Mit vielen akustischen Leckerbissen den Frühlingsauftakt gefeiert

Konzert: Kapelle des Richelbacher Musikvereins überzeugt in Umpfenbacher Schützenhalle mit Qualität und Abwechslung

Neunkirchen
1 Min.

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Magische Momente: Victoria Lausberger singt Musicalhits. Foto: Marco Burgemeister
Foto: Marco Burgemeister
Mit ei­nem Pro­gramm, das un­ter an­de­rem für Freun­de von Sound­tracks, Pol­ka oder Klas­si­kern der Rock- und Pop-Ge­schich­te Pas­sen­des be­reit hielt, be­wies die Mu­sik­ka­pel­le Ri­chel­bach am Sonn­tag in der Schüt­zen­hal­le Ump­fen­bach Viel­sei­tig­keit bei ho­her Qua­li­tät. Beim 48. Früh­jahrs­kon­zert des Mu­sik­ve­r­eins über­nahm Mi­chel Rein­hart die Lei­tung und Die­ter Scheu­rich die Mo­de­ra­ti­on.
Die schwungvolle »Starparade« bildete einen pompösen Einstieg. Das Stück gab einen ersten Einblick in die fein abgestimmte Herangehensweise der Kapelle, immer wieder wurden einzelne Instrumentengruppen in den Vordergrund gerückt, was in gekonntem Kontrast zu den Passagen des kompletten Ensemble stand. Ein Stilmittel, welches am Abend noch in mehreren Varianten zum Einsatz kam.
Mit »The Glacier Express« brachten die Richelbacher eine Komposition von Larry Neek mit, welche akustisch den Weg der im Titel genannten, berühmten Schweizer Gebirgsbahn nachzeichnet. Die Umsetzung war auf höchstem Niveau: Die eingangs zelebrierten, epischen Flächenklänge erzeugten große Spannung, die folgende Rhythmik symbolisierte, ganz im Einklang mit dem thematischen Hintergrund, ständige Bewegung. Weiter überraschte die Nummer mit unerwarteten Wendungen, welche die Instrumentalisten mit Bravour meisterten: Bei ausgewogener Stimmverteilung und und gedrosselten Tempo wurden nochmals tolle Stimmungsbilder erzeugt.
Beim achtteiligen »Mariechen-Walzer« glänzten Christian Bieberle und Paul Tabery als Solisten an ihren Flügelhörnern. Das Duo bestach durch charaktervoll inszenierte, musikalische Motive und wechselte mehrfach die Position im Saal, was dem Hörerlebnis nochmals neue Dimensionen hinzufügte, während der Rest der Kapelle für fein ausgearbeitete Klangteppiche sorgte.
Gänsehaut-Stimme
Einen weiteren Wow-Effekt bescherte Victoria Lausberger, indem sie mit ihrem Gesang zu dem Stück »I Dreamed a Dream« aus dem Musical »Les Misérables« für Gänsehaut sorgte. Sie entfachte eine unvergleichliche Atmosphäre, legte gleichermaßen viel Gefühl und Ausdrucksstärke in ihre Vokaldarbietung. »Tokyo Adventure« kam mit majestätischem Anstrich, beinhaltete tatsächlich perfekt transportiertes, fernöstliches Flair.
Speziell für Fans böhmischer Kultur war die »Lana Polka« ein Fest, riss aber alle Gäste mit - authentisch in der Realisierung und mit beeindruckender Leichtigkeit. Es wurde zu keiner Sekunde langweilig: »Gabriellas Sang« berührte, das erneut mehrteilige »Beauty and the Beast« war mit zusätzlicher Erzählstimme untermalt, bei »Swingtime for Clarinets« gab es dank eines feinfühlig musizierenden Quartetts einen hervorragenden Einblick in die spielerischen Möglichkeiten, welche das genannte Instrument bietet.
»Let it be«, »Eight Days a Week«, »Yesterday« und andere - eine Auswahl der unsterblichen Melodien aus der Feder der Beatles wurden zum Finale in einem Medley zusammengefasst. Sogar zweimal wurde die Musikkapelle vom eifrig applaudierenden Publikum zu Zugaben aufgefordert - die Musiker kamen dem Wunsch gerne nach. Marco Burgemeister
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