Eichenbühl will Teil der Odenwaldallianz sein

Workshop: Gemeinderat lotet mit Fachleuten Gemeinsamkeiten aus - Weitere Telefoninterviews geplant -

Eichenbühl
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ILEK-Bearbeiter Wolfgang Fruhmann sammelt als Moderator die Ergebnisse des Workshops zur Aufnahme von Eichenbühl in die Odenwaldallianz. Foto: Siegmar Ackermann
Foto: Siegmar Ackermann
Be­reits seit ei­ni­ger Zeit be­müht sich Ei­chen­bühl um die Mit­g­lied­schaft in der Oden­wal­dal­lianz. Mit Un­ter­stüt­zung des Am­tes für Länd­li­che Ent­wick­lung (ALE) kön­nen sich länd­li­che Kom­mu­nen ge­gen­sei­tig ih­re Stand­ort­qua­li­tät stei­gern.

In dem bereits bestehenden Interkommunalen Entwicklungskonzept (ILEK) werden Vorhaben zusammengefasst und gemeinsam umgesetzt. Beteiligt sind derzeit mehrere Gemeinden der Region wie Miltenberg, Amorbach, Laudenbach oder Kirchzell.

Potenziale unter der Lupe

Mit einem Workshop am vergangenen Mittwoch haben Gemeinderat und Verwaltung mit Viktor Gaub, dem Manager der Odenwaldallianz, die Erwartungen, Anknüpfungspunkte, Potenziale und Herausforderungen an den Zusammenschluss gemeinsam ausgelotet.

Die Fachmoderation übernahm im Auftrag für das Amt für Ländliche Entwicklung Wolfgang Fruhmann (Parsberg) von der gleichnamigen Beratungsgesellschaft.

Bessere Fördermöglichkeiten

Allianzmanager Gaub lieferte einen Sachstand zu aktuellen Projekten und Maßnahmen. Als Vorteile der Mitgliedschaft beschrieb er die Möglichkeiten für gemeinsame Lösungen von Problemen, die Förderung von Kleinprojekten, höhere Förderungen bei Förderprogrammen und die wichtigen Bereiche Immobilienbörse zur Vermeidung von Leerständen sowie Gesundheitsprojekten.

Im Ergebnis des Abends soll für das ALE der Nachweis erbracht werden, dass es Sinn macht, die Gemeinde Eichenbühl als weiteres Mitglied aufzunehmen und den Mehrwert für die Gemeinschaft festzustellen. Diese Feststellung kann Fruhmann aber erst nach weiteren Telefoninterviews mit mehreren Personen aus der Gemeinde treffen. Coronabedingt musste der für den Workshop eigentlich vorgesehene größere Teilnehmerkreis stark eingeschränkt werden.

Vorab hat er das Gemeindegebiet und die vorhandene Infrastruktur schon gründlich in Augenschein genommen, wie seine gezielten Detailfragen im Laufe der dreieinhalbstündigen Veranstaltung bewiesen. Die Teilnehmer waren aufgefordert für die sechs wesentlichen Handlungsfelder der Allianz Sachstandsanalysen und eigene Einschätzungen beizutragen.

Erwartungen und Möglichkeiten

Dies waren die Bereiche Tourismus und Naherholung, Wirtschaft und Energie, Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit, Kultur und Naturlandschaft, Daseinsvorsorge und Gesundheit sowie Siedlungs- und Innenentwicklung. Gefragt wurde immer: Welche Erwartungen hat Eichenbühl? Wo sehen die Teilnehmer Möglichkeiten und Handlungsfelder für Eichenbühl?

Es galt, zu den einzelnen Bereichen darzulegen, welches Potenzial vorhanden ist und was man daraus machen kann.

Fruhmann konnte so viele Stichworte auf seiner Moderationswand sammeln. Sei es Forstvermarktung, Gesundheitsvorsorge, Vernetzung bei der Öffentlichkeitsarbeit oder auch gemeinsame Stellen für die immer komplexer werdenden Aufgaben der Gerätewarte der Feuerwehren.

Möglichkeiten der Zusammenarbeit wurden gesehen bei IT-Sicherheit, Bauhoffragen oder gemeinsamen Fortbildungen. Schnittmengen gab es auch bei Bau- und Wohnungsfragen und der Hilfe für junge Familien. Fruhmann wird sich in den nächsten Wochen mit den Ergebnissen beschäftigen und in einer Zusammenfassung an das ALE berichten.

Aufnahme in Aussicht

Einer endgültigen Zustimmung der Mitgliedschaft in der Allianz dürfte nach Einschätzung aller Beteiligten nichts mehr im Wege stehen. »Der Workshop war das letzte I-Tüpfelchen in dem Prozess für die Aufnahme von Eichenbühl in die Allianz« resümierte Bürgermeister Günther Winkler. Man sei auf der Zielgeraden.

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