Aufklärung über gesunde Ernährung bleibt eine zentrale Aufgabe

Bildung: Kitas, Schulen, Betriebskantinen und Senioreneinrichtungen im Blickfeld der Arbeitsgruppe »Gesundheitsförderung und Prävention«

Miltenberg
2 Min.

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»Macht Dampf!« heißt ei­ne Ak­ti­on, mit der im Netz das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Er­näh­rung und Land­wirt­schaft für ein »ge­sun­des Es­sen in Ki­ta und Schu­le« wirb. In der Ge­sund­heits­re­gi­on plus des Land­k­rei­ses hat man die Bri­sanz die­ses The­mas schon lan­ge er­kannt.

Am Dienstag beschäftigten sich mehr als zwei Dutzend Mitglieder der Arbeitsgruppe »Gesundheitsförderung und Prävention« damit, wie die Situation in Sachen gesundheits- und umweltbewusster Ernährung aussieht.

Projekt »genug trinken«

Haupterkenntnis: Viele der angestoßenen Entwicklungen haben einiges bewirkt, aber es bleibt auch noch viel zu tun. Positiv fiel das Urteil zum Stand des Trinkprojekts an Grundschulen aus, in dem mit Hilfe der BBK Akzo Nobel Bayern und dem Verein »Mehr Zeit für Kinder« schon früh angeleitet werden, genügend zu trinken und dabei für versteckten Zucker in Getränken sensibilisiert werden. Inzwischen sind schon viele Einrichtungen im Landkreis mit Trinkbrunnen ausgestattet.

Aufklärung und Prävention

Ein wichtige Rolle bei diesem Treffen, geleitet von der Geschäftsführerin der Gesundheitsregion plus, Lena Ullrich, spielten zwei Mitarbeiterinnen des Fachzentrums Ernährung/Gemeinschaftsverpflegung Unterfranken in Würzburg, das dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Bayern untersteht.

Christine Zehntner aus Würzburg und Gabriele Royackers aus Karlstadt stellten die vier Leitlinien ihrer Aufklärungs- und Präventionsarbeit zum Thema »gesundes Essen« vor: Gesundheit, Wertschätzung, Nachhaltigkeit und Ökonomie. Zielgruppen sind kommunale und kirchliche Sachaufwandsträger der Einrichtungen, dazu die Kita- und Schulleitungen und die Elternbeiräte. Das Minimalziel: pro Jahr eine Kita und eine Schule für die Teilnahme gewinnen. Eine zentrale Maßnahme: Die Sensibilisierung bei Kindern, Eltern und Einrichtungen für das Thema Essen und Ernährung erhöhen, beispielsweise durch »Kochshows« vor Ort, durch einen Praxistest der Schulverpflegung, durch die Vorbildwirkung von Best-Practice-Beispielen aus dem Landkreis. Der Umweltgedanke spielt immer eine zentrale Rolle. Kompetente Unterstützung bieten dabei das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Bayern beispielsweise durch Vorträge, Workshops und Seminare für Eltern und Fachkräfte. In Würzburg befindet sich eines der acht Fachzentren in Bayern, das für unseren Landkreis der Ansprechpartner ist. Am Coaching für eine gesunde Verpflegung nimm aktuell das AWO-Seniorenzentrum Mömlingen teil.

Ein großer Vorzug der Gesundheitsregion plus ist die Vernetzung und die Zusammenarbeit der Akteure. Wie wichtig und wegweisend dabei auch die Vorreiterfunktion von Akteuren sein kann, bewies Jörg Giegerich, Biologielehrer am Julius-Echter-Gymnasium Elsenfelder, der eingeladen war, Aktivitäten an »seiner« Schule vorzustellen. Ein paar Beispiele mit Vorbildwirkung: Der Wasserspender in der Schulmensa wird sehr gut genutzt, die Kosten sind viel geringer als veranschlagt. Aktuell arbeitet man daran, einen »gesunden Burger« anzubieten, der ausschließlich regionale Produkte enthält. Er soll ab Februar einmal pro Woche in der Mensa angeboten werden. Aktuell wird noch über einen fairen Preis verhandelt. Weitere Aktionen: Informationsvideos des Smart Codes Projekts und die »Bewegte Pause«, für die Sportgeräte zur Verfügung gestellt werden.

bInformationen unter: www.aelf-wu.bayern.de/ernaehrung/gv/index.php und www.ernaehrung.bayern.de

Hintergrund: Der JEG-Burger

Der JEG-Burger des Elsenfelder Gymnasiums wird als »regional, nachhaltig, umweltfreundlich« beworben. Es besteht aus einem Bio-Vollkornhamburgerbrötchen aus 20 Prozent Roggenvollkornschrot und einer Blütenmischung aus Kornblumen, Pfingstrosen, Hibiskus, Sonnenblumen, Ringelblumen und Brennnessel, von der Altstadt-Bäckerei Braunwarth in Obernburg. Das Bio-Rinder-Patty stammt aus Faulbach, hergestellt vom Galloway Rind, das auf den Miltenberger Höhen weidet. Garniert wird das ganze mit Tomaten, Lolo Rosso und Salatgurken von Marlies Hofladen aus Obernburg und abgerundet durch eine hausgemachte Burgersauce. ()

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