Stadtrat erlaubt Gedenktafel für Arme Schulschwestern in Amorbach

Erinnerung an segensreiches Wirken der Kongregation in den Jahren zwischen 1930 und 1997

Amorbach
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An die Armen Schulschwestern erinnert in Amorbach heute nur noch ein Achtergrab im Friedhof, das nicht mehr verlängert wurde. Künftig soll eine Gedenktafel an der Theresia-Gerhardinger-Realschule an das Wirken der Kongregation erinnern. Foto: Winfried Zang
Foto: Winfried Zang
In Er­in­ne­rung und in Dank­bar­keit für das Wir­ken der Ar­men Schul­schwes­tern wird die Stadt Amor­bach der Kon­g­re­ga­ti­on ei­ne Ge­denk­ta­fel an der The­re­sia-Ger­har­din­ger-Real­schu­le er­rich­ten. Dies hat der Stadt­rat am Don­ners­ta­g­a­bend in sei­ner Sit­zung im Feu­er­wehr­haus bei ei­ner Ge­gen­stim­me ent­schie­den.

Die Kongregation, die von Theresia Gerhardinger gegründet wurde, hatte laut Bürgermeister Peter Schmitt (CSU) in den Jahren von 1930 bis 1997 in Amorbach in der damaligen Mädchenrealschule gewirkt. An die Schulschwestern erinnert heute lediglich noch ein Achtergrab auf dem städtischen Friedhof, dessen Nutzungsrecht bereit im Mai 2021 abgelaufen ist und das laut Auskunft der Schulschwestern nicht verlängert werden soll.

Anfrage des Ordens

Bei der Stadt Amorbach sei eine Anfrage der Schulschwestern eingegangen, ob es möglich sei, auf dem Friedhof oder an der Klostermauer bei der Theresia-Gerhardinger-Realschule eine Gedenktafel anzubringen. Dem Schreiben beigefügt war ein Entwurf, wie eine solche Gedenktafel aussehen könnte. Der Verwaltungsausschuss habe dem Wunsch der Schulschwestern positiv gegenübergestanden, erläuterte Schmitt.

In einem Gespräch mit dem Leiter der Theresia-Gerhardinger-Realschule habe dieser sein Einverständnis erklärt, vor der Realisierung müsse aber noch mit der Diözese gesprochen werden. Karl Albert Haas (SPD) fand einen Passus im Schreiben der Schulschwestern befremdlich, wonach »eine Kostenbeteiligung möglich ist.« Normalerweise funktioniere das anders, sagte er: »Wenn es der Wunsch der Schulschwestern ist, dann müssten sie fragen, ob sich die Stadt an den Kosten beteiligen möchte.«

Mehrere Stadträte dagegen sprachen sich für die Anbringung der Tafel aus in Anerkennung der langen Zeit, in denen die Armen Schulschwestern segensreich gewirkt hätten. Clemens Baier (CSU) erinnerte an viele Generationen von Amorbacher Mädchen, die hier zur Schule gegangen seien, deshalb entspreche der Wunsch der Kongregation sicher dem Wunsch vieler Amorbacher. »Die Tafel sollte im Budget noch möglich sein«, fand er. Bernd Schötterl (Freie Wähler) wollte sogar einen Teil selbst dazu beitragen: »Wenn es an den Kosten scheitert, gebe ich gern 100 Euro dazu.« Wolfgang Härtel (SPD) schlug vor, die Kosten gemeinsam von Stadt und Kongregation zu tragen.

Gegen den Beschlussvorschlag, dass die Stadt gemeinsam mit den Schulschwestern oder Dritten die Tafel ermöglicht, hob nur Karl-Albert Haas die Hand.

Stadtrat in Kürze

Diese weiteren Punkte wurden im Amorbacher Stadtrat angesprochen:

Glasfaserausbau: Erfreut zeigte sich der Bürgermeister über den von der Firma BBV zugesagten Glasfaserausbau in neun Kommunen der Odenwald-Allianz, darunter Amorbach mit Ortsteilen. Der Ausbau habe bei einem Glasfasernetz von 315 Kilometern ein Kostenvolumen von 37 Millionen Euro, ohne dass die Kommunen etwas dafür bezahlen müssen. Nun folgten Feinplanung und Abstimmung mit den Bauämtern, danach werde ein Bauzeitenplan erstellt und ein Spatenstich im Allianzgebiet solle noch in diesem Jahr folgen. Ziel sei es, dass Jeder, der einen Vertrag mit BBV abgeschlossen hat, spätestens Ende 2024 einen Glasfaseranschluss hat. Die Telekom baue das Glasfasernetz ebenfalls eigenwirtschaftlich aus, so Schmitt, einen Zeithorizont habe das Unternehmen ihm gegenüber aber nicht genannt.

Unrat am Spielplatz: Stadträtin Elfriede Zerr (CSU) berichtete von Anwohner-Beschwerden, wonach der Spielplatz in der Erfurter Straße häufig mit Zigarettenstummeln und Unrat verschmutzt sei. Ihr Vorschlag, über eine Patenschaft von Anwohnern für Spielplätze nachzudenken, nahm der Bürgermeister auf. Doch egal, welche Personengruppe für die Verschmutzung verantwortlich ist, so könne man dennoch nur an die Verschmutzer appellieren, ihren Abfall wieder mitzunehmen.

Wohnwägen am Friedhof: Stadtrat Wolfgang Härtel bat die Verwaltung, ein Auge auf die Wohnmobile zu haben, die am Friedhof parken. Angeblich würde dort sogar Wäsche gewaschen, sei ihm gesagt worden.

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