Bürgstadt braucht zusätzlichen Brunnen

Wasserversorgung: Informationen vom Geologen im Gemeinderat - Probebohrung in Richtung Freudenberg

Bürgstadt
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Der neu gebohrte Brunnen 4 (hier bei der Bohrstelleneinrichtung) fördert Wasser in ausreichender Menge und guter Qualität. Aber der Standort ist ein Problem. Foto: emb
Foto: emb
Um die Trink­was­ser­ver­sor­gung für Bürg­stadt lang­fris­tig zu si­chern, braucht die Markt­ge­mein­de min­des­tens ei­nen zu­sätz­li­chen Brun­nen. Das war das Er­geb­nis der In­for­ma­ti­on zur Trink­was­ser­ver­sor­gung in der Ge­mein­de­rats­sit­zung am Di­ens­tag in der Mit­tel­müh­le.

Bernd Hanauer erläuterte als zuständiger Geologe den Räten, dass bei den drei bestehenden Brunnen zwischen Bürgstadt und Freudenberg durch die Nähe zum Main und den Baggerseen immer wieder Uferfiltrateinfluss festzustellen sei. Hanauer wies darauf hin, dass es bei Brunnen 2 wahrscheinlich zu einem technischen Defekt gekommen ist, den es zu untersuchen gelte.

Landwirtschaftlich genutzte Fläche

Er ging auf die aktuellen Brunnenbohrungen ein und teilte den Räten mit, dass Brunnen 4, der in Richtung Bürgstadt gebohrt wurde, gute Wasserqualität in ausreichender Menge fördere. Das Problem an diesem Standort sei die Ausweisung von Wasserschutzgebieten, die die derzeit landwirtschaftlich genutzte Fläche deutlich beschneiden würden.

Ein weiterer Brunnen soll nun in Richtung Freudenberg gebohrt werden. Sollte dieser Brunnen 5 ähnlich erfolgreich zu nutzen sein, würde dieser Standort bevorzugt, so die der Geologe. Eine Beeinträchtigung der Bürgstadter Trinkwasserversorgung sei nicht zu befürchten, so sein Fazit.

Falls bei Brunnen 2 eine Reparatur erforderlich und auch möglich sein sollte, müsste trotzdem ein weiterer Brunnen in Betrieb gehen, wollte Bernd Neuberger (UWG) wissen. Brunnen 2 sei im Vergleich zu Brunnen 1 und 3 der am wenigsten ergiebige, so Hanauer, der den Brunnen je nach Zustand, lieber schließen möchte und einen weiteren Standort erschließen will.

Falls die neue Versuchsbohrung nicht den gewünschten Effekt zeigt, wäre das Erftal oder der Kohlgrund eine Alternative, fragte Christian Sturm (CSU) an. Dem Kohlgrund erteilte Hanauer sofort eine Absage, im Erftal, wo es bereits zwei Brunnen gibt, könnte ebenfalls eine Probebohrung erfolgen, so der Geologe. Max-Josef Eck (CSU) fragte nach Fördermöglichkeiten und erfuhr vom Geschäftsführer der emb, Christoph Keller, dass die emb als Bauherr auftritt und die Kosten für neue Brunnen über die Gebührenkalkulation des Wasserpreises auf die Bürger umgelegt würden. Keller brachte es auf den Punkt: Durch Brunnen 4 wäre die Trinkwasserversorgung gesichert. Sollte die Probebohrung von Brunnen 5 erfolgreich sein, wäre dieser Standort zu favorisieren. Das wird zwar teurer, so Keller, aber bei Brunnen 4 wären Ausgleichszahlungen an die betroffenen Landwirte zu zahlen.

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