Neue Bläserklasse gibt viel versprechendes Debüt

Jugendkonzert: Nachwuchs des Musikvereins Sulzbach macht Mut für die Zukunft - 100 Zuhörer in der Braunwarthsmühle

Sulzbach
2 Min.

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Der erste öffentliche Auftritt der Bläserklasse geriet unter der Leitung von Yvonne Reis in Sulzbach zum großen Erfolg.
Foto: Heinz Linduschka
Das Ju­gend­kon­zert des Mu­sik­ve­r­eins Edel­weiß Sulz­bach ist mehr als ei­ne Pf­licht­auf­ga­be: Am Mitt­woch­a­bend bo­ten die Auf­trit­te der Mäd­chen und Jun­gen zwi­schen sie­ben und 19 Jah­ren in der Bra­un­warths­müh­le bes­te Un­ter­hal­tung.
Neu und besonders erfreulich in diesem Jahr: der Konzertauftakt mit zwölf Nachwuchsmusikern der Bläserklasse - ein Gemeinschaftsprojekt der drei Musikvereine Sulzbachs und der Herigoyen-Volksschule. Was die Mädchen und Jungen nach sieben Monaten Unterricht unter der Leitung von Yvonne Reis boten, wurde mit Beifall belohnt.
Schon verblüffend harmonisch
Mit verblüffend harmonischem Ensembleklang und sauberen Einsätzen präsentierte die Bläserklasse altersgerechte Sätze wie ein jiddisches Festtagslied oder den leicht variierten »Renner« »Old Mac Donald had a Band« mit Schwung und spürbarer Freude am gemeinsamen Musizieren. Auch als sie bei »Skip to my Lou« ihre Instrumente kurzfristig beiseite legten und als Chorsänger auftraten, war ihnen Beifall sicher.
Wohin der Weg der Jüngsten führen kann, bewiesen die 14 Mädchen und Jungen des Schülerorchesters. Leiter Winfried Rehse führte die jungen Musiker mit großen, präzisen Gesten und einem ebenso einfühlsamem wie festem Dirigieren so erfolgreich, dass sie vor wenigen Tagen beim Wertungsspiel in Giebelstadt mit dem Spitzenprädikat belohnt wurden. Mitreißend erklang der Konzertmarsch »Infinity«, witzig und lautmalerisch das »Slip and Slide«, bei dem sich Felix Reis für sein Glissando mit der Posaune über einen Extraapplaus freuen durfte.
Der schwungvolle Abschluss des temperamentvollen und präzisen Auftritts mit dem Zungenbrecherlied aus »Mary Poppins« und der temposicheren, ausdrucksstarken Interpretation von Brian Connerys »The Games down under« entließ die Zuhörer in die Pause. Viel Lob gab es dort für die Idee der Verantwortlichen, die Mädchen und Jungen die Titel selbst ansagen zu lassen - eine Aufgabe, die sie souverän mit spürbarem Spaß meisterten.
Nach der Pause kam dann der Auftritt des 40-köpfigen Jugendblasorchesters - ein Musikgenuss, für den sich auch die intensivste Probenarbeit lohnt. Der schönste Beweis: Die strahlenden Augen der Jüngsten, die nach ihren Auftritten nun den »Großen« lauschten. Es war ein Genuss zu hören, wie das Blasorchester unter Rehses hochkonzentrierter Leitung sinfonische Blasmusik mit der kraftvollen und differenzierten »Aspen Ouvertüre« und der atmosphärisch dichten, variantenreichen Programmmusik »Dakota« von Jacob de Haan interpretierte. Auch wie die Musiker bei »Woman in Love« tatsächlich Bigband-Sound in die Braunwarthsmühle zauberten, beeindruckte. Gefallen fanden die Zuhörer auch an »Shackelford Banks«, bei dem die Musiker in schöner Lautmalerei und mit großer Präzision sowie hohem Tempo weiße Mustangs durch den Saal galoppieren ließen.
Rhythmischer Schlussbeifall
Die Zugabe nach dem rhythmischen Schlussbeifall: das große Finale des Jungendblasorchesters und der beiden jungen Ensembles. Bei »Freude, schöner Götterfunken« unter Leitung von Yvonne Reis fiel nur eines ein bisschen schwer: Platz für die gut 60 Musiker in der Braunwarthsmühle zu finden - schließlich wollten ja immer noch fast 100 Zuhörer den Abschluss des gelungenen Konzerts hören. Heinz Linduschka
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