Jubiläums-Buch: der Odenwaldkreis und seine Kommunen

Odenwald-Regional-Gesellschaft sucht Mitglieder für Fahrgastbeirat - Corona-Inzidenzzahl steigt auf über 1100 an

Odenwaldkreis
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Zum 50jährigen Jubiläum stellt der Odenwaldkreis sich und seine Kommunen in Buchform vor. Mit ihrem Werk zufrieden sind (von links) der Kreistagsvorsitzende Rüdiger Holschuh, Landrat Frank Matiaske und Konstantina Koch von der Pressestelle.
Foto: Manfred Giebenhain
Der Blick in den Oden­wald rich­tet sich heu­te auf ein reich­lich be­bil­der­tes Buch, das das Land­rat­s­amt aus An­lass des 50-jäh­ri­gen Be­ste­hens des Oden­wald­k­rei­ses her­aus­ge­ge­ben hat. Die Oden­wald-Re­gio­nal-Ge­sell­schaft ruft zur Mit­ar­beit in dem zu bil­den­den Fahr­gast­bei­rat auf und mit ei­nem re­kord­ver­däch­ti­gen Wert der Sie­ben­ta­ge-In­zi­denz von über 1100 hat sich die In­fek­ti­ons­la­ge wei­ter zu­ge­spitzt.

Publikation:Anlässlich seines 50-jährigen Bestehens hat der Odenwaldkreis ein Porträt des Landkreises und seiner zwölf Kommunen in Buchform herausgebracht. Auf 150 Seiten werden die Ereignisse vor der Gebietsreform 1972 beleuchtet. Spannend lesen sich die Schilderungen über das Vorgehen des damaligen Landrats Gustav Hoffmann sowie die politischen Debatten im Kreistag vor mehr als 50 Jahren.

Als Zeitzeuge kommt Philipp Loos zu Wort, seinerzeit Bürgermeister von Fränkisch-Crumbach. Er berichtet über die damalige Situation und sein Handeln als Rathauschef. Auch wird auf die Wurzeln des Landkreises eingegangen, die bis 1822 zurückreichen. Insofern wird ein weiteres Jubiläum, die Bildung der Landrats- und Landgerichtsbezirke Breuberg und Erbach vor 200 Jahren durch Großherzog Ludwig I. in Erinnerung gerufen. Wer sich für den Verlauf der Geschichte am Ende des Feudalismus bis zum Ende des Ersten Weltkriegs interessiert, wird im hinteren Teil fündig. Jede Kommune ist mit zehn Seiten vertreten.

Wie nah sich Geschichte und Moderne sind, darauf macht auch das Titelfoto aufmerksam, das im Vordergrund die Kirche von Sandbach und dahinter das Firmengelände des Reifenproduzenten Pirelli zeigt. Landrat Frank Matiaske wird im Grußwort mit den Worten zitiert: »Es gibt eine enge Bindung der hier lebenden Menschen mit ihrem Odenwald.« Ländliche Räume wie der Odenwaldkreis haben nach seiner Überzeugung »eine gute Zukunft, für die wir allerdings auf vielen Feldern aktiv arbeiten müssen«.

Das Jubiläumsbuch ist in einem festen Einband in den Abmessungen 24,5 mal 24,5 Zentimeter in einer Auflage von 700 Exemplaren erschienen. Erhältlich ist der Band für 15 Euro in der Kreisverwaltung (Bürgerservice) sowie in den Rathäusern der Städte und Gemeinden.

Mitsprache:Die Odenwald-Regional-Gesellschaft (Oreg) mbH sucht Nutzer des Öffentlichen Nahverkehrs, die sich im lokalen Fahrgastbeirat Odenwaldkreis engagieren möchten. Der Aufruf darf als Neustart betrachtet werden, nachdem das Gremium sich nach Ablauf der zweijährigen Amtszeit selbst aufgelöst hatte. In den letzten beiden Jahren war es coronabedingt nicht möglich, Sitzungen oder Zusammenkünfte abzuhalten. Ziel des Gremiums ist und bleibt die nachhaltige Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs im Odenwaldkreis.

Aus diesem Anlass trifft sich der lokale Fahrgastbeirat Odenwaldkreis in der Regel zweimal jährlich. Der Meldung der Oreg nach wird das Gremium frühzeitig über kundenrelevante Maßnahmen der Oreg und des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) informiert und kann daher aus Kundensicht die Wünsche und Anregungen gezielt in die endgültigen Planungen einfließen lassen. Die neue Amtszeit der Fahrgastbeiräte beginnt im Oktober. Der lokale Fahrgastbeirat wurde 2006 gegründet und setzt sich seither aus ehrenamtlich tätigen Beiräten sowie Vertretern der Oreg und den Odenwälder Verkehrsbetrieben zusammen. Bewerbungen werden bis 2. September per E-Mail an fahrgastbeirat@odenwaldmobil.de entgegengenommen.

Spitzenwerte:Das Coronavirus breitet sich auch im Odenwaldkreis immer weiter aus. Einer Meldung aus dem Landratsamt nach (Stand Dienstag) wurden seit Ausbruch der Pandemie inzwischen 35.137 Personen positiv auf das Virus getestet, was mehr als einem Drittel der Bevölkerung entspricht. Als genesen gelten 34 309 Personen. An Todesfällen in Zusammenhang mit der Virusinfektion werden 232 Menschen angegeben. Die Siebentage-Inzidenz ist rasant auf 1101,8 gestiegen. Der Infektionssaldo beträgt 596.

Allein in den vergangenen sieben Tagen wurden über 1000 Neu-Infektionen registriert; darunter die meisten in Erbach und Michelstadt (325). Im Raum Höchst/Breuberg/Lützelbach waren es 267. Auf der Corona-Station im Gesundheitszentrum in Erbach werden derzeit 17 Patienten behandelt, drei davon auf der Intensivstation. In Kliniken außerhalb des Kreises befinden sich vier weitere Patienten.

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