48 Schwimmbäder in Bayern gefährdet

Bayerischer Landtag: Sammelpetition aus Mönchberg wird in München jetzt auch im Plenum behandelt

Mönchberg
< 1 Min.

Kommentieren

Sie müssen sich anmelden um diese Funktionalität nutzen zu können.

Der Baye­ri­sche Land­tag be­schäf­tigt sich an die­sem Mitt­woch, 22. Fe­bruar, mit der Sam­mel­pe­ti­ti­on der Markt­ge­mein­de Mönch­berg zum Er­halt kom­mu­na­ler Frei- und Hal­len­bä­der. Da­für hat mit ei­ner Ein­ga­be die Frak­ti­on der Frei­en Wäh­ler ge­sorgt.
Die Initiative aus Mönchberg, der sich 1050 Bürger mit ihren Unterschriften angeschlossen haben, fordert ein stärkeres finanzielles Engagement des Freistaats für Schwimmbäder. Derzeit werden nur auch für den Schulsport genutzte Einrichtungen bezuschusst. Mit diesem Ansinnen waren die Mönchberger vor kurzem erst in einer Sitzung des Ausschusses für Kommunale Fragen, Innere Sicherheit und Sport in München gescheitert. Das mehrheitlich von CSU-Landtagsabgeordneten besetzte Gremium wies die Petition zurück.
Hohe Investitionen erforderlich
In den vergangenen Jahren hatte die Gemeinde Mönchberg jährliche Defizite von 120 000 bis 140 000 Euro zu stemmen. Zusätzlich sind in diesem Jahr ungefähr 100 000 Euro zur Sanierung schadhafter Folien im Nichtschwimmerbecken des Spessartbades aufzubringen. In den Folgejahren wird die Foliensanierung im Schwimmerbecken noch mehr Geld verschlingen.
Eklatante Defizite bei den Betriebskosten und hohe Summen, die in Bausubstanz und Technik der in die Jahre gekommenen Bäder zu investieren wären -  vor diesem Problem stehen viele bayerische Gemeinden. Das hatte vor einigen Wochen die SPD-Landtagsfraktion veranlasst, vom Freistaat ein neues Förderprogramm zu fordern. Der Antrag der Sozialdemokraten wurde abgewiesen, obwohl die vorgelegten Zahlen des Staatsministeriums des Innern, für Bau und Verkehr zeigen, dass das Schwimmbad-Problem viele Gemeinden belastet.
Demnach gibt es in Bayern 910 öffentliche Schwimmbäder. Seit 2014 mussten 20 Bäder geschlossen werden. Nach Recherchen des Ministeriums sind im Freistaat derzeit 299 öffentliche Schwimmbäder sanierungsbedürftig. 48 Bädern droht gar die Schließung. Zu den bedrohten Bädern zählen in Unterfranken die Einrichtungen in Bürgstadt, Mönchberg, Schonungen, Dittelbrunn sowie in Zeil am Main.
MANFRED WEISS

Lesen Sie auch: Rüth wird Mitglied und spendet

 
Kommentare

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie angemeldet und Ihre E-Mail Adresse bestätigt sein!


Benutzername
Passwort
Anmeldung über Cookie merken
laden

Artikel einbinden
Sie möchten diesen Artikel in Ihre eigene Webseite integrieren?
Mit diesem Modul haben Sie die Möglichkeit dazu – ganz einfach und kostenlos!