Musikalisches Feuerwerk auf höchstem Niveau

Französische Kammerphilharmonie begeistert gemeinsam mit Sopranistin Penelope Mason und Bariton Tobias Scharfenberger

Elsenfeld
2 Min.

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Mit ihrem gefühlvollem und leidenschaftlichen Sopran begeisterte Penelope Mason gemeinsam mit der französsischen Kammerphilharmonie während des Neujahrskonzertes in Elsenfeld.
Foto: Jennifer Lässig
Ein rund zwei­stün­di­ges Feu­er­werk atem­be­rau­ben­der Klän­ge hat die fran­zö­si­sche Kam­mer­phil­har­mo­nie un­ter Lei­tung von Phi­lip van Bu­ren ge­mein­sam mit der So­pra­nis­tin Pe­ne­lo­pe Ma­son und dem Ba­ri­ton To­bias Schar­fen­ber­ger wäh­rend des Neu­jahrs­kon­zerts am Frei­tag im voll be­setz­ten El­sen­fel­der Bür­ger­zen­trum ent­facht.

Ein abwechslungsreiches Programm mit einer perfekten Kombination aus deutschen und französischen Kompositionen servierten die Musiker unter dem Motto "Vom Eiffelturm zum Moulin Rouge" ihren rund 400 Gästen und ernteten dafür mehrfach tosenden Applaus. Diesen außergewöhnlichen musikalischen Genuss verdankte das Publikum dem Kulturreferat des Landratsamts in Zusammenarbeit mit dem Markt Elsenfeld.

"Mit einem tollen Konzert das neue Jahr zu beginnen": Über diese Tradition freute sich Landrat Jens Marco Scherf bei seiner Begrüßung ehe die ersten zackigen Töne von Jacques Offenbachs Ouvertüre von "La Belle Hélène" erklangen. Lange tiefe Legati seitens der Streicher mit feinen wohligen Harfenaktzenten umgarnt luden zum Träumen ein. Anschließend schwollen sie mit den Blasinstrumenten zu einem kurzen dramatischen Spiel an, um sich gleich wieder in sachte lange Weisen aufzulösen, in denen der volle und spezielle Klang des Fagotts begleitet vom dezenten Zupfen der Geigen, Bratschen, Celli und Bässe zur Geltung kam. Gerade noch in dieser kurzen Verschnaufpause versunken, bescherten wahre Tonhetzjagden mehrere Gänsehautmomente.

"Unter Donner und Blitz", einer Polka von Johann Strauß' Sohn, brach die Philharmonie mit tiefen Trommeln und herabprasselnden schnelle Klängen über das Publikum herein. Die perfekt aufeinander abgestimmte Darbietung mit kurzen prägnanten Tönen schien nicht nur den Gästen Freude zu bereiten, sondern auch den Musikern selbst.

Vorher schon ordentlich an Fahrt aufgenommen, setzten die Franzosen mit Hans Christian Lumbyes "Champagner-Galopp" noch einen oben drauf. Untermalt mit Glöckchen hüpften zarte hohe Piccolo- und Querflötenklänge davon, lieferten sich ein kleines Antwortspiel mit dem Rest und verschmolzen schließlich zu einer lautstarken und zackigen Flut aller mit rauschenden Becken- und dröhnenden Paukenschlägen.

Für einige Schmunzler sorgte Bariton Tobias Scharfenberger. Mit einer Sektflasche bewaffnet tauchte er auf der Empore singend auf, rutschte das Geländer runter und begeisterte mit seinen lockeren Schauspieleinlagen und vollem und durchdringenden Gesang. Hier schon eine gewissen Leichtigkeit in das spannende und bunte Programm herein gebracht, kredenzten Scharfenberger und Sopranistin Penelope Mason gegen Ende noch ein besonderes Schmankerl mit dem Fliegen-Duett aus Offenbachs "Orpheus in der Unterwelt". Voller Leidenschaft, mit jeder Menge Gefühl, von Gesten und Mimiken abgerundet, schmachteten sich die beiden Sänger in perfekter Harmonie zwischen hoher klarer und tieferer sonorer Stimmfarbe an und gipfelten immer wieder in kurze und zum Schluss lange ausgiebige Summtiraden.

Ein Abend der besonderen Art mit exzellenten Solisten und einem großartigen Orchester: ein kleines musikalisches Feuerwerk auf höchstem Niveau, das große Begeisterung mit stehenden Ovationen und donnerndem Applaus bei den Zuhörern auslöste.

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