Auch Beerfeldener Pferdemarkt und Erbacher Wiesenmarkt kehren zurück

Blick in den Odenwald

Odenwaldkreis
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Nach zweijähriger Pause kehrt der Erbacher Wiesenmarkt zurück. Zur Eröffnung am 23. Juli bewegt sich der Festumzug durch die Innenstadt.
Foto: Manfred Giebenhain
Der Blick in den Oden­wald rich­tet sich heu­te auf die bei­den gro­ßen Volks­fes­te, die im Ju­li im Oden­wald­kreis statt­fin­den: der Be­er­fel­der Pfer­de­markt und der Er­ba­cher Wie­sen­markt. In ei­ner in die po­li­ti­sche De­bat­te ein­ge­brach­te »Wohn­bau­s­t­ra­te­gie« for­dert der Oden­wald­kreis sei­ne Kom­mu­nen zu ei­ner Neu­aus­rich­tung in der Woh­nungs­po­li­tik auf. Ein Bei­spiel da­für, wie ein Zu­sam­men­le­ben au­ßer­halb der fa­mi­liä­ren Struk­tu­ren aus­se­hen kann, ist das Wohn­pro­jekt Rim­horn, das in die­sen Ta­gen auf sein 20-jäh­ri­ges Be­ste­hen zu­rück­blickt.

In Feierlaune: Nach dem Michelstädter Bienenmarkt zu Pfingsten stehen im Mümlingtal zwei weitere große Volksfeste an. Der Beerfelder Pferdemarkt findet traditionell am zweiten Juli-Wochenende (Freitag, 8., bis Montag, 11. Juli) und der Erbacher Wiesenmarkt in der letzten vollen Woche im Juli statt. Das zehntägige Markttreiben beginnt am Freitag, 22., und endet am Sonntag, 31. Juli. Der Erbacher Wiesenmarkt gilt als das größte Volksfest Südhessens. Das Festgelände erstreckt sich auf einer Fläche von über 60 000 Quadratmetern, die über 90 Schausteller sich mit den Hallen und Zelten der Südhessen-Messe teilen. Die Eröffnungszeremonie am Samstag, 23. Juli, findet traditionell auf dem Marktplatz statt. Sie beginnt um 16 Uhr. Anschließend setzt sich ein aus rund 50 Zugnummern bestehender Festzug durch die Straßen der Innenstadt in Bewegung, um am Festplatz anzukommen.

Unter den Highlights im Rahmenprogramm sticht das traditionelle Pferderennen hervor, für das am zweiten Marktsonntag um 14 Uhr der Startschuss auf der Pferderennbahn gegeben wird. Das ausführliche Programm zum Wiesenmarkt steht im Internet auf der Homepage der Stadt Erbach: https://www.erbach.de. Tieren wird auch beim Beerfelder Pferde-, Fohlen- und Zuchtviehmarkt eine besondere Bedeutung beigemessen. Neben dem Vergnügungspark und der regionalen Messe (https://www.oberzent-expo.de) sticht die Tierzuchtschau hervor, die am Montag, 11. Juli, auf dem Programm steht. Zum Beginn um 8 Uhr werden Pferde, Ponys, Rinder, Schafe und Ziegen aufgetrieben und danach einem Richterkollegium vorgestellt, das die Zuchterfolge bewertet.

Im Wandel: Der Odenwaldkreis fordert die Kommunen zu einer Neuausrichtung in ihrer Wohnungspolitik auf. Dies geht aus einer für den Ausschuss für Kreis- und Regionalentwicklung, Infrastruktur, Digitalisierung, Mobilität und Tourismus ausgearbeiteten »Wohnbaustrategie« hervor. Darin heißt es, dass vordringlich der »Anteil der Mehrfamilien- und Kleinsthäuser sowie von neuen Formen des Zusammenlebens zu erhöhen ist, um so passenden Wohnraum für alle Menschen zu schaffen - mit Rücksicht auf deren unterschiedliche Anforderungen an Wohnfläche, Bezahlbarkeit und Barrierefreiheit, um möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden führen zu können«. Die Rede ist von einem »nachfragegerechten, diversifizierten Wohnraumangebot«, von dem die Kreisverwaltung sich »eine effektivere Nutzung der vorhandenen Wohnungen und Siedlungsflächen« verspricht.

Um das Ortsleben aktiv und den Fachkräftebedarf der Wirtschaft decken zu können, sei eine ausgeglichene demografische Entwicklung vor Ort unabdingbar. An ihren Grenzen angekommen sei die im letzten Jahrhundert übliche Strategie, eine Lösung durch neue Einfamilienhaus-Baugebiete zu erreichen. Es sei davon auszugehen, dass der größer werdende Sterbe-/Geburtenüberschuss die Nachfrage nach Einfamilienhäusern ausbremsen wird. Im Bestand sei Überzeugungsarbeit bei Bewohnern sogenannter leerer Nester gefragt, diese von den Vorteilen altersgerechter Wohnalternativen zu überzeugen. Dies treffe auf die Vielzahl der großen Ein- und Zweifamilienhäuser zu, die von nur wenigen Personen genutzt werden.

Integriert: Das Diakonische Werk Odenwald hat vor 20 Jahren im Lützelbacher Ortsteil Rimhorn ein Wohnprojekt für Menschen mit einer seelischen Erkrankung eröffnet. Aus Anlass des Jubiläums macht der Wohlfahrtsverband aufmerksam auf die betreute Wohnform, in der derzeit 13 Frauen und Männer in betreuten Einzelappartements oder Wohngemeinschaften leben. Unterstützt werden die Bewohner von vier sozialpädagogischen Fachkräften und von einer Hauswirtschaftskraft. Die meisten Bewohner sind beruflich in einer Werk- oder Tagesstätte beschäftigt. Gesucht werden weitere Mitarbeitende mit sozialpädagogischer Ausbildung.

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