Erlenbacher Jugendarbeit 2021: Digital und ausgezeichnet

Stadtrat: Jahresbericht Jugend- und Familienzentrum

Erlenbach a.Main
3 Min.

Kommentieren

Sie müssen sich anmelden um diese Funktionalität nutzen zu können.

Den Jah­res­be­richt des Ju­gend- und Fa­mi­li­en­zen­trums Er­len­bach für das Jahr 2021 hat der kom­mu­na­le Ju­gend­be­auf­trag­te und Ein­rich­tungs­lei­ter Ralf Die­ner in der Stadt­rats­sit­zung am Don­ners­tag in Er­len­bach er­stat­tet. »Das Jahr war wie­der durch die Co­ro­na-Pan­de­mie be­stimmt und war ein Jahr mit vie­len Be- und Ein­schrän­kun­gen«, fass­te er zu­sam­men.

Die Gruppe »Frauen für Frauen« mit ihren Mutter-Kind-Gruppen, dem Müttercafé, den Deutschkursen und den Frauenfrühstücken belegt in der Regel vormittags die Räumlichkeiten. Coronabedingt musste sie im vergangenen Jahr überwiegend auf Onlineangebote und Angebote im Freien zurückgreifen. Trotzdem wurde ihre Arbeit honoriert und mit dem bundesweiten Preis »Aktiv für Demokratie und Toleranz« ausgezeichnet, deren Auszeichnungsprojekte Vorbilder zivilgesellschaftlicher Engagements sind. Der Familienstützpunkt ist dort ebenfalls integriert und für den gesamten nördlichen Landkreis zuständig. Die Beratung vor Ort war lief wie gewohnt weiter. Wer wollte, wurde aber auch per Telefon oder Videocall beraten.

Mehr Eltern erreichen

Die Vorträge für Familienthemen wurden 2021 hauptsächlich online angeboten. Hier zeigte sich positiv, dass man damit auch Eltern erreichen kann, die zu einer Veranstaltung vor Ort aus den unterschiedlichen Gründen nicht gekommen wären.

Der kreative Mädchentreff im Jugendzentrum lief entweder in Präsenz oder im Onlineformat kontinuierlich das Jahr durch. Der Barbershop-Chor war ebenfalls Beschränkungen unterlegen und probte soweit möglich im Freien oder online.

Der Offene Treff im Jugendzentrum bot verschiedene Online-Angebote für die Jugendlichen. In dieser Zeit waren der Einrichtungsleitung und den Jugendlichen die persönlichen Terrassengespräche draußen besonders wichtig, um Kontakt zu halten oder nicht ganz zu verlieren.

Digitale Schnitzeljagd

Ein weiterer Baustein ist die Actionbound-App, mit der eine Art digitale Schnitzeljagd möglich ist. Dieses Angebot war und ist eine Weiterentwicklung der Rallyes aus dem Jahr 2020. Von März bis November gab es wieder Lockerungen im Jugendarbeitsbereich und es konnten wieder eingeschränkt Jugendliche im Haus begrüßt werden.

Für notwendige Maßnahmen beim Gebäudeunterhalt soll gemeinsam mit der Verwaltung nach bestmöglichen Lösungen gesucht werden. Auch personell kam es zu Veränderungen. Aleksandra Fahn hat aus persönlichen Gründen ihren Vertrag nicht verlängert. Neue Mitarbeiterin im Team ist seit diesem Monat Lea Thill. Derzeit laufen die Planungen für die nächsten Monate. Der Verein »Frauen für Frauen« startet wieder seine Angebote im Haus. Im offenen Bereich wird Mitte März das Projekt »Kleiner Dienstag« starten, ein neues Angebot im Jugendzentrum, jeweils dienstags für die dritte und vierte Jahrgangsstufe der Schule.

Vor 30 Jahren startete die Jugendarbeit der Stadt Erlenbach. Dieses Jubiläum soll am 2. Juli gefeiert werden.

