Einstimmig gegen Windkraft im Naturpark Odenwald

Gemeinderat: Schneeberger Gremium kritisiert geplante Erhöhung der Anlagen und fehlende Abstandsregelung

Schneeberg
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Ein­stim­mig hat der Ge­mein­de­rat den vor­ge­leg­ten Än­de­rungs­ent­wurf zur Aus­wei­sung von Aus­nah­me­zo­nen für Wind­kraft­an­la­gen im Na­tur­park Baye­ri­scher Oden­wald ab­ge­lehnt.
Bür­ger­meis­ter Erich Kuhn (CSU) er­läu­ter­te in der Sit­zung am Frei­tag noch ein­mal das Pro­ze­de­re. Bis 4. No­vem­ber soll­ten die Ge­mein­den zur Än­de­rungs­ver­ord­nung Stel­lung neh­men. Der bis­he­ri­ge Ent­wurf war auf­grund von Ein­wen­dun­gen über­ar­bei­tet wor­den.

Bisher, so Kuhn, legte der Windkrafterlass für den Rotmilan eine Abstandszone von 1000 Metern zum Brutvorkommen fest, aktuell sind 1500 Meter vorgesehen.
Von den aufgeführten Gebieten liegen zwei in der Gemarkung Schneeberg, eine südlich von Hambrunn und eine südlich von Beuchen. Der Gemeinderat diskutierte das Thema ausführlich.
30 Meter höher
Gemeinderat Thomas Haas (CSU) beantragte, die Änderung abzulehnen, auch weil die Höhe der Windkraftanlagen von 200 auf 230 Meter steigen sollen. Zudem sei in beiden Gebieten die sogenannte 10-H-Abstandsregelung nicht eingehalten worden. Auch die Bevölkerung von Hambrunn habe sich gegen Windkraftanlagen ausgesprochen.
Fast alles Gemeindeflächen
Bürgermeister Kuhn machte deutlich, dass rund 98 Prozent der Flächen südlich Hambrunn Gemeindeflächen seien. Die Errichtung von Windkraftanlage sei deshalb nur mit Zustimmung des Gemeinderates über die Bauleitplanung möglich.
Mathias Kiel (CSU) plädierte dafür, eine klare Stellungsnahme zu beschließen, in der zum Ausdruck komme, dass niemand die Aufstellung von Windkraftanlagen wünsche. Ähnlich äußerte sich auch Hubert Orts (CSU).
Bernhard Speth (FW/Bürgerblock) verwies auf die Erhöhung der Anlagen um 15 Prozent und darauf, dass sie unangenehme Frequenzen erzeugten. Er wünschte, dass in Bayern schnell die Stromtrassen gebaut werden, so dass die Windkraft im Odenwald bleibe.
Kurt Lausberger (CSU) wandte sich gegen die Verspargelung der Landschaft, zumal ein Überangebot durch die Windkrafträder bekannt sei. Bürgermeister Erich Kuhn erinnerte auch daran, dass sich auch die Hornbacher Bevölkerung (Baden Württemberg) gegen den Bau von Windkaftanlagen ausgesprochen habe. Franz Miltenberger
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