Wirtschaft: Wertheim fit für die Zukunft

Unternehmergespräch: OB sorgt sich wegen Gaskrise

Wertheim
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Die sich ver­schär­fen­de Gas- und En­er­gie­kri­se be­rei­tet Wert­heims Ober­bür­ger­meis­ter zu­neh­mend Sor­ge. Das be­kann­te Mar­kus Her­re­ra Tor­rez laut Pres­se­mit­tei­lung der Stadt­ver­wal­tung beim ers­ten gro­ßen Un­ter­neh­mer­ge­spräch in Prä­senz nach drei Jah­ren Co­ro­na-Pau­se.

Vor mehr als 70 führenden Vertretern der Wertheimer Industrie, von Banken, Handwerk und Verwaltung blickte der OB zurück auf wichtige Entwicklungen der jüngeren Vergangenheit und gab eine Vorschau auf bedeutende Themen der Zukunft in der Großen Kreisstadt.

Gastgeber war die Unternehmensgruppe Brand in Bestenheid. »Obwohl wir seit rund 73 Jahren in Wertheim unternehmerisch tätig sind, gibt es immer noch Fragen, wer wir sind, was wir machen und wo wir zu Hause sind«, wunderte sich Geschäftsführer Christoph Schöler, ehe er in seinem kurzen Vortrag etwas »Licht ins Dunkel« brachte.

Brand ist in der Analyse-, Bio- und Labortechnik tätig und hier besonders bei chemischen und pharmazeutischen Anwendungen. Man sei »ein typischer Mittelständler« mit etwas über 1000 Mitarbeitenden weltweit.

Pandemie immer noch da

Die Pandemie fühle sich zwar »weit weg an, sie ist aber noch nicht vorbei«, sagte Oberbürgermeister Herrera Torrez mit Blick auf steigende Infektionszahlen. Auch während der Pandemie habe die Verwaltung aktive Wirtschaftspolitik und Wirtschaftsförderung betrieben, heißt es weiter. Bis 2030 würden Stadt und - im Fall des Beruflichen Schulzentrums in Bestenheid - Landkreis insgesamt rund 100 Millionen Euro in die Bereiche Kinderbetreuung und Schulen investieren.

Als Stichworte nannte er den Bezug der grundlegend sanierten Otfried-Preußler-Schule am Wartberg, den Umzug der Gemeinschaftsschule auf den Reinhardshof, den Neubau der Grundschule am Knackenberg, die Erweiterung und Sanierung von Kindertagesstätten.

Den Baubeginn der Dreifach-Turnhalle am Gymnasium erwarte er 2023, während der für ein neues Hallenbad noch in den Sternen stehe.

Mehrfach benannte der Oberbürgermeister die Unternehmen als »Schlüsselakteure in der zukünftigen Entwicklung«.

Man werde sie etwa bei der Erarbeitung der kommunalen Wärmeplanung brauchen. Im nächsten Jahr solle, so kündigte er an, die Debatte darüber geführt werden, ob und vor allem wie Wertheim zur klimaneutralen Stadt werden könne.

Bald »ein echtes Problem«?

Erhebliche Sorgen bereite ihm »die ganz akute Frage der Versorgungssicherheit«, bekannte der OB. Die Frage, was im Falle einer Gasnotlage passiere, beantwortete er in Teilen selbst: »Wenn das Gas nicht mehr fließt, haben wir ein echtes Problem.« Trotzdem ließ sich Herrera Torrez den Optimismus nicht nehmen. »Der Wirtschaftsstandort ist stabil und zukunftsfähig«, sagte er.

Und man habe noch Potenziale, wolle weiter Unternehmen ansiedeln, »wenn sie zu uns und hierher passen«.

Ausführlich beleuchtete Michael Pult von der Firma Arnold Umformtechnik aus Forchtenheim-Ernsbach in einem Impulsvortrag das Thema »Klimaneutralität in Unternehmen«. Ein mögliches »Lokales Bündnis für Ausbildung« stellte der Leiter des Beruflichen Schulzentrums, Oberstudiendirektor Manfred Breuer vor. Und der Vorsitzende des Stadtmarketingvereins, Bernd Maack, warb für die »Wertheim Card« als steuerfreies Bonusmodell für die Beschäftigten, so die Mitteilung abschließend.

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