Garant für deftigen Bühnen-Humor

Gebhard Motzel vor 400. Auftritt mit Mönchberger Gesetzbüchern

Mönchberg
2 Min.

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Noch wirken sie optimistisch und siegessicher: die ehemaligen "Glitterboys" Gebhard Motzel (rechts) und Werner Becker im aktuellen Stück "Für immer Disco".
Foto: Heinz Linduschka
Geb­hard Mot­zel prägt seit 31 Jah­ren das Ge­sicht der "Mönch­ber­ger Ge­setz­bücher" ent­schei­dend mit, hat in 32 Auf­füh­run­gen die Freun­de des saf­ti­gen Volks­thea­ters mit viel Herz­blut, oft auch mit def­ti­gem Hu­mor und im­mer mit ganz viel schau­spie­le­ri­scher Brillanz über­zeugt und be­geis­tert. Er steht in we­ni­gen Ta­gen zum 400. Mal auf der Büh­ne, wenn sich bis zum 14. April im Pfar­r­heim und dann noch bis zum 17. Mai in der VfL-Hal­le der Vor­hang für das dies­jäh­ri­ge Stück "Für im­mer Dis­co" öff­net.

"Sein Blick lässt alle erweichen, niemand kann ihm böse sein, und sein Aufbrausen lässt uns jedesmal erstarren. Schmeichelnd wickelt er die Frauen um den kleinen Finger, ohne dass sie es merken, und die Bühne füllt er mit seiner liebevollen oder manchmal machohaften Art komplett aus". Das Porträt Motzels auf der Homepage ist fast eine Liebeserklärung: Die Theatertruppe und ihre zahllosen Fans aus Nah und Fern wissen eben, was sie an ihm haben.

Allen Rollen gewachsen

Es gibt offensichtlich keine Rolle, der Motzel nicht gewachsen wäre: 1988 hatte er noch volles schwarzes Haupthaar, als er den Geschäftsmann Lui Haak in einer Komödie rund um einen Briefträger spielte, der eine ganze Gemeinde mit seiner Schussligkeit von einem Chaos ins nächste stürzt. Die Rollen wurden in den nächsten Jahren und Jahrzehnten immer größer, die Haare wurden weniger und auch weniger schwarz - und dann konnten die Besucher und auch der Kritiker immer wieder beruhigt feststellen, dass nicht nur sie, sondern auch der hochtalentierte Schauspieler im Lauf der Jahre nicht nur an Ausdruckskraft auf der Bühne, sondern auch an Gewicht zulegte.

In den frühen 90er Jahren waren ihm die Rollen als Sohn nicht immer einfacher Eltern auf den Leib geschrieben, als Künstler Sigismund wurde er 1996 "von Landluft verweht" und war damals längst aus dem Team der "Gesetzbücher" nicht mehr wegzudenken. 2000 glänzte er als Enkel der "Power Paula", gespielt von der unvergessenen Eleonore Knapp, und konnte sich neben diesem Naturtalent locker behaupten - eine Art Ritterschlag auf der Bühne.

Mal Professorensohn, mal pfiffiger Opa

Mal Finanzbeamter und überzeugter Junggeselle, mal Professorensohn, als 2005 die Elfen die Mönchberger Bühne eroberten, mal als Ehmann Egon, dem seine Frau zur Silberhochzeit ein "Wochenende voller Zärtlichkeiten" schenkt, mal pfiffiger Opa, der alle zum Narren hält, mal in der Glanzrolle des Landstreichers Heinrich von Königstein in einem Stück, in dem die Mönchberger 2016 bewiesen, dass sie immer wieder auch mal neue Wege gehen und offen für Experimente sind.

Die Wandlungsfähigkeit von Gebhard Motzel scheint grenzenlos, auch beim aktuellen Stück "Für immer Disco" überzeugt er restlos in der Rolle des "Glitter-Boy" Frank - ein schöner Beweis dafür, dass man auch nach gut 30 Bühnenjahren noch ganz jung und frisch wirken kann - jedenfalls in einigen Phasen dieser "Revival-Tournee".

Zahlen und Fakten: Aufführungstermine und Video-Tipp

Wie frisch, temperamentvoll und mitreißend Gebhard Motzel zusammen mit seinen "Gesetzbüchern" auch nach 400 Auftritten noch wirkt, können Theaterfreunde bei "Für immer Disco" hautnah selbst erleben: Im Pfarrheim Mönchberg am Freitag und Samstag, 12. und 13. April, um 20 Uhr sowie am Sonntag, 14. April, um 18 Uhr. Und dann folgen noch fünf Aufführungen in der VfL-Turnhalle: am 3., 4., 10., 11. und 17 Mai jeweils um 20 Uhr. Karten gibt es im Vorkauf bei "Kreativity" in Mönchberg und Einzelkarten an der Abendkasse. Wer Gebhard Motzel und seine Mitspieler in mehrminütigen Videosequenzen der Aufführungen zwischen 1988 und 2018 erleben will, sollte die informative Homepage der "Gesetzbücher" besuchen und dort das jeweilige Filmspulensymbol anklicken: www.diegesetzbuecher.de/theater

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