Seit drei Wochen keine Maskenpflicht mehr im Einzelhandel: Wie gehen Bürger damit um?

Wertheimer tragen weiterhin Maske

Wertheim
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Wertheimer Ladeninhaber machen häufig von ihrem Hausrecht gebrauch und weisen Kunden darauf hin, weiterhin Maske zu tragen
Foto: Linda Dölger
Vor drei Wo­chen en­de­te die Mas­kenpf­licht im Ein­zel­han­del. Trotz­dem tra­gen vie­le Pas­san­ten, Ver­käu­fer und Kun­den wei­ter­hin ei­ne Mas­ke. Das En­de der Mas­kenpf­licht, was für die ei­nen längst über­fäl­lig war, kommt für die an­de­ren noch zu früh. Die An­ste­ckungs­ge­fahr be­steht wei­ter­hin, aber der Drang nach ei­nem Le­ben, ähn­lich dem vor Co­ro­na, wächst. Teils ma­chen ein­zel­ne Ge­schäf­te, wie bei­spiels­wei­se der Glas­kunst­la­den Wert­heim oder Pro-Op­tik, von ih­rem Haus­recht Ge­brauch, um so das Tra­gen ei­ner Mas­ke auch bei ih­ren Kun­den zu si­chern.

Das kann ganz unterschiedliche Gründe haben, wie uns eine Optikerin des Wertheimer Ladens Pro-Optik erklärt. »Bei uns hat das die Geschäftsführung beschlossen. Wir haben sowieso schon Fachkräftemangel und versuchen so, unsere Mitarbeiter vor Corona zu schützen.« Sie trage auch beim Einkaufen weiterhin eine FFP2-Maske, um sich sicherer zu fühlen. Anders sieht das die Inhaberin eines Kleidungsgeschäfts. Sie findet es gut, dass die Regelungen zur Maskenpflicht im Einzelhandel aufgehoben wurden. Sie äußert sich mit klaren Worten: »Nur wenn es gesetzlich vorgeschrieben wird, würde ich wieder eine Maske tragen. Ich finde es gut, dass wir jetzt wieder mehr Freiheiten haben, es ist ein Schritt in Richtung Normalität.«

Die frühere Normalität, bei alltäglichen Geschäftsbesuchen keine Maske zu tragen, ist längst dem gewohnten Tragen einer Maske gewichen. So begründet es auch eine ältere Passantin, die nur eine Maske trägt, wenn der Abstand nicht gegeben ist. Das allgemeine Tragen einer Maske im Freien der Wertheimer Innenstadt scheinen kaum noch Passanten für sinnvoll zu halten. Einzig eine Frau ist beim Gang durch die Stadt mit FFP2-Maske zu sehen.

In Geschäften hingegen sieht das anders aus. Während bei größeren Lebensmittelgeschäften ungefähr die Hälfte der Kunden am Tragen ihres Mund-Nasenschutzes festhält, tragen in kleineren Läden fast alle Kunden Maske. Unter anderem, weil es dort häufig zu engerem Kundenkontakt kommt. Weil die Regierung bei Pandemiebeginn besonders zum Schutz älterer Menschen aufrief, waren diese oftmals besonders vorsichtig. Inzwischen lassen sich kaum Unterschiede zwischen dem Verhalten von jüngeren und älteren Menschen bezüglich des Maskentragens feststellen.

Optiker Bernd Maack, 60, hält weiterhin am Tragen einer Maske fest, schreibt es seinen Kunden aber nicht vor. Er hält das Ende der Maskenpflicht für verfrüht, findet es aber bei niedrigeren Zahlen sinnvoll. Auch betont er den positiven Effekt im Einzelhandel, wenn nur eine Person einen Mundschutz trägt und vergleicht das mit einem Zahnarztbesuch, bei dem nur der Zahnarzt eine Maske trägt, was das Ansteckungsrisiko aber nicht erheblich vergrößert.

Wie sich dieser Sachverhalt in Zukunft entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Fest steht: wer in der Wertheimer Innenstadt einkaufen will, sollte weiterhin eine Maske zur Hand haben.

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