Feurige Rhythmen und zackige Marschmusik in Bürgstadt

Konzert: Verbandsjugendorchester und Symphonisches Blasorchester vom Musikverband Untermain locken 400 Besucher ins Bürgerzentrum Mittelmühle

Bürgstadt
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Gleich zu Beginn des Konzertes zog das Verbandsjugendorchester vom Musikverband Untermai unter Leitung von Norbert Langeheine das Publikum in seinen Bann.
Foto: Jennifer Lässig
Ein zwei­ein­halb­stün­di­ges Feu­er­werk der Emo­tio­nen auf höchs­tem mu­si­ka­li­schem Ni­veau ha­ben das Ver­bands­ju­gend­or­ches­ter und das sym­pho­ni­sche Bla­s­or­ches­ter Un­ter­main vom Mu­sik­ver­band Un­ter­main wäh­rend ih­res ge­mein­sa­men aus­ver­kauf­ten Kon­zer­tes "Auf­takt" am Sams­ta­g­a­bend im Bürg­s­täd­ter Bür­ger­zen­trum Mit­tel­müh­le prä­sen­tiert.

Mit insgesamt 13 mannigfaltigen Beiträgen von zünftiger Marschmelodie über heiße lateinamerikanische Rhythmen bis hin zu feierlichen Hymnen, kredenzten die Musiker ihren 400 Zuhörer ein perfekt arrangiertes musikalisches Menü und ernteten dafür stehende Ovationen. Abgerundet wurde der Ohrenschmaus durch die charmante und witzige Moderation seitens Jürgen K. Grohe, der das Publikum mit fein abgestimmten Hintergrundinformationen versorgte. Vizepräsident Rudi Schreck freute sich nach der langen Abstinenz auf das Konzert.

Das Verbandsjugendorchester unter Leitung von Norbert Langeheine eröffnete mit dem Konzertmarsch "Orion" von Jan van der Roost den kurzweiligen Abend. Mit dezentem Schlagwerk, langen Legati seitens der Querflöten und Klarinetten und kurzen tiefen Tontupfern, einem Wechselspiel aus sachteren Weisen und lautstarkem inbrünstig heraus gefeuertem Trompetenspiel, zogen die jungen Musiker von Anfang an die Gäste in ihren Bann.

Volle sonore Tubaklänge seitens des Solisten Sebastian Schmitt, umgarnt vom dezenten und dann wieder voluminösen Orchesterspiel, verzauberten die Anwesenden während des Stücks "Latin Tuba" von Mario Bürki. Amadeus Lorenz brachte während seiner Soli bei "Westcoast Concerto" von Kees Vlak die Flügeltasten nur so zum Glühen und überzeugte mit einer präzisen und wohl akzentuierten Darbietung.

Einmal in den Orient und wieder zurück entführte das symphonische Blasorchester Untermain mit seinem neuen Dirigenten Dirk Mattes mit "Orient et Occident" von Camille Saint-Saëns. Begonnen mit zackigen Marschrhythmen und einem Antwortspiel der tiefen und hohen Stimmen, übergehend in sachtes Schlagwerk mit feinem Trommelgetrippel, hellen Triangeltupfern und sanftem Beckenschlag sowie lang gehaltenen durch schnelle Tonfolgen aufgebrochenen Klängen, gipfelten die Musiker in einem durchdringenden prägnanten Stimmenmeer mit Trillern und punktgenauem lauten Endakkord.

Während "Oblivion", einem Solostück für Oboe von Astor Piazolla, umgarnte Carina Grimm mit dem unverwechselbaren nasalen und auch samtigen Klang der Oboe, eingebettet in das leidenschaftliche, fast schon melancholisch anmutende Spiel des Orchesters, das Gehör des Publikums.

Zum Schluss kredenzten die Musiker mit "A Huntingdon Celebration" von Philip Sparke Trommelwirbel, Paukenschläge, aufbauschende Passagen und ein fulminantes Ende den begeisterten Zuhörern, die sich wie zuvor auch beim Nachwuchs erst nach einer Zugabe zufrieden gaben.

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