70-Jahr-Feier mit viel Musik bei strahlendem Wetter

Jubiläum: Musikverein Wörth gestaltet geselliges Leben - Fassanstich mit zwei Schlägen durch Schirmherr Scherf

Wörth a.Main
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Nur zwei Schläge benötigt Schirmherr Jens Marco Scherf für den Fassanstich, mit dem er die zweitägige 70-Jahr-Feier des Wörther Musikvereins eröffnet, assistiert von Andreas Fath-Halbig und Berthold Rüth (von rechts). Foto: Hans-Jürgen Freichel
Foto: Hans-Jürgen Freichel
Mit ei­nem far­ben­fro­hen Fest­zug mit Fah­nena­b­ord­nun­gen vie­ler ört­li­cher Ve­r­ei­ne und be­g­lei­tet von den Klän­gen des Mu­sik­ve­r­eins Trenn­furt und der Wört­her Mu­si­kan­ten be­gan­nen am Sams­tag die 70-Jahr-Fei­er des Mu­sik­ve­r­eins Wörth.

Eine stattliche Anzahl von Festgästen marschierte vom Rathaus zum Festplatz auf dem alten Sportplatz am Wiesenweg in Wörth, wo Landrat Jens Marco Scherf als Schirmherr die Jubiläumsfeier mit dem Fassanstich offiziell Fest eröffnete.

Prägend für kulturelles Leben

In den Grußworten der Ehrengäste und den Reden der Verantwortlichen wurde die Wichtigkeit der Musikvereine für die Gesellschaft hervorgehoben. Landrat Scherf betonte, diese seien unverzichtbar, da sie musikalische Werke von Generation zu Generation weitergeben. Der Musikverein Wörth habe über sieben Jahrzehnte das kulturelle und gesellschaftliche Leben in der Stadt nachhaltig positiv geprägt.

Bürgermeister Andreas Fath-Halbig, früher selbst als Dirigent im Verein tätig, stellte fest, dort werde generationenübergreifend gearbeitet. Alle seien in der Musik vereint. Präsident des Musikverbands Untermain Berthold Rüth lobte die Wörther Musiker für ihre zahlreichen Konzerte, durch die sie auch auf vielen Festen »einen hochgeschätzten Beitrag zur hohen Lebensqualität in der Stadt« erbrächten. Die Glückwünsche der Vereine überbrachte Vorsitzende des Vereinsring Carolin Straub.

Welche Nachwuchsarbeit im Wörther Musikverein geleistet wird, erläuterte Simon Schusser. Musikalische Früherziehung, die Bläserklasse und das Schülerorchester seien die Pfeiler, auf denen die künftige Orchesterarbeit aufbaue. Er sei schon lange im Verein, betonte Vorstandsvorsitzender Hans Schnall, aber dass Sitzungen digital abgehalten und der Vorstand mittels Briefwahl gewählt wurde, sei auch für ihn Neuland gewesen.

Während und nach dem Festakt unterhielten die Wörther Musikanten, Wolfgang Schusser moderierte am Nachmittag. Abends heizte die Partyband Rad!oattack mit Kultsongs aus den 80ern und 90ern, mit Schlagern und Apres-Ski-Partyhits kräftig ein.

Von flüchtenden Franzosen

Am Sonntag unterhielten zunächst die Rhein-Main-Musikanten, später das Schülerorchester Wörth, der Musikverein Frohsinn Großwallstadt sowie zuletzt die Gailbacher Blasmusik. Da auch das Wetter mitspielte, war es ein gelungenes Fest. Bürgermeister Fath-Halbig erinnerte an die 50-Jahr-Feier, an der es in Strömen zu regnen begonnen habe und die Leute pitschnass nach Hause gehen mussten. Musik in der Stadt gebe es nach alten Unterlagen seit mindestens 450 Jahren. Und im 17. Jahrhundert sei es sogar gelungen, im Krieg die Franzosen erfolgreich in die Flucht zu schlagen - nicht weil die Wörther so gut schießen konnten, sondern weil sie laut Musik gemacht hatten.

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