Auf Corona-Weltreise: Von Miltenberg nach Schweden mit Bettina Feuerstein im Podcast

Neue Folge immer mittwochs

Miltenberg
2 Min.

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Coronavirus - Schweden
Schweden geht im Kampf gegen die Corona-Krise einen Sonderweg. Im Vergleich zu den meisten anderen Ländern hat das skandinavische Land mit lockereren Maßnahmen auf die Pandemie reagiert.
Foto: Johan Nilsson (TT News Agency/AP)
Bettina Feuerstein erlebt in der Coronazeit hautnah, was im Rest Europas als der schwedische Sonderweg gilt. Die Liebe hat sie vor 30 Jahren aus Miltenberg nach Järna verschlagen. Und dort hat die Regierung keine wesentlichen Beschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus verordnet. Feuerstein sagt im Podcast: »Schweden sind vorsichtige Menschen, deswegen hat mich die Entscheidung erstaunt.«

Mit Bettina Feuerstein sprachen wir für die zweite Folge unserer Podcast-Serie »Auf Corona-Weltreise«. Die Gäste in unserem Podcast kommen alle ursprünglich aus dem Mainviereck und leben nun seit einiger Zeit im Ausland. Sie erzählen, wie es ihnen in der Coronazeit ergeht. Unser Podcast erscheint immer mittwochs.

Episode 2: Schweden - Was der Sonderweg im Alltag bedeutet
Corona-Weltreise: Von Miltenberg nach Schweden mit Bettina Feuerstein
Quelle: Kevin Zahn

Die Ex-Miltenbergerin Feuerstein berichtet: Der schwedische Sonderweg bedeute zum Beispiel nicht, dass dort alles wie immer abläuft. Die Menschen halten Abstand, im Supermarkt gebe es ähnlich wie in Deutschland Markierungen, damit Menschen sich daran halten. Und: »Es finden nicht einmal Veranstaltungen mit 20 Leuten statt«, sagte Feuerstein, als Moderater Kevin Zahn zur Corona-Hochphase im Mai mit ihr sprach.

Gleichzeitig gilt: »Wir werden dazu ermahnt, zur Arbeit oder zur Schule zu gehen, selbst wenn Familienmitglieder krank sind«, sagt Bettina Feuerstein. Im Podcast erzählt sie, wie der schwedische Sonderweg im Alltag aussieht. 

Episode 1: Südafrika - Virus trifft auf Armut

Goldbach/Kapstadt. Johannes Kraus hat sich in Südafrika einen Traum erfüllt: Er zog aus dem Goldbacher Ortsteil Unterafferbach nach Kapstadt, baute dort eine Sprachschule auf, gründete eine Familie. Das Leben lief gut, sagt er. Dann kam Corona. Jetzt spürt Johannes Kraus: "Der Mensch ist hier auf sich allein gestellt."

Corona-Weltreise: Von Goldbach nach Südafrika mit Johannes Kraus
Quelle: Kevin Zahn

Johannes Kraus war vor zehn Jahren ausgewandert, jetzt erlebte er in Südafrika über Wochen hinweg eine harte Ausgangssperre. Er sagt im Podcast, er sei in Südafrika noch privilegiert. Es gebe dort zum Beispiel viele Tagelöhner, die keine Rücklagen haben und während der Ausgangssperre nicht mehr arbeiten können. Wovon leben die Arbeiter? Oder die Kinder in den Schulen: Dort gab es immer zwei Mahlzeiten, nun haben die Schulen geschlossen. Wie geht es ihnen?

Kraus kämpft indes selbst um den Erhalt seiner Sprachschule. »Wir sind auf den internationalen Tourismus angewiesen«, sagt er. Doch die Grenzen sind geschlossen. Er versucht es stattdessen mit einem Online-Angebot. Aber er kann nicht absehen, ob das klappen wird. Kraus ist damit in Südafrika nicht allein. Die Wirtschaft brummte schon vor Corona nicht, jetzt liegt sie ganz am Boden. Aber die Gefahr einer schnellen Ausbreitung des Virus ist auch hoch. Und das Gesundheitssystem kommt dort schneller an seine Grenzen als in Deutschland. 

Unser Moderator Kevin Zahn sprach mit Johannes Kraus in den vergangenen Wochen zweimal: Einmal zu Beginn der Krise, als Südafrika die Infektionszahlen niedrig halten konnte. Und ein zweites Mal im Juli, als die Zahlen dort deutlich anstiegen.

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