Kultursommer: Stadtkapelle wagt Neues auf der Mildenburg

Wenn Blasmusik auf Reggae trifft

Miltenberg
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Urlaubsgefühle kamen bei "No Women No Cry" auf: Mit ihrem dynamischen Spiel begeisterte die Miltenberger Stadtkapelle das Publikum.
Foto: Jennifer Lässig
Mit ei­nem in­no­va­ti­ven Pro­gramm aus zünf­ti­ger Blas­mu­sik, Reg­ga­e­klän­gen und Ohr­wür­mern hat die Stadt­ka­pel­le Mil­ten­berg am Mitt­woch­a­bend im Rah­men des Kul­tur­som­mers auf der Mil­den­burg 70 Zu­hö­rer be­geis­tert. Or­ga­ni­siert wird der Kul­tur­som­mer von der Mil­ten­ber­ger Stadt­kul­tur in Ko­ope­ra­ti­on mit der Stadt­büche­rei.

Rund eine Stunde nahmen die Musiker unter dem Titel »Neue Wege gehen« ihr Publikum auf eine außergewöhnliche musikalische Reise mit. Dirigent Dominik Giegerich versorgte die Zuhörer zwischen den Stücken mit Informationen, die humorvoll mit Witzen und Anekdoten angereichert waren

Zu Beginn nahmen hohe, kurze Trompeten- und Flügelhorntöne die Zuhörer mit auf den »Coburger Marsch«. In gediegenem Melodienfluss, abgerundet durch dezentes Schlagwerk, akzentuierten punktgenaue kurze Stakkati und fein betonte Legati diesen Kavallerie-Präsentiermarsch. Bei der »Böhmischen Serenade« wenig später brillierte Stefan Adrian mit hellen und klaren Trompetensoli, begleitet vom mehrstimmigen Spiel der restlichen Kapelle.

Gleich zwei Klassiker hintereinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten, präsentierten die Bläser mit dem »You Never Walk Alone« aus der Fernsehserie »Freunde fürs Leben« und »No Women No Cry« von Bob Marley. Umschmeichelten lang gehaltene und sachte dahinfließende Töne bei der Fernsehkultmelodie das Gehör, versprühten die kurzen, zackigen Klänge und das dynamische Spiel des Reggaeklassikers echte Urlaubsstimmung.

Ein fetziges und akkurates Klarinettenspiel, bei dem die Finger nur so über die Klappen huschten, durften die Gäste beim »Clarinando« genießen. Carolin Ziegler und Johannes Hofmann lieferten sich an ihren Holzblasinstrumenten ein flottes Antwortspiel mit dem Rest der Kapelle. Erst nach zwei Zugaben und großem Applaus durften die Musiker schließlich ihre Instrumente aus der Hand legen.

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