Neue Ausstellung: Karla Grasmücks Faszination für das Pferd als Kunstobjekt

Gemälde des Waldaschaffer Künstlerin im Klingenberger Löw-Haus

Klingenberg a.Main
2 Min.

Kommentieren

Sie müssen sich anmelden um diese Funktionalität nutzen zu können.

Pferde in Bewegung: Unter diesem Titel stellt Karla Grasmück Malerei im Klingenberger Löw-Haus aus.
Foto: Marco Burgemeister
Die Sc­hön­heit, Ele­ganz und En­er­gie von Pfer­den mit gro­ßem Ta­lent und Blick für De­tails auf Lein­wand ge­bannt, da­zu er­gän­zend ei­ni­ge wei­te­re Bil­der mit un­ter an­de­rem Na­tur­mo­ti­ven: In der ak­tu­el­len Aus­stel­lung von Kar­la Gras­mück (72) im Löw-Haus/Haus der Kunst in der Haupt­stra­ße 29, mit­ten in der Klingenberger Alt­stadt ge­le­gen, gibt es der­zeit viel zu ent­de­cken.

Auf drei Etagen ist die Malerei der in Waldaschaff lebenden Künstlerin zu sehen. »Pferde in Bewegung« lautet dann auch passenderweise, Bezug nehmend auf das gesetzte Schwerpunktthema, der Titel ihrer Werkschau. Vernissage war am Samstagabend, Veranstalter der Kunstraum in Churfranken in Kooperation mit der Stadt Klingenberg.

Grasmück besuchte die Grafik- und Designkunstschule in Frankfurt/Main. Es folgte eine Weiterbildung an der Kunstschule Bahnhof, Dreieich bei Otto Dix' Meisterschüler Klaus Winter. In der Kunstschule Hammerhof verfeinerte sie bei Rosmarie Riescher ihre Technik. Mit ihr reiste sie im Rahmen zweier Art-Safaris durch Marokko und Südafrika - Eindrücke dieser Reisen sind ebenfalls in der aktuellen Ausstellung zu finden.

Die Gemälde von Grasmück sind größtenteils Ölgemälde, dazu kommen noch einige, die in Acrylfarben angefertigt wurden. Ihrer Darstellungen von Pferden - mal mit Menschen, mal nur die Tiere an sich - zeichnen sich durch ein feines Gespür für Form und Farbe aus. Ein gutes Beispiel dafür ist das treffend betitelte »Freude«, das zwei galoppierende Pferde zum Motiv hat, deren Kraft beim Betrachten des Gemäldes förmlich spürbar wird, aber dennoch wirken die beiden Tiere gleichzeitig anmutig, was diesem - und vielen weiteren - Motiven einen ganz besonderen Glanz und eine wunderbare Aura verleiht. Die weitere Kunst von Grasmück, die 30 Jahre lang selbst Reiterin war, zeigt oft auch die Beziehungen und das Miteinander von Mensch und Pferd in diversen Szenarien.

Das Exponat »Ein Teil vom Baum«, umgesetzt mit Acryl, präsentiert eine andere Facette der Ausstellenden, in dem hier gemäß dem Titel ein Ausschnitt der Natur in den Vordergrund gestellt wird. Darüber hinaus wissen die gemalten, fast schon fotorealistischen Blumenbilder zu gefallen. Gleichbleibend und der gemeinsame Nenner mit den Pferdebildern ist Grasmücks Fähigkeit, eine beeindruckende Wirkung zu erzeugen, die aber dennoch zu keinem Zeitpunkt trotz aller Nuancen überfrachtet erscheint. Somit fügt sich alles innerhalb der Ausstellung trotz der Unterschiede bestens zusammen.

Dieter Mocka, Vorsitzender des Kunstraums, hieß die Gäste am Samstag zum offiziellen Teil des Abends auf der Gasse vor dem Löw-Haus willkommen. Klingenbergs Zweiter Bürgermeister Harald Fischmann überbrachte die Grüße von Stadt und Stadtrat und zeigte sich über den Zuspruch zur Ausstellungseröffnung und darüber, dass das Konzept, in der Stadt Kunst zu präsentieren, gut angenommen werde, sehr erfreut. Fischmann gab einen kleinen Exkurs zu Pferden und in diesem unter anderem zur Geschichte und der Domestizierung der Tiere.

Die Laudatio übernahm Maike Grasmück, Schwiegertochter der Künstlerin. »Ihre Malerei schöpft aus ihrem eigenen Erleben.«, sagte die Laudatorin zum Hintergrund von Karla Geasmück und ging auf deren Werdegang ein: »Anfang der Achtzigerjahre zog Karla mit ihrer Familie in die USA. Sie lebten im nördlichen Texas in einer mittelgroßen Stadt, umgeben von der endlosen Weite der Prärie. In dieser Umgebung ist der Kontakt zu Pferden nahezu unausweichlich.«. Die Faszination für das Malen begleite Karla Grasmück seit frühester Kindheit: »Ihr Lieblingsfach in der Schule war natürlich Kunst.«

Geöffnet bis 25. September samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr

Kommentare

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie angemeldet und Ihre E-Mail Adresse bestätigt sein!


Benutzername
Passwort
Anmeldung über Cookie merken
laden

Artikel einbinden
Sie möchten diesen Artikel in Ihre eigene Webseite integrieren?
Mit diesem Modul haben Sie die Möglichkeit dazu – ganz einfach und kostenlos!