Faulbacher Friedhöfe sollen schöner werden

Gemeinderat: Klagen über Wildwuchs auf aufgelassenen Gräbern - Anregungen zur Gestaltung in Musteranlage in Veitshöchheim geholt

Faulbach
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Der Friedhof in Faulbach soll neu gestaltet werden. Bildunterschrift 2021-10-01 --> Vernachlässigt: Der Friedhof in Faulbach soll neu gestaltet werden. Foto: Ludwig Haaf
Foto: Ludwig Haaf
Die künf­ti­ge Ge­stal­tung der Fried­hö­fe war The­ma ei­ner län­ge­ren Aus­spra­che in der Sit­zung des Faul­ba­cher Ge­mein­de­ra­tes am Mitt­woch in der Fest­hal­le. Seit Jah­ren gibt es Kla­gen über das äu­ße­re Er­schei­nungs­bild der Fried­hö­fe in Faul­bach und Brei­ten­brunn, vor al­lem im je­weils äl­te­ren Teil.

Erdbestattungen und Urnengräber erfolgten in den vergangenen Jahren mehrheitlich im neuen Friedhofsteil. Als Folge werden im alten Teil immer mehr Gräber aufgelassen und die entstehenden Freiflächen nicht mehr von den Angehörigen gepflegt. Das führte häufig zum Bewuchs mit Unkraut und gab kein schönes Bild ab. Auch die Kiesauflagen der Wege sind für gehbehinderte Friedhofsbesucher keine optimale Lösung.

Ideen für eine zeitgemäße Neugestaltung des Friedhofs holte sich nun eine Gruppe von Gemeinderäten beim Besuch im Juli im Musterfriedhof in Veitshöchheim. Dort hat Friedhofsplaner Thomas Struchholz verschiedene Grabanlagen geschaffen, die zeigen, wie ein Friedhof künftig naturnah, pflegeleicht, kostengünstig und mit der nötigen Würde für den Ort aussehen kann.

Kritik an Kosten

Struchholz ist Buchautor, freier Landschaftsarchitekt und Dozent beim Deutschen Bestatterverband in Düsseldorf. Nach einem Besuch auf den Friedhöfen in Faulbach und Breitenbrunn hat nun Architekt Struchholz ein Honorarangebot über 21 000 Euro für die Friedhofsneugestaltung erstellt. Dieses war Gegenstand der Beratung in der Gemeinderatssitzung.

Die Gemeinderäte aus Faulbach waren von der Friedhofsanlage in Veitshöchheim sehr angetan, teilweise begeistert. Volker Schleßmann sprach sich dafür aus, das Konzept nach der Erstellung genau einzuhalten. Neben dem besseren Gesamtbild des Friedhofs führe es auch zu Kostenersparnissen. Erhard Glock regte an, die Neugestaltung zeitnah anzugehen. Einigkeit im Gemeinderat bestand darin, dass vor allem das Erscheinungsbild der alten Friedhofsteile nicht länger tragbar ist und dringend etwas geschehen muss.

Skepsis zum vorliegenden Angebot äußerte hingegen Philip Konrad. Er schlug vor, dass ein Landschaftsgärtner dieses Konzept kostengünstiger verwirklichen soll. Außerdem sollte die Gemeinde unbedingt eine Höchstgrenze für das Gesamtbudget setzen. Bürgermeister Hörnig sagte zu, dass alle Planungen in Absprache mit der Gemeinde erfolgen. Soweit möglich können die anfallenden Arbeiten von den Beschäftigten im Bauhof ausgeführt werden. Gegen drei Stimmen nahm der Gemeinderat das vorliegende Angebot an.

Hintergrund

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