Blick in den Odenwald: Mar­kus Röd­le ist Sieger des Kri­mi-Sch­reib­wett­be­werbs des Oden­wald­k­rei­ses

Des Grafen bitteres Recht an der Braut

Odenwaldkreis
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Markus Rödle aus Mörlenbach hat mit seinem Kurzkrimi "Stechgroschen" den ersten Platz beim diesjährigen Krimi-Schreibwettbewerb des Odenwaldkreises belegt.
Foto: Manfred Giebenhain
Der Blick in den Oden­wald rich­tet sich heu­te auf den Kri­mi-Sch­reib­wett­be­werb des Oden­wald­k­rei­ses, aus dem im Er­wach­se­nen­wett­be­werb Mar­kus Röd­le aus Mör­len­bach als Sie­ger her­vor­ge­gan­gen ist. Die Oden­wald­bahn-In­i­tia­ti­ve übt har­sche Kri­tik am Aus­b­lei­ben der zu­ge­sag­ten Zu­satz­zü­ge und beim An­tik­tag in Er­bach dür­fen an­ti­ke Stü­cke zur Wert­be­stim­mung mit­ge­bracht wer­den.

Prämiert: Mit einem kritischen Beitrag zu dem, allerdings historisch nicht einwandfrei belegten, Recht des Adligen an einem Untertanen hat Markus Rödle aus Mörlenbach den ersten Platz beim elften Odenwälder Krimi-Schreibwettbewerb belegt. Sein Kurzkrimi »Stechgroschen« setzte sich im Publikumsentscheid in Erbach, wenn auch nur knapp, durch vor dem Titel »Alte Wunden« von Ralf Schwöb (Groß-Gerau) und »Weinbrunnenfest« von Michael Hüttenberger (Michelstadt). Der in jedem zweiten Jahr ausgelobte Wettbewerb stand im Zeichen des 50-jährigen Bestehens des Odenwaldkreises. Beim Kulturmanagement im Landratsamt waren rund 200 Einsendungen eingegangen. Die Auswahl der drei besten Krimis wurde von einer neunköpfigen Jury vorgenommen.

Anders im Jugendwettstreit: Hier fielen die Entscheidungen ohne Zutun des Publikums. In der Altersklasse der Elf- bis Zwölfjährigen setzte sich Maja Glenk (Heidelberg) mit ihrem Titel »Das dunkle Geheimnis« durch. Bei den 13- bis 15-Jährigen war es Hannah Wilde (Michelstadt), die aus »Wo die Zeit anders tickt« vorgelesen hat. Clemens Behrouzi (Darmstadt) wählte Asselbrunn als Schauplatz seines Kurzkrimis »Der Schatz der Asseln«, für den er in der Alterskategorie der 16- und 17-Jährigen ausgezeichnet wurde. Die 30 besten Wettbewerbsbeiträge sowie die der Erstplatzierten im Jugend-Schreibwettbewerb sind in einer Anthologie unter dem Titel »Mörderischer Odenwald« im Taschenbuchformat im Verlag Books on Demand erschienen.

Ausgeblieben: Entgegen einer Ankündigung des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) verkehren auf der Strecke der Odenwaldbahn keine zusätzlichen Züge zwischen dem Odenwaldkreis, Kreis Darmstadt-Dieburg und Ostkreis Offenbach nach Frankfurt. Darauf hat die Odenwaldbahn-Initiative unter Verweis auf eine Analyse der elektronischen DB-Fahrplanauskunft hingewiesen. Von Seiten der politisch Verantwortlichen wie des RMV seien diese Verstärkerzüge für September als »Erbacher Erklärung« angekündigt gewesen, doch nun ausgeblieben. In den Fahrplantabellen des RMV sowie in den gedruckten Fahrplanbüchern waren die der Meldung nach versprochenen täglichen stündlichen Zügen von Erbach via Darmstadt Nord nach Frankfurt und von Babenhausen via Seligenstadt-Hanau nach Frankfurt ab dem 5. September noch bis Ende August enthalten gewesen, schreibt Uwe Schuchmann (Ober-Ramstadt) als Sprecher der Initiative. Dabei seien die Zusatzzüge nach Frankfurt bereits für Juni vorgesehen gewesen.

"Wortbruch und Unterfinanzierung"

Die Rede ist von »Wortbruch, Unterfinanzierung und bewusste Benachteiligung des Bahnverkehrs zwischen ländlich geprägten Gebieten und dem Ballungsraum«. Verständnis hätte die Odenwaldbahn-Initiative gezeigt, wenn der Mangel angesichts der zuletzt gehäuft vorgekommenen Zugausfälle über Hanau kommuniziert worden wäre. Stattdessen wird dem RMV vorgeworfen, »seine chronische Unterfinanzierung zu Lasten der Odenwaldbahn-Fahrgäste aussitzen« zu wollen. Einer Meldung der Netzbetreiberin Vias GmbH zufolge wird die Fahrplanausweitung voraussichtlich zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember erfolgen. Als Gründe für die Verschiebung werden der hohe Krankenstand an Lokführern sowie der Umstand genannt, »dass der Abschluss der Ausbildung zusätzlicher Lokführerinnen und Lokführer nicht rechtzeitig erfolgt« sei.

Mitgebracht: Wer an einer Schätzung seiner Kunstwerke und antiken Gegenstände interessiert ist, hat dazu am Sonntag, 18. September, die Gelegenheit dazu. Im Rahmendes Erbacher Antiktags stehen Experten aus den Auktionshäusern Dr. Fischer aus Heilbronn und Schwab aus Mannheim im Rittersaal des Erbacher Schlosses von 11 bis 17 Uhr dafür zur Verfügung. Mitgebracht werden dürfen Gemälde, Glas, Porzellan, Silber, Schmuck, Bronze oder Skulpturen, von denen der Wert unbekannt ist. Unter den vorgestellten Erbstücken, Dachbodenfunden und Flohmarktentdeckungen haben die Auktionatoren in der Vergangenheit bei den Schätztagen schon viele spannende Entdeckungen gemacht, schreibt die Pressestelle der Kreisstadt. Eine Anmeldung zu den kostenfreien Schätzungen ist nicht erforderlich.

Im Hof von Schloss Erbach lädt zeitgleich der Antikmarkt mit zahlreichen Händlern zum Stöbern, Bummeln und Einkaufen ein. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Als passende Ergänzung wird auf die Sonderausstellung im Schloss hingewiesen: Exponate der Frankenthaler Porzellanmanufaktur sind noch bis 6. Januar 2023 zu sehen. Abgerundet wird der Antiktag durch das Führungsangebot durch die Gräflichen Sammlungen. Anmeldungen werden unter info@schloss-erbach.de entgegengenommen.

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