Hessens Ministerpräsident Rhein besucht Gewerbepark in Michelstadt

Müllabfuhr-Zweckverband beschließt Neustrukturierung - Breuberg kündigt Ausbildungsprojekt mit Schule an

Odenwaldkreis
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Zum Besuch im Gewerbepark Hüttenwerk in Michelstadt: Der neue Hessische Ministerpräsident Boris Rhein (Mitte) und die Landtagsabgeordnete Sandra Funken lassen sich von Kay Rogge von der Odenwald Faserplattenwerk GmbH die Fertigung erklären.
Foto: Manfred Giebenhain
Der Blick in den Oden­wald rich­tet sich heu­te auf den An­tritts­be­such des neu­en hes­si­schen Mi­nis­ter­prä­si­den­ten Bo­ris Rhein (CDU) im Oden­wald­kreis, der vor ei­ner Wo­che in Mi­chel­stadt und in Ober­zent statt­ge­fun­den hat. Mit der be­sch­los­se­nen Neu­struk­tu­rie­rung der Müll­ab­ho­lung im Land­kreis wer­den sich von 2024 an auch die Zei­ten für die Ent­lee­rung der Sam­mel­be­häl­ter än­dern. Und in Breu­berg ste­hen an­läss­lich des Ju­bi­läums »50 Jah­re Stadt« et­li­che Ver­sc­hö­ne­rungs­ar­bei­ten an.

Im Dialog: Mit der Besichtigung des Gewerbeparks Hüttenwerk im Michelstädter Stadtteil Asselbrunn hat der neue hessische Ministerpräsident Boris Rhein seinen Antrittsbesuch im kleinsten Landkreis Hessens vollzogen. Es war zugleich die erste Begegnung in Unternehmen in der neuen Rolle als Landeschef. Am Austausch mit Wirtschaftsvertretern waren als Gastgeber der Mitgründer und Mitinhaber des Gewerbeparks, Christian Mühlhäuser, der Vorsitzende der Industrievereinigung Odenwaldkreis, Rudolf Burjanko, der Erbacher Unternehmer Stephan Koziol, Geschäftsführer von im Gewerbepark ansässigen Unternehmen sowie der Schulleiter des Beruflichen Schulzentrums Odenwaldkreis, Wilfried Schulz, beteiligt. Für die Staatskanzlei stand der Besuch für den Anfang eines »Zukunftsdialogs mit der Industrie«, der den Fokus auf Klimaschutz und zukunftsorientierte Regionalentwicklung richte. Im Anschluss begleitete Rhein die Eröffnung des Beerfelder Pferdemarkts in Oberzent.

Mühlhäuser stellte zu Beginn des Besuchsprogramms die wichtigsten Stationen der über 450 Jahre alten Geschichte des Standorts von der Eisenverhüttung bis zum Gewerbepark vor, in dem heute 15 Unternehmen ansässig sind. Die Bruttowertschöpfung im Landkreis werde mit nahezu 95 Prozent vom produzierenden Gewerbe sowie der Dienstleistungsbranche erbracht, erläuterte Burjanko. Als »Brennpunkte« definierten er und weitere Wirtschaftsvertreter, eine ihrer Ansicht nach zu geringe Wahrnehmung der Leistungsfähigkeit der Odenwälder Wirtschaft in den Ballungsräumen sowie Schwächen in der Infrastruktur; dies am Beispiel von überlasteten Abschnitten entlang der Bundesstraßen 38 und 45. Schulz machte auf den Fachkräftebedarf aufmerksam und stellte das neue Studienangebot in Internationaler Betriebswirtschaftslehre und das Lern- und Forschungszentrum vor.

Im Umbruch: Die Verbandsversammlung des Müllabfuhr-Zweckverband (MZVO) hat in ihrer Sitzung mit 25 Ja- bei sieben Nein-Stimmen und einer Enthaltung den aus mehreren Schritten bestehenden Neustrukturierungsprozess beschlossen. Wie berichtet, stehen im Mittelpunkt die Vorbereitungen für eine Ausschreibung von Leistungspaketen, wie sie ab dem Jahr 2024 erbracht werden sollen. Restmüll und Biotonne werden in einem gemeinsamen Los vergeben, das zunächst auf sechs Jahre veranschlagt ist. Wurde bisher Miete für die Bereitstellung von Sammelbehältern entrichtet, wird der MZVO zusammen 90.000 Behälter für Restmüll, Biomüll und Papier anschaffen, was mit drei bis 3,5 Millionen Euro im Haushalt 2023 zu Buche schlagen wird. Mit 27 Nein- bei sechs Ja-Stimmen nicht durchsetzen konnte sich ein Antrag, die Beschlussfassung zu vertagen, damit die Gemeinden mehr Zeit für Beratungen hätten.

Alle zum Einsatz kommende Behälter werden mit einem Identsystem ausgestattet. Hierfür laufen die Vorbereitungen für die erforderliche Software und Chip-Systeme bereits an, damit 2023 die Implementierung der Software in den Gemeinden vorgenommen werden kann. Im Haushalt sind 300.000 Euro vorgesehen. Mit den neuen Behältern einher gehen neue Abholrhythmen. Die 120- und 240-Liter-Restmülltonnen werden von 2024 an im Rhythmus von vier Wochen entleert; die 1100 Literbehälter weiterhin wöchentlich. Biomüllbehälter in den Größen von 60, 120 und 240 Liter werden vierzehntägig und die 240-Liter- sowie 1100-Liter-Behälter für Papier vierwöchentlich geleert.

In Bewegung:Die Stadtverwaltung von Breuberg hat mitgeteilt, dass im Rahmen des 50-jährigen Bestehens der Stadt seit vergangenem Montag bis zum Mittwoch, 21. Juli, ein Ausbildungsprojekt in Zusammenarbeit mit der Georg-Ackermann-Schule stattfindet. In diesem Zeitraum wird die Aussichtsplattform am Burgberg im Stadtteil Neustadt teilsaniert und eine Kräuterschnecke am Burghang gebaut. In der Mannsfahrt-Aue wird ein Barfußpfad angelegt und im Stadtteil Wald-Amorbach die Baumscheibenausstellung restauriert. Ferner stehen Pflanzarbeiten, der Bau einer Schutzhütte für Wanderer und Radfahrer sowie die Aufstellung von Ruhebänken auf dem Programm.

Die beteiligten Schüler erhalten in den Projekttagen Einblicke in die Ausbildungsberufe Schreiner, Garten- und Landschaftsbauer, Tiefbauer, Gärtner und Schlosser. Nebenbei besteht die Möglichkeit, erste Kontakte mit Ausbildungsbetrieben zu knüpfen. Die Ergebnisse werden am 21. Juli um 13 Uhr der Öffentlichkeit vorgestellt. Treffpunkt ist die Breuberghalle im Stadtteil Neustadt.

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