarbeitern (?), die selbst über ihren Impfstatus bestimmen wollen und werden«. Nach der einrichtungsbezogenen Corona-Impflicht müssen alle Beschäftigte in Einrichtungen mit schutzbedürftigen Menschen bis 15. März nachweisen, dass sie geimpft oder genesen sind.

Die Zahl der positiven Corona-Testergebnisse hat im Vergleich zur Vorwoche wieder zugelegt. Am Dienstag meldete das Kreisgesundheitsamt mit 2007 (1937) bekannten Infizierten einen neuen Rekord. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg von 1650,6 auf 1769,4. Seit Beginn der Pandemie wurden insgesamt 14.437 (12.725) Menschen positiv getestet. Als genesen gelten 12.223 (10.583). 207 (205) Menschen sind in Zusammenhang mit Covid 19 gestorben. Auf der Corona-Station im Erbacher Gesundheitszentrum werden aktuell 31 (20) Patienten behandelt, davon vier (vier) auf der Intensivstation. In Kliniken außerhalb des Kreises befinden sich acht (neun) weitere Personen.

 

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