Wertungsfreie Räume für Kreativität schaffen

Gründung: Neuer Mitarbeiterkreis der evangelischen Jugend Grafschaft soll Plattform bieten

Kreuzwertheim
2 Min.

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Bei der Gründungsversammlung der Jugendorganisation der evangelischen Jugendarbeit "Grafschaft".
Foto: Peter Riffenach
Bei der Gründungsversammlung der Jugendorganisation der evangelischen Jugendarbeit "Grafschaft".
Foto: Peter Riffenach
Bei der Gründungsversammlung der Jugendorganisation der evangelischen Jugendarbeit "Grafschaft".
Foto: Peter Riffenach
Ob Jung­schar­tref­fen, Ju­gend­f­rei­zei­ten oder Kin­der­kir­che, in den ver­gan­ge­nen Jah­ren wur­de in der evan­ge­li­schen Kin­der- und Ju­gend­ar­beit der Re­gi­on "Graf­schaft" mit den Kir­chen­ge­mein­den Kreuz­wert­heim, Has­loch, Has­sel­berg und Scholl­brunn be­reits ei­ni­ges ge­tan. Am Frei­tag wur­de im Ge­mein­de­zen­trum in der Bir­ken­stra­ße ein or­ga­ni­sa­to­ri­scher Rah­men für die Ar­beit ge­grün­det.

Rund 20 Engagierte in der Jugendarbeit waren gekommen, um den "Mitarbeiterkreis der Evangelischen Jugend Grafschaft" aus der Taufe zu heben und die Gründungsurkunde zu unterschreiben. Die Jugendlichen hatten, unterstützt von einem Profi, sogar eigens ein Logo entworfen, das die Urkunde zierte. Auch T-Shirts wird es in Kürze geben, kündigte Dekan Jonas Wittmann an, und überreichte Lea Fluhrer und Jan Balke stellvertretend für die besonders Aktiven in der Vorbereitung jeweils ein Shirt.

Katholische Unterstützung

Nach einer kurzen Andacht mit einem musikalischen Intermezzo von Amelie Klein am Klavier begrüßte Thomas Pfeiffer, Diakon der katholischen Pfarreiengemeinschaft Haseltal-Himmelreich, die neu gegründete Organisation als "weiteres Gesicht und Mitspieler" in der kirchlichen Jugendarbeit und sagte den Mitstreitern die katholische Unterstützung zu. "Wir wollen keine Jugendlichen rekrutieren, sondern sie befähigen, im Leben zu bestehen", sagte er.

Sich zu seinem Glauben bekennen und anderen ein Beispiel sein, nennt Balke als Grund für sein bereits fünfjähriges Engagement in der kirchlichen Jugendarbeit. Er wolle mithelfen, das Bild der Kirche zu verändern, die vor allem von Jugendlichen immer noch als alt, behäbig, ohne Spaß und "wie ein grauer Eintopf" wahrgenommen werde.

Glaube zeigen, Freunde finden

Dabei mache die Kirche sehr viel. Und man könne das erleben, wenn man nur tief genug gräbt, sagt der 19-Jährige vom Hasselberg, der sich mit der 18-jährigen Lea Fluhrer einig ist: "Wer seinen Glauben lebt, ist kein freudloser Zombie." Beide ist es wichtig, ihren Glauben zu zeigen und sie sagen, dass sie in der Jugendarbeit viel Spirituelles erlebt und viele Freunde gefunden haben.

"Seid mutig und stark", forderte Diakon Jonas Wittmann die Jugendlichen in seiner kurzen Andachtspredigt auf. Die neu gegründete Organisation wolle einen Rahmen bieten, in dem Gemeinschaft gelebt werden könne. "Wir wollen wertungsfreie Räume schaffen für Kreativität", sagte der 32-jährige und war überzeugt: "Diese Gründung bietet die Möglichkeit, aus dem Rahmen zu fallen." Einmal monatlich wolle man sich im Gemeindezentrum in der Birkenstraße treffen und "über Gott und die Welt reden", kündigte er an. Die genauen Termine sollen in der ersten Besprechung festgelegt werden.

Bevor man zum gemütlichen Teil beim Grillen im Garten des Gemeindezentrums übergang, unterzeichneten zum Zeichen der Unterstützung gemeinsam mit Dekan Rudi Rupp auch eine ganze Reihe Erwachsener die Gründungsurkunde.

Peter Riffenach
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