Sonntag, 16.05.2021

Feuer am Dienstag in Amorbach: Was war die Ursache?

Flächenbrand: Brandstiftung steht im Raum - Schaden beträgt laut Polizei einige Tausend Euro

Amorbach
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Feuerwehr im Einsatz: Am Dienstagabend brannte der Wald an der B 47 zwischen Amorbach und Boxbrunn. Foto: Dominik Pagio
Foto: Dominik Pagio
Wenn die Atem­pau­se für die Wehr­leu­te in und um Amor­bach (Kreis Mil­ten­berg) her­um auch nur kurz war (sie­he Be­richt Sei­te 1) - zu­min­dest die Nacht zum Mitt­woch war ru­hig.

Bis 20 Uhr wurde am Dienstag im Wald an der B 47 zwischen Amorbach und Boxbrunn gelöscht, anschließend hielten Wehr und Forstverwaltung Brandwache, berichtet Kreisbrandrat Meinrad Lebold. Die Ursache gilt aus Polizeisicht als bislang unklar. Nach Informationen unseres Medienhauses steht auch in diesem Fall eine Brandstiftung im Raum.

Ganz so schlimm wie 2012, als wegen der intensiven Bodenfeuer entlang der B 47 Katastrophenalarm ausgelöst werden musste, war es am Dienstag nicht, sagt Kreisbrandrat Lebold unserem Medienhaus am Mittwochmittag. Rund 3000 Quadratmeter Wald waren laut Polizei gegen 14.45 Uhr in Brand geraten - am Dienstagabend wurde die Fläche zunächst auf 10 000 Quadratmeter geschätzt. »Offenbar war das Feuer an einer Böschung zwischen zwei zueinander parallel laufenden Feldwegen ausgebrochen und breitete sich schnell den Hang hinauf aus«, heißt es von der Polizei Unterfranken. Sie schätzt den Schaden auf einige Tausend Euro.

Gruppenweise im Einsatz

Neben den Wehren aus Amorbach und allen Ortsteilen waren Einsatzkräfte acht weiterer Wehren vor Ort. Wegen der großen Hitze, der körperlichen Anstrengung und des schwierig zu begehenden Gebiets am Hang waren die Feuerwehrleute abwechselnd in Gruppen im Einsatz. Laut Lebold waren Pausen zwischen 30 bis 60 Minuten notwendig, damit sich die Helfer erholen konnten.

Die Wehr aus dem hessischen Michelstadt (Odenwaldkreis) stellte drei Tanklöschfahrzeuge zur Verfügung, die grenzübergreifende Zusammenarbeit sei reibungslos abgelaufen, so Lebold. Einen Ringverkehr gab es sowohl mit Löschfahrzeugen der Wehren, als auch mit Wagen von Landwirten, die Wasser in Güllefässern in den Wald transportierten, um die Arbeiten zu unterstützen. Kreisbrandrat Lebold schätzt, dass insgesamt etwa 300 bis 400 Kubikmeter Wasser für den Einsatz nötig waren.

Bis zu 400 Kubikmeter Wasser

Für Ende der Woche prognostiziert der Deutsche Wetterdienst starken Regen - ein »langer, leichter Landregen« wäre Meinrad Lebold allerdings lieber, weil dann der Boden nachhaltig bewässert würde. Auch nach einem möglichen Gewitter sei die Waldbrandgefahr noch nicht gebannt, warnt der Kreisbrandrat. Die Trockenheit zeigt sich schon mit einem genauen Blick in den Wald: »Das Laub an den Bäumen ist durch die Hitze abgestorben - wie im Herbst.« > Seite 1

nle
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