Mit Selbstvertrauen und Spaß besser und effektiver lernen

Gedächtnistrainer Gregor Staub spricht im Miltenberger Gymnasium über Strategien

Miltenberg
1 Min.

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Gedächtnistrainer
Foto: rw-system
Ler­nen macht kei­nen Spaß? Vom Ge­gen­teil über­zeug­te der Schwei­zer Ge­dächt­nis­trai­ner Gre­gor Staub am Don­ners­tag bei sei­nem abend­li­chen Vor­trag »Die Ma­gie des per­fek­ten Ler­nens« in der Au­la des Mil­ten­ber­ger Jo­han­nes-Butz­bach-Gym­na­si­ums. Für die 200 Zu­hö­rer gab's da­bei wert­vol­le Tipps und viel zum La­chen.

Im Rahmen des Veranstaltungstags »Mega Memory - Gedächtnistraining« hatten am Vormittag die 650 Gymnasiasten in zwei Gruppen mit Gregor Staub gearbeitet. Nachmittags nahmen 70 Lehrer an einer Fortbildung mit dem Trainers teil. Dabei wurden unter anderem Mathetricks oder Tipps zum Vokabellernen spielerisch erläutert. »Ich denke, es ist nicht nur Schul-, sondern Lebenskompetenz, dass Kinder lernen, sich Dinge zu merken«, erklärte der Schulleiter Ansgar Stich die Bedeutung der Veranstaltung.

Logik und Gefühl kombinieren

Am Abend vermittelte der Gedächtnisstratege den Zuhörern Methoden, die die Merkfähigkeit schulen und das effektive Lernen ermöglichen. Dieses Trainingsprogramm, die megamemory, basiert auf der Verknüpfung beider Gehirnhälften, der Kombination von Logik und Gefühl.

Das Lernen als ein Abenteuer zu betrachten, helfe durch das Erleben eine Emotion aufzubauen, beschrieb Staub einen Grundgedanken des Konzepts. Namen und Zahlen kann man sich zum Beispiel besser merken, wenn man sich Bilder dazu denkt. So kann die sechs für einen Würfel mit sechs Seiten stehen. Auf diese Weise merkten sich die Zuhörer binnen weniger Minuten eine 20-stellige Zahlenreihe und sagten diese im Chor vorwärts und rückwärts mit den dazugehörigen Bildern auf.

Für das Zahlengedächtnis hat Staub eine Liste mit 100 Bildern entwickelt. Dass es mit dem Kennen dieser Liste nicht getan sei, sondern, dass es auf das Experimentieren und Aktiv-werden ankomme, betonte der Trainer und fügte hinzu: »Die drei Zauberbuchstaben heißen `t-u-n`.« Durch einen Dialog zwischen Referent und Publikum oder durch Aufforderungen, die erlernten Tricks während des Vortrags zu zweit auszuprobieren, war die Stimmung entspannt und lustig. Beim Lernen etwas auszusprechen, unterstütze den Erfolg, weil sich im Gehirn mehr Synapsen verbinden, erklärte der Trainer.

Staub appellierte an den Lernwillen, der zum Erfolg führe und beschrieb, dass man keine Angst vorm Lernen haben dürfe, sich Fehler erlauben und ein Lern-Selbstvertrauen aufbauen müsse. Dann passiere auch die Motivation. Ein Problem für effektives Lernen aus seiner Sicht: »Die Schule lernt oft zu schnell.«

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