Gesundheitsregion plus meldet erste Verbesserungen

Medizin: Kopfschmerzen bereitet allerdings weiterhin die sinkende Anzahl an Ärzten im Landkreis Miltenberg

Kreis Miltenberg
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Die Ge­sund­heits­re­gi­on plus hat im Land­kreis Mil­ten­berg rich­tig Fahrt auf­ge­nom­men, so fasst der Fort­schritts­be­richt des Land­rat­samts die ver­gan­ge­nen sechs Mo­na­te zu­sam­men. In ei­ner Pres­se­mit­tei­lung ver­weist die Kreis­be­hör­de auf zahl­rei­che Pro­jek­te und Ak­tio­nen.
»Es ist eindrucksvoll, was in dieser Zeit alles geleistet wurde«, wird Landrat Jens Marco Scherf zitiert. Vor kurzem wurde das Pflegenetz gegründet, in dem sich 21 Pflegeeinrichtungen zusammengeschlossen haben, um unter anderem gemeinsam Werbung für die Pflegeberufe zu machen sowie Fort- und Weiterbildungen für die Pflegekräfte anzubieten. Die Arbeitsgruppe Gesundheitsförderung und Prävention hat für den bewährten Gesundheitstag viele Mitmachelemente entwickelt, um den Besuch zum Erlebnis für die ganze Familie zu machen.
Angekündigt wird in der Pressemitteilung auch ein Umzug der Bereitschaftsdienstpraxis am Erlenbacher Krankenhaus innerhalb des Klinikbereiches, um die Raumsituation zu verbessern. Für Verbesserung in der angespannten Kinderarztsituation sorge Adam Fersch, als der inzwischen siebte Kinderarzt im Kreis. Fersch praktiziere mit einer halben Stelle in Elsenfeld, informiert Landrat Scherf. Der Andrang dort sei aber so große, dass bereits Ende Januar die Zahlen für das komplette Quartal erreicht waren. Die gewünschte Aufstockung auf eine drei Viertel oder eine ganze Stelle, habe die Kassenärztliche Vereinigung (KV) bislang aber nicht genehmigt. Scherf ist mit der KV im Gespräch, um zeitnah eine Lösung zu finden. Eine ähnliche Situation herrscht auch bei der Psychotherapie sowie der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie.
Laut Pressemitteilung hat das Gesundheitsforum auch die von der Odenwald-Allianz angestrebte zweite Bereitschaftspraxis in Miltenberg diskutiert. Die für Februar angekündigt Entscheidung der KV werde in Kürze erwartet. Grund für die Verzögerung sei das Nachreichen und Prüfen weiterer Umlagen. Im Gremium wurde Skepsis laut, ob der Betrieb einer zweiten Bereitschaftspraxis mit den derzeit zur Verfügung stehenden Ärzten realisierbar ist.
In diesem Zusammenhang berichtete Reinfried Galmbacher von weiteren Ärzten, die ihre Praxen bereits aufgegeben haben oder jetzt aufgeben: Im Bereich Miltenberg handele es sich um drei Ärzte mit insgesamt 1500 Patienten, im Bereich Klingenberg/Erlenbach/Wörth seien es vier Ärzte.
Landrat Scherf stellte dazu fest, dass man an einem »Begleitpaket« arbeiten müsse, um jungen Ärzten im Rahmen von überörtlichen Gemeinschaftspraxen ein »Andocken« zu ermöglichen. Der im September gegründete Weiterbildungsverbund sei ein erster, sehr wichtiger Baustein.
Als Geschäftsstellenleiterin der Gesundheitsregion plus ausgeschieden ist Judith Seidel. Nachfolgerin wird Lena Ullrich, die in Darmstadt Pflege und Gesundheitsförderung studierte und einen Masterabschluss in Public Health erreichte. Georg Kümmel
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