Fusion auf hessischem Biermarkt

Blick in den Odenwald: Pfungstädter übernimmt Michelstädter Brauerei - Radweg entlang B 45 ausgebaut

Odenwaldkreis
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Die Michelstädter Bier GmbH wechselt zur Pfungstädter Brauerei.
Foto: Manfred Giebenhain
Der Au­tor des Blicks in den Oden­wald hat die Über­nah­me der Mi­chel­städ­ter Bier GmbH in die Hän­de der Pfung­s­täd­ter Braue­rei so­wie den Bau­ab­schluss ei­nes Rad­we­ge­net­zes be­g­lei­tet. Beim Tref­fen der drei Oden­wäl­der Land­rä­te in Er­bach kam die­ses Mal auch das The­ma Hoch­schul­stand­ort zur Spra­che.
Übernommen: Hessens größter Bierproduzent, die Pfungstädter Brauerei Hildebrand GmbH & Co. KG, übernimmt zum 1. Mai die Michelstädter Bier GmbH. Die ebenfalls im Familienbesitz geführte Brauerei hat erst zum 1. Juli 2013 einen Führungswechsel hinter sich. Vor drei Jahren wurden der »immer umkämpfte Biermarkt sowie nachlassende Gesundheit« für den Wechsel verantwortlich gemacht, hatte der neue Geschäftsführer Eduard Rosin bekannt gegeben. Aus der Brauerei Dörr OHG wurde die Michelstädter Bier GmbH, die damit eine über 290 Jahre alte Tradition als Privatbrauerei fortsetzte. Zum aktuellen Besitzwechsel wurden keine Einzelheiten bekanntgegeben. Laut einem Bericht im Darmstädter Echo sollen die Marke und das Sortiment erhalten bleiben.
Mit einem jährlichen Bierausstoß von 1500 Hektolitern zählt der Michelstädter Standort zu den kleinsten Brauereien in Hessen. Branchenprimus ist dagegen die Pfungstädter Brauerei, die 120 Mitarbeiter beschäftigt und jährlich 300 000 Hektoliter Bier produziert. Am Standort Michelstadt hat die Braukunst Keller GmbH Fuß fassen können. Nach eigenen Angaben werden hier für den internationalen Markt jährlich 4500 Hektoliter Craft Bier produziert.
Beendet: Mit der Fertigstellung eines 200 Meter langen Abschnitts auf dem Radweg entlang der Bundesstraße 45 zwischen Beerfelden und dem Erbacher Stadtteil Ebersberg hat die Straßenverkehrsbehörde Hessen Mobil die letzte Lücke geschlossen. Die Verkehrsfreigabe erfolgte am 31. März, teilt Hessen Mobil mit. Der 2,25 Meter breite Rad- und Gehweg verläuft den Angaben zufolge, versehen mit einer Schutzplanke, in einem Abstand von einem Meter von der Fahrbahn der B 45 auf der östlichen Seite. Hierfür musste eine bis zu sechs Meter hohe Straßenböschung angelegt werden, um die Wegführung zu verbreitern.
»Zur Minimierung des Eingriffs in die östlich an die Bundesstraße angrenzende Mümlingaue wurde im Rahmen der Baumaßnahme eine drei Meter hohe und rund 40 Meter lange Stützwand hergestellt«, heißt es in der Meldung. Die Baukosten der gesamten Maßnahme werden auf rund 370 000 Euro beziffert. Der neue Rad- und Gehweg verbindet den 2002 ausgebauten Hüttenthal-/Marbachradweg mit dem in Nord-Südrichtung an der B 45 verlaufendem Radfernweg R 4.
Landräte im Gespräch: Bei ihrer zweimal jährlich stattfindenden Zusammenkunft befassten sich die drei Odenwälder Landräte Achim Brötel (Neckar-Odenwald-Kreis), Jens-Marco Scherf (Landkreis Miltenberg) und Frank Matiaske (Odenwaldkreis) mit der Koordinierung des Einsatzes von Rettungsmitteln im Grenzgebiet der drei Landkreise. Diese werde auch künftig im Blickfeld der Fachebene bleiben, weil »föderalistisch bedingte Unterschiede in der jeweiligen Organisation besonderes Augenmerk bei der Koordination erforderlich machen«.
Weitere Themen des Treffens im Gesundheitszentrum in Erbach seien die Integration von Flüchtlingen und die Windkraft gewesen, teilt die Pressestelle im Landratsamt mit.
Zum ersten Mal waren auch Zugangsmöglichkeiten zu akademischen Ausbildungen beziehungsweise Studiengängen im ländlichen Raum Gegenstand der Beratungen. Scherf berichtete über die Einrichtung eines berufsbegleitenden betriebswirtschaftlichen Studiengangs in Miltenberg als Außenstelle der Hochschule Aschaffenburg. Mit dessen Hilfe soll der Bedarf an Fachkräften für kleinere und mittlere Betriebe gedeckt werden.
Brötel ergänzte das Anliegen am Beispiel der Dualen Hochschule in Mosbach. Demnach sind solche Studien- und Ausbildungsstätten bewusst von den »regulären« Hochschulen getrennt und vorwiegend im ländlichen Raum angesiedelt. Matiaske habe sich darin bestätigt gesehen, bei der hessischen Landesregierung einen solchen Standort auch für den Odenwaldkreis einzufordern.
Manfred Giebenhain
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