Josef Schachner feiert Priesterjubiläum in Breuberg

"Er ist einer von uns"

Breuberg
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Seit 25 Jahren Pfarrer: Josef Schachner nimmt in Breuberg die Glückwünsche von Bürgermeister Jörg Springer entgegen.
Foto: Gabriele Lermann
Mit ei­nem Fest­got­tes­di­enst in der ka­tho­li­schen Kir­che in Neu­stadt hat Pfar­rer Jo­sef Schach­ner den 25. Jah­res­tag sei­ner Pries­ter­wei­he ge­fei­ert. Der Geist­li­che lei­tet seit 20 Jah­ren die Pfarr­ge­mein­de in Breu­berg, seit ver­gan­ge­nem Jahr auch je­ne in Höchst.

»Ich kenne ihn seit bereits als Schüler, seit über 50 Jahren«, sagte Laudator Pfarrer Franz Eduard Schließmann (Zwingenberg). Beruflich habe Josef Schachner als pflichtbewusster Bäckermeister im Familienbetrieb »erst kleine Brötchen gebacken«. Letztlich seien es auch viele Reise in ferne Länder gewesen, die den späteren Theologen dazu bewogen hätten, »sich der geistlichen Nahrung des Glaubens zu verschreiben«. Im Alter von 32 Jahren entscheid er sich für das Priesteramt, absolvierte ein Studium sowie Praktika als Kaplan und Seelsorger. Am 9. Juli 1994 wurde er im Trierer Dom durch Bischof Hermann Josef Spital zum Priester geweiht. 1999 trat er seinen Dienst in der Pfarrei Hl. Karl Borromäus in Breuberg an.

Ohne seine treue Helferin Edeltraud Blecker, die als Haushälterin viele für ein adäquates Zuhause im neuen Wirkungsfeld gesorgt hat, wäre der Schritt viel schwerer geworden. Eine Hilfe, die Josef Schachner stet zu schätzen gewusst habe, so der Laudator. Als die Haushälterin im bereits betagten Alter zum Pflegefall wurde, war es eine Selbstverständlichkeit, sie in keine fremden Hände zu geben, sondern im Pfarrhaus über Jahre mit Hilfe aus der Gemeinde zu pflegen. »Er ist immer im Einsatz für die Menschen«, lobte Schließmann den Jubilar. Von Schwächen, so der Laudator, sei niemand befreit, der stets in der Öffentlichkeit stehe. Wesentlich sei aber seine Funktion als leidenschaftlicher Helfender weit über die eigene Gemeinde hinaus und somit auch als Brückenbauer. »Wer selbst nicht brennt, der kann auch kein Feuer entfachen. Vielleicht ist es mangels solcher Menschen so oft dunkel in dieser Welt«, betonte Schließmann.

Bürgernah, kontaktfreudig

»Geh deinen Weg weiter, auch wenn das Ziel nicht deutlich sichtbar ist«, so der Laudator, »weitere 25 Jahre können der Gemeinde wie der Region nur guttun.« Darin waren sich auch die weltlichen Redner im Anschluss es feierlichen Gottesdienstes, den neben Schließmann die Ruhestandspfarrer Günter Ludwig (Rheinhessen) und Wolfgang Zopora (Mömlingen), Schulpfarrer Martin Birkenhauer (Saarbrücken) und Pater Dominik als Vertreter der vietnamesischen Gemeinde mitgestalteten, einig. Bodenständige Bürgernähe, eine übergroße Hilfsbereitschaft und lokales Engagement sprachen sie dem Jubilar zu. Die persönliche Zuwendung gegenüber Bürgern, auch außerhalb der katholischen Gemeinde, die sich in schwierigen Lebenssituationen befänden, gehe stets weit über dienstliche Pflichten hinaus, etwa die unzähligen Besuche auch in entfernten Krankenhäusern, bei Familien und Trauernden oder bei alleinstehenden Senioren.

Geistlich biete der Jubilar er nicht nur den Katholiken anderer Nationen eine Willkommensgemeinde sowie ein offenes Haus, so Bürgermeister Jörg Springer. Aktiv im Christlich-Islamischen Arbeitskreis Breuberg, pflege er zudem die interreligiöse Freundschaft. »Er mischt sich gern ein«, spielte Springer auf die wachsame Teilhabe auch bei politischen Entscheidungen des Pfarrers an. Die freundschaftliche und nachhaltige Pflege der Kontakte nicht nur innerhalb der örtlichen christlichen Gemeinden hob der evangelische Pfarrer Volker Keil hervor. Für den treuen Einsatz in seinen Gemeinden dankte Dekan Karl-Heinz Drobner.

Für die Pfadfinder bedankte sich Martin Tschursch für seine große Unterstützung der Jugendorganisation, Josef Schachner habe die Pfadfinder in Breuberg maßgeblich geprägt und er freue sich auf weitere, langfristige Zusammenarbeit. Die bodenständige Hilfsbereitschaft wie Bürgernähe des Pfarrers hob für die Ortsvereine Vereinsringvorsitzender Jürgen Reinhardt hervor. »Er hat von Anfang an gezeigt, er ist einer von uns!« Dem Festgottesdienst schloss sich ein ebenso gut besuchtes Fest im Pfarrhof an.

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