Drohnenflieger: Tolle Bilder aus Vogelperspektive

Drohnenflieger: Karsten und Florian Grebing aus Obernburg machen Luftaufnahmen- Viele Auflagen zu beachten

Obernburg
2 Min.

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Karsten Grebing (links) und sein Sohn Florian aus Obernburg mit ihrer Drohne DJI »Matrice 210« mit Wärmebild- und Fotokamera. Foto: Martin Roos
Foto: Martin Roos
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Mit Wärmebildkamera kann man Defekte an einer Photovoltaikanlage lokalisieren.
Foto: Grebing
Wenn Kars­ten Gre­bing (55) aus Obern­burg und sein Sohn Flo­ri­an (27) un­ter­wegs sind, wer­den sie von Mit­bür­gern mit­un­ter mis­s­trau­isch be­o­b­ach­tet. Grund: Sie las­sen Droh­nen über Dächer, Ge­bäu­de und An­we­sen flie­gen las­sen. Doch die Gre­bings wol­len we­der die Grund­stü­cke noch die Nach­barn aus­spähen. Al­le Flü­ge sind bei Ord­nung­s­amt und Po­li­zei an­ge­mel­det.

Die beiden haben ihr Hobby zum Nebenberuf gemacht, bieten Luftaufnahmen, Panoramatouren, optische Vermessung, Erstellung von 3D-Modellen oder Thermographie zur Überprüfung von Solaranlagen an. Karsten Grebing ist Vertriebsingenieur eines Software-Herstellers, Sohn Florian hat sein Studium als Betriebswirt abgeschlossen. Seit Dezember 2015 haben sie das Unternehmen »Flying-SkyPics« im Gewerbeamt im Rathaus angemeldet.
Die einzigartige Perspektive aus der Luft hat die leidenschaftlichen Hobbyfotografen zur Drohnenfliegerei gebracht. An Weihnachten 2015 kauften sie die Drohne »DJI Phantom 3 Professional«. Erste Aufträge für Luftaufnahmen von Häusern und Grundstücken folgten, die erste Panoramatour machten die Drohnenflieger von einem Golfplatz. 2016 entschlossen sich die Grebings zum Kauf einer neuen Drohne, die »DJI Inspire 2«, die mit zwei Steuereinheiten geflogen werden kann: Einer fliegt das Gerät, der andere bedient die Kamera.
Im Jahr darauf kam zum Preis eines Mittelklassewagens die Sechs-Kilo-Drohne »DJI Matrice 210« hinzu, an der gleich zwei Kameras montiert werden können (Dual-Gimbal), eine für Fotos, eine für Wärmebilder. Mit ihr können die Grebings Photovoltaikanlagen aus der Luft überprüfen, die Polizei bei der Personensuche oder die Feuerwehr beim Aufspüren von Brandherden und Glutnestern unterstützen. Auch Bauern und Jäger kann das Drohnen-Schwergewicht wichtige Hilfe bei der Rehkitzrettung bieten.
»Photovoltaikanlagen weisen zu 85 Prozent Auffälligkeiten auf«, weis Karsten Grebing inzwischen aus Erfahrung. Das können Fabrikations- oder Installationsfehler sein, Defekte durch Hagel- und Blitzschäden oder Verunreinigungen durch Vögel. Die Kombi aus »normaler« und Thermofotografie macht alle Mängel sichtbar. »Ein Leistungsverlust beeinträchtigt die Rentabilität der Anlage«, ergänzt Florian Grebing.
Dass es viele Regeln und Auflagen (siehe Infokasten) für Drohnen gibt, finden Karsten und Florian Grebing richtig und wichtig. Denn umso mehr Drohnen aufsteigen, desto größer wird auch die Gefahr von Kollisionen, Abstürzen oder Unfällen.

Infos im Internet
unter www.flying-skypics.de
Martin Roos

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