Miltenberger Schüler wollen Welt fair ändern

Projektwoche mit 150 Teilnehmern am Jugendhaus St. Kilian

Miltenberg
2 Min.

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"Werde Weltfairänderer": Unter diesem Banner startete am Dienstag am Miltenberger Jugendhaus St. Kilian eine Projektwoche, in der Schulklassen aus der Kreisstadt sich mit Themen wie Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein auseinandersetzen. Hier transportieren Schüler der Klasse 6c der Miltenberger Realschule in Teamarbeit ein Gefäß mit Wasser auf einem großen Tuch.
Foto: Marco Burgemeister
Jun­ge Men­schen für Um­welt­the­men sen­si­bi­li­sie­ren, ihr Be­wusst­sein für Nach­hal­tig­keit all­ge­mein und in der ei­ge­nen Le­bens­wei­se schär­fen so­wie auf so­li­da­ri­sche und ko­ope­ra­ti­ve Ver­hal­tens­wei­sen ach­ten: Für die­se Zie­le steht die Pro­jekt­wo­che »Wer­de Welt­fai­rän­de­rer« im und am Ju­gend­haus St. Ki­li­an, die an die­sem Frei­tag zu En­de geht.

Insgesamt fünf Schulen der Kreisstadt - Grundschule, Johannes-Hartung-Realschule, Heinrich-Ernst-Stötzner-Schule, Johannes-Butzbach-Gymnasium und Mittelschule - nehmen an der Projektwoche teil. Über diese Woche verteilt sind es nach Angaben Lukas Hartmann, Leiter des Tagungsbetrieb im Jugendhaus, 150 bis 160 Schüler.

Maria Zepke, Selina Lieb und Michaela König sind die Organisatorinnen der Projektwoche, kümmerten sich unter anderem um Aufbau der Zelte und Stellwände, betreuen die Schüler vor Ort. Alle drei arbeiten als Jugendbildungsreferentinnen, Zepke am Jugendhaus St. Kilian, Lieb bei der kirchlichen Jugendarbeit (kja) Untermain (Sitz in Würzburg) in einer Miltenberger Bürostelle und König im Referat Jugendarbeit und Schule (ebenfalls kja Würzburg). Letztgenanntes zeichnet auch für den inhaltlichen Bereich der Projektwoche mitverantwortlich.

Altersgerechte Workshops

Wie Zepke und Lieb bei einem Vor-Ort-Termin mit unserem Medienhaus am Dienstag - an dem eine sechste Klasse der Johannes-Hartung-Realschule und eine siebte Klasse der Heinrich-Ernst-Stötzner-Schule anwesend waren - erklärte, seien die Vormittage in zwei Workshop-Blöcke, einmal von von 9 bis 10.30 Uhr und dann nach einer Pause von 11 bis 12:30 Uhr, eingeteilt. In der Pause selbst steht dann ein Kreativangebot zur Verfügung; wer möchte, kann einen wiederverwendbaren Jute-Einkaufbeutel mit Lavendel-Druck verschönern und mit nach Hause nehmen, oder sich auf dem großzügigen Areal einfach nur eine Pause gönnen.

Da sich die Bandbreite der Klassen, welche die Woche über vorbeischauen, von der vierten bis zur zehnten Jahrgangsstufe erstreckt, würden die Themen altersgerecht gewählt und die Workshops auch altersgerecht angepasst, erklärten die beiden Bildungsreferentinnen. Sandra Schumann, Leiterin der Realschulklasse 6c, informierte, dass ihre Schüler an Workshops bei den Themen »Schokolade« und »Virtuelles Wasser« teilnehmen. Die Schüler seien interessiert dabei, so Schumanns Beobachtung.

Im Rahmen des Workshops zum Thema Wasser hatten die Schüler auch eine Kooperationsübung zu meistern: Es ging darum, gemeinsam ein auf einem großen Tuch abgestelltes Gefäß mit Wasser sicher über das Jugendhausgelände zu transportieren. Eine Aufgabe, die einerseits Teamgeist und Zusammenarbeit fördert, andererseits auch verdeutlichen soll, dass Wasser ein kostbares Gut ist, mit dem mit Bedacht und nicht verschwenderisch umgegangen werden sollte.

Bewusstsein geschärft

Die Realschüler begrüßten den Weltfairänderer-Tag, wie die Nachfrage in eine Schülerrunde ergab. Kommentare wie »Bis jetzt haben wir viel Spaß gehabt!« und »Wir haben etwas gelernt - beispielsweise, dass für viele Sachen, von denen es gar nicht so bekannt ist, viel Wasser gebraucht wird, zum Beispiel für Burger oder Chipstüten!« zeugen davon, dass der Projekttag gleichermaßen viel Freude vermittelt, aber auch Bewusstsein für Umwelt und Nachhaltigkeit schafft.

Neben den Worskshops informieren zahlreiche Stellwände über verschiedene Aspekte, beispielsweise wer wie viel an einer Jeans verdient oder Möglichkeiten des »fairen Einkaufs« in der Region. Nachdem die »Werde Weltfairänderer«-Projektwoche 2021 ihr Debüt hatte, war es demnach heuer die zweite Auflage. Wie Hartmann mitteilte, seien die Vormittage für Schulklassen reserviert und für die Nachmittage kirchliche Jugendverbände eingeladen worden, vorbeizuschauen. Für die Zukunft sei angedacht, das Konzept nach und nach zu öffnen und zu erweitern, beispielsweise sollen dann 2023 auch nicht-kirchliche Jugendgruppen - beispielsweise Interessenten aus den den Reihen von Jugendtreffs - an den Nachmittagen teilnehmen können.

Hintergrund: "Werde Weltfairänderer"

Die Projektwoche "Werde Weltfairänderer" auf dem Außengelände des Miltenberger Jugendhauses St. Kilian vom 21. bis 24. Juni wird in Kooperation mit der Diözesanen Fachstelle für Jugendarbeit und Schule der kja Würzburg realisiert. Seinen Ursprung hat das Projekt im Bistum Mainz (Bischöfliches Jugendamt), es sind bereits neben Würzburg noch weitere Diözesen mit dabei, welche entsprechende Aktionen anbieten. Die Woche steht unter den vier thematischen Schwerpunkten "Soziale Fairness", "Ökologische Fairness", "Ökumenische Fairness" und "Ethische/Theologische Fairness". Wie die beiden Jugendbildungsreferentinnen Maria Zepke und Selina Lieb, welche an der Organisation in Miltenberg beteiligt sind, erklärten, würden die Lehrer der angemeldeten Schulklassen bereits im Vorfeld des Besuchs mit ihren Schülern erörtern, welche Workshops aus dem vorhandenen Angebot gewählt würden: "Schokolade", "Müll", "Soziale Gerechtigkeit", Fair Fashion", "Virtuelles Wasser", "Obst & Gemüse" und "Plastik" lauten deren Titel. Gefördert wird die Projektwoche vom Bayerischen Jugendring, die Sparkasse Miltenberg-Obernburg leistet Unterstützung. Pro teilnehmende Person werden zwei Euro fällig, welche von den einzelnen Schulen eingesammelt werden.

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