Kampf gegen den Ärztemangel

Gesundheit: Erneutes Famulaturprogramm im Landkreis Miltenberg - Arbeitsgruppe bespricht Situation

Miltenberg
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Ge­mein­sam mit der neu­en Ge­schäfts­s­tel­len­lei­te­rin der Ge­sund­heits­re­gi­on plus, Ali­ca Bach­mann, hat die Ar­beits­grup­pe Ge­sund­heits­ver­sor­gung in Mil­ten­berg die durch die Pan­de­mie ent­stan­de­nen Her­aus­for­de­run­gen be­spro­chen und ak­tu­el­le Be­dar­fe ana­ly­siert. The­men wie die haus- und kin­der­ärzt­li­che Ver­sor­gung, die Si­tua­ti­on des all­ge­mei­nen ärzt­li­chen Be­reit­schafts­di­ens­tes so­wie das Fa­mu­la­tur­pro­gramm stan­den laut Mit­tei­lung des Land­rat­sam­tes eben­falls auf der Ta­ges­ord­nung.

Um die drohende Unterversorgung im Bereich der Kinderärzte zu verhindern, hat der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) verschiedene Fördermittel ausgelobt. Seither gibt es laut Mitteilung positive Entwicklungen. Von den bislang 1,5 offenen Kinderarztsitzen im Landkreis sei zwischenzeitlich ein Sitz im Rahmen einer Anstellung in einer Kinderarztpraxis zum 1. Oktober besetzt worden. Im Hinblick auf die ungünstige Altersstruktur der niedergelassenen Kinderärzte werde die KVB weiter die Nachbesetzung von Kinderarztpraxen finanziell fördern.

Die langfristige Sicherung der ärztlichen Versorgung im hausärztlichen Bereich erhofft sich der Landkreis durch ein erneutes Famulaturprogramm. Dieses hält laut Landratsamt vom 28. August bis 27. September für Studierende der Medizin, die ihre Famulatur im Landkreis absolvieren, ein Programm aus fachlichen Workshops und Freizeitangeboten bereit. Neben der Unterstützung durch den Hartmannbund, den bayerischen Hausärzteverband, den ärztlichen Kreisverband Aschaffenburg-Untermain, das Ärztenetz am Untermain, die (Haus-) Ärzte aus dem Landkreis und der Helios-Klinik hätten sich in diesem Jahr auch die Krankenkassen Akzo Nobel Obernburg und die AOK Aschaffenburg sowie das Bayerische Rote Kreuz Miltenberg-Obernburg an der Umsetzung beteiligt. Projektkoordinatorin Pamina Hagen stellte das Programm vor. Es soll die Brücke zwischen Medizinerausbildung und Hausarztpraxis schlagen und Medizinstudierenden einen Einblick in die Allgemeinmedizin sowie die Arbeits- und Lebensbedingungen in den Regionen ermöglichen. Ziel ist es, die Studierenden im Anschluss an Studium und Facharztausbildung für eine Niederlassung oder angestellte Tätigkeit in einer ländlichen Hausarztpraxis zu gewinnen.

Neben der haus- und kinderärztlichen Versorgung ist laut Landratsamt auch die Situation des ärztlichen Bereitschafts- und Rettungsdienstes eine Herausforderung. Nach zwei Jahren Pandemie hätten diese mit vielschichtigen Problemen zu kämpfen, insbesondere mit Personalmangel und erhöhtem Einsatzaufkommen. Als Ursache werden etwa verunsicherte Bürger, Fehleinsätze durch medizinische Bagatellen und die stetig schlechter werdende ärztliche Versorgung auf dem Land genannt. Darüber hinaus klagten Apotheken über Lieferengpässe, überbordende Bürokratie und Personalmangel. Aufgefallen ist darüber hinaus der Bedarf an Kinder- und Jugendpsychologen.

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