Die Lechis bei Schäfers Oktoberfest auf der Insel Årø

Gastauftritt bei Auswandererfamilie aus Laudenbach

Miltenberg
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Zwei Musiker der Kapelle Die Lechis sorgen mit ihrem Auftritt bei den Dänen für Furore. Foto: Luisa Schäfer
Foto: Luisa Schäfer
Aus ei­ner Vi­si­on oder bes­ser ge­sagt aus ei­nem Wunsch wur­de Wir­k­lich­keit: An­fang 2021 wur­den Dirk und Isa­bell Schä­fer von be­f­reun­de­ten Cam­pern und den In­se­l­ein­woh­nern von Årø lie­be­voll »un­ter Druck ge­setzt«. Als Deut­sche sei­en sie ja fast »verpf­lich­tet«, ein Ok­tober­fest aus­zu­rich­ten.

Das hat die Familie nun umgesetzt. Vergangenes Wochenende feierte die ehemalige Laudenbacher Familie, die im Februar 2020 nach Årø ausgewandert ist, mit rund 350 Gästen ein zünftiges Oktoberfest. Die Krone setzte dem Fest die Partyband Lechis auf. Die Unterhaltungsband fuhr über 1600 Kilometer, nur um auf der Campinginsel auf dem Fest zu spielen.

Sechs Männer in einem Bus mit allerhand Musikinstrumenten bepackt, sind am Donnerstagnacht in Richtung Dänemark aufgebrochen. Freitagfrüh sind sie auf der dänischen Insel angekommen und haben diese auch gleich per Golf-Caddys erkundet. Einen Tag später standen die Musiker abends in einem vollen Festzelt und verbreiteten Partystimmung. »Die Dänen waren völlig aus dem Häuschen, die meisten haben sich tatsächlich auch noch eine Tracht gekauft«, so Dirk Schäfer.

Großer Anklang

Der Campingplatzbesitzer meinte, dass an diesem Abend die ganzen Inselbewohner einschließlich aller Camper bei ihm im Festzelt gesessen hätten. Die Bilder und Videos, die Schäfer auf der Facebook-Seite veröffentlicht hat, bestätigen den geschilderten Eindruck. Zusätzlich toll, auch für die Band, sei es gewesen, dass es in Dänemark keine Coronamaßnahmen mehr gab. Das sei wie in einer anderen Welt und so schön normal gewesen, berichtete einer der Musiker. Die Band habe alle Register gezogen und den Dänen gezeigt, wie die Bayern feiern. Mit Trompete und Alphorn standen die Musiker auf den Tischen, was die Dänen besonders toll fanden. Bis Mitternacht habe die Kapelle gespielt.

Die Nacht war kurz, denn schon am frühen Sonntagmorgen, um 7 Uhr, saßen die Musiker schon wieder in ihrem Bus Richtung Heimat, da sie noch die die frühe Fähre schaffen wollten. »Das war zwar anstrengend wegen der langen Fahrt, dem geringen Schlaf und dem Auftritt. Aber das war auch sehr, sehr schön gewesen«, so Rudi Miltenberger, Gitarrist aus Mönchberg.

Dirk Schäfer und seine Familie, die übrigens Unterstützung ihrer Familien aus Deutschland bekamen, waren am Montag immer noch beeindruckt, dass das Fest so eine Wirkung hatte. Ein Däne meinte, das sei das schönste Fest gewesen, auf dem er je war.

Die deutsche Familie, die von den Dänen ins Herz geschlossen wurde, fühlt sich auch immer wohler dort und Schäfer meinte: »Ich glaube, selbst wenn wir jetzt wieder weg wollten - die Dänen lassen uns erst mal nicht so schnell gehen.«

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