Freie Wähler: Sorgen der Bürger vorschnell abgetan

Hochwassergefahr: FW-Fraktion unterstützt Stadtwald-Anwohner - Ortstermin am März und Gutachten

Erlenbach a.Main
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Die For­de­rung der An­woh­ner am Stadt­wald in Er­len­bach nach ei­ner Re­gen­ab­fluss­rin­ne wird vom Orts­ver­band der Frei­en Wäh­ler un­ter­stützt. In ei­ner Pres­se­mit­tei­lung kri­ti­siert Hans Jür­gen Fahn die sei­ner Mei­nung nach »vor­sch­nel­le Ge­ring­schät­zung der Ge­fah­ren« sei­tens des Bür­ger­meis­ters.

Seit der Hochwasserkatastrophe im Ahrtal machen sich in Erlenbach viele Bürger am Stadtwald Sorgen, dass das angrenzende steile Waldgelände bei starkem Unwetter ihre Häuser beschädigen oder gar verwüsten könnte. Denn die vielen Reihenhäuser dort verhinderten einen geregelten Wasserabfluss, so die Befürchtung. Anwohner Kurt Arzt hat bereits Ende Juli 2021 in einem Brief an Bürgermeister Michael Berninger den Bau einer Regenabflussrinne längs des Waldweges gefordert.

Berninger: Keine Gefährdung

Nach Einschätzung des Bürgermeisters ist die mögliche Gefahrenlage minimal. Die Pressemitteilung zitiert Berninger mit einer entsprechenden Aussage aus der Bauausschusssitzung im Januar: »Wir sind zu dem Ergebnis gekommen, dass mögliche Hochwasser zu keinen Gefährdungen am Stadtwald führen«.

»Diese Einschätzung aus dem Bauch heraus, ohne fundierte Daten ist für die Freien Wähler unzureichend«, schreibt Fraktionsvorsitzender Hans Jürgen Fahn. Seine Fraktion habe bereits im Januar eine entsprechende Untersuchung gefordert. Diese solle auch jetzt kommen mit einem Ortstermin Anfang März und der gutachterlichen Stellungnahme eines Fachbüros.

Dass dringender Handlungsbedarf bestehe, zeige die schriftliche Eingabe von 29 Haushalten am Stadtwald, die Bürgermeister Berninger am 1. Februar überreicht wurde. Dabei habe dieser mit der Aussage überrascht, dass eine Abflussrinne entlang des ganzen Waldweges wegen des angrenzenden Baumbestandes gar nicht möglich sei.

Die Freien Wähler kritisieren diese vorzeitige Positionierung des Bürgermeisters. »Eine Bewertung des Sachverhalts und eine Einleitung von erforderlichen Maßnahmen kann erst geschehen, wenn der Ortstermin mit dem Bauausschuss im März und eine gutachterliche Stellungnahme vorliegt und nicht schon vorher«, heißt es in der Pressemitteilung.

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