Hintergrund

Weitere Themen der Stadtratssitzung am Donnerstag in Erlenbach waren:

Feuerwehr: Der neu gewählte Kommandant Georgios Koureas und sein Stellvertreter Christian Becker wurden vom Stadtrat einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Wichtig ist hierbei, dass sie innerhalb eines Jahres noch die fehlenden, erforderlichen Lehrgänge erfolgreich absolvieren.Digitalpakt Schule: Im Dezember wurde die technische Ausstattung für die Barbarossa-Mittelschule ausgeschrieben. Fünf Firmen wurden zur Abgabe eines Angebotes aufgefordert, zwei lieferten. Da ein Anbieter jedoch eigenständig das Leistungsverzeichnis abgeändert hatte und somit die Mindestkriterien nicht erfüllt, wurde dieses Angebot ausgeschlossen. Somit erhielt das verbliebene Angebot der Firma Hans Winn (Bamberg) einstimmig den Auftrag, für 126.000 Euro die Schule mit interaktiven Tafeln und weiterer IT auszustatten. Alexander Monert (CSU) fragte, was mit den vor wenigen Jahren angeschafften Whiteboards passiere. Geschäftsleiter Uwe Kampf erklärte, dass hier noch nach einer Nachnutzung gesucht werde. Eberhard Grossmann (Grüne) wies darauf hin, dass die technische Ausstattung der Schulen im Lernmittelbereich eine andere Dimension habe als die Ausstattung mit Büchern. Hier sei die Politik gefragt, dauerhafte Lösungen zu liefern.

Landesentwicklung: Einstimmung beschloss das Gremium auf Vorschlag des Bau-, Umwelt- und Verkehrsausschusses, im Rahmen der Beteiligung an der Änderung der Verordnung über das Landesentwicklungsprogramm keine Stellungnahme abzugeben.

Mehrausgaben 2021: Abweichungen vom Haushaltsplan sind nur zulässig, wenn sie unabweisbar sind und die Deckung gewährleistet ist. Sind sie erheblich, sind sie vom Stadtrat zu beschließen. Die Details wurden in öffentlicher Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses ausführlich vorberaten und dort einstimmige Beschlüsse gefasst. Diesen Beschlüssen schloss sich ohne weitere Aussprache auch der Stadtrat einstimmig an. Danach werden aus dem Haushaltsplan 2021 zur Restabwicklung von Maßnahmen Haushaltsausgabenreste in Höhe von 772.000 Euro in das Haushaltsjahr 2022 übertragen. Zur teilweisen monetären Deckung erfolgt aus dem Haushaltsplan 2021 die Übertragung von Haushaltseinnahmeresten in Höhe von 162.000 Euro. Für das Jahr 2021 werden nachträglich über- und außerplanmäßige Ausgaben in Höhe von 174.000 Euro genehmigt.

Informationen: Bürgermeister Michael Berninger informierte über eine Unterschriftenliste zur Hochwassergefahr im Stadtwald. Er verlas das entsprechende Schreiben und gab dazu eine kurze Stellungnahme ab. Nach einem Ortstermin im März soll weiter beraten werden. Kämmerin Tamara Heßberger informierte darüber, dass die staatliche Betriebsleitung im Kommunalwald mit Ausstieg aus der staatlichen Beförsterung derzeit noch nicht vollzogen werde. Gemeinden können also über 2025 hinaus die Dienstleistungen der staatlichen Förster in Anspruch nehmen. Allerdings werden künftig kostendeckende Preise in Ansatz gebracht. Außerdem erhalten die waldbesitzenden Kommunen auch einen Gemeinwohlausgleich. Die Höhe der Förderungen für die Barbarossa-Mittelschule wurde jetzt durch die Fachbehörde bearbeitet. Der Restzuschuss in Höhe von 1,2 Millionen Euro entspricht der geplanten Höhe und soll im Sommer zur Auszahlung kommen.

Kommentare

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie angemeldet und Ihre E-Mail Adresse bestätigt sein!


Benutzername
Passwort
Anmeldung über Cookie merken
laden

Artikel einbinden
Sie möchten diesen Artikel in Ihre eigene Webseite integrieren?
Mit diesem Modul haben Sie die Möglichkeit dazu – ganz einfach und kostenlos!