Wertheimer Narren trotzen Corona

Freizeit: Planungen der Vereine fallen für die Kampagne 2022 allerdings recht unterschiedlich aus

Wertheim
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Einig sind sich die Verantwortlichen der Wertheimer Faschingsvereine, dass man in der kommenden Kampagne wieder närrisch sein möchte. Ob es dabei bunte Abende wie hier in Mondfeld geben wird, ist von Ort zu Ort unterschiedlich geregelt.
Foto: Birger-Daniel Grein
Fa­sching 2021 muss­te we­gen Co­ro­na kom­p­lett aus­fal­len. Für die Kam­pag­ne 2022 pla­nen die Ve­r­ei­ne wie­der ver­schie­de­ne när­ri­sche Ver­an­stal­tun­gen.

Michael Oetzel, Oberwolf der Wolfsschlucht Concordia Wertheim (WCW), erklärt: »Wir starten in die neue Kampagne am 13.11. mit unserem Rathaussturm.«

Den Saisoneröffnungsball hatte man abgesagt. »Aufgrund der nach wie vor gültigen Beschränkungen durch die Pandemie können wir den Ball leider nicht in einer Form durchführen, die einem solchen Event angemessen ist.« Für die Sitzung der Erwachsenen plane man derzeit alternativ eine Freiluftveranstaltung im Februar. Eine klassische Sitzung unter 2G-Bedingungen wäre zwar ohne nennenswerte Einschränkungen machbar, allerdings würden dem Verein eine erhebliche Anzahl von Aktiven ausfallen, was ein attraktives Programm kaum möglich mache.

Geschuldet sei dies zum einen dem Impfstatus, zum anderen einer Infektionsgefahr, die auch bei Geimpften nicht ausgeschlossen sei. Die Kindersitzung müsse man leider wegen des damit verbundenen Risikos ebenso absagen. Als Alternative plane man ein Sommerfest für die jungen Wölfe.

Marc Wiegand, erster Vorsitzender des SSV Mainperle Urphar/Lindelbach, sagt, der Vorstand habe entschieden, die Planungen zur anstehenden Faschingskampagne weiterlaufen lassen.

Entscheidung im Januar

Final entscheiden wolle man Mitte oder Ende Januar. »Unsere Aktiven und Tanzgruppen sind bereits seit geraumer Zeit im Training, und das werden wir konform zu den Coronavorgaben auch beibehalten.«. Die Prunksitzung am Rosenmontag solle stattfinden, ebenso der Kinderfasching am Faschingsdienstag. Noch offen sei, ob der Showtanzabend und das Männerballett-Turnier möglich sind.

Der Reicholzheimer Narrenclub (RNC) plant für die kommende Kampagne regulär mit all seinen Veranstaltungen. »Grundsätzlich halten wir uns hier an die aktuell geltende Corona-Verordnung des Landes in enger Abstimmung mit dem Ordnungsamt Wertheim«, berichtet Vorsitzender Andreas Amend. So könne man einigermaßen verlässlich planen und auch Gästen, Helfern und Mitwirkenden die Planungssicherheit mitgeben, die sie benötigen. Geplant sind die Faschingseröffnung am 11.11. und die Eröffnung des Kinderfaschings am 13. November sowie die Reicholzheimer Stehung und die beiden Sitzungen im Januar, der Ümtrieb im Februar und die Kindersitzung am 1. März. Die Veranstaltungen sollen unter den dann geltenden Zutrittsregeln umgesetzt werden.

Die Faschingsgesellschaft Mondfeld (FGM) veranstaltet am 11.11 ihren Rathaussturm. Statt der bunten Abende ist ein »Kappenabend« im Februar an oder in der Maintalhalle vorgesehen. Stattfinden soll der große Faschingsumzug am Faschingssonntag, ebenso der Kindernachmittag am Faschingsmontag. »Wir planen auf Sicht und werden nichts riskieren«, erklärt Jessica Braun, FGM-Vorstand Öffentlichkeitsarbeit. Ob und wie die Veranstaltungen umgesetzt werden können, entscheide man nach den dann gültigen Verordnungen.

Die närrischen Sandhasen Bettingen (NSB) halten an ihren Planungen für Prunksitzungen im Februar und dem Kinderfasching am Faschingsdienstag fest. »Das Ziel ist es, allen Aktiven coronaschutzkonform die Möglichkeit zu geben, das Geübte darzubieten«, so NSB Vorsitzender Heiko Weidmann. Ein erneuter Ausfall wäre eine Katastrophe. Die klassische Prinzenpaarvorstellung im November werde durch ein Überraschungsevent in den nächsten vier Wochen unter 2 G ersetzt.

Die Sachsenhäuser Höhböck feiern in dieser Kampagne ihr Jubiläumsjahr zum elfjährigen Bestehen. Der Rathaussturm am 11.11. findet nur in Form vom Höhböckflagge-Hissen am Rathaus statt. Umsetzen möchte man den bunten Abend im Februar unter den jeweilig nötigen Auflagen. »Bedingung für das Stattfinden ist die Möglichkeit, einer voll bestuhlten Halle und keiner Maskenpflicht«, berichtete André Seitz, zweiter Präsident der Höhböck. »Sollte das zu dem Zeitpunkt auf Grund von Hygiene-Vorschriften auch mit 2 G oder 3 G oder 3 G+ nicht möglich sein, werden wir auf den Sommer ausweichen.« BIRGER-DANIEL GREIN

Hintergrund: Fasching soll nicht ausfallen

Fasching, Fastnacht und Karneval sollen in diesem Jahr nicht schon wieder ausfallen. Wie die Pressestelle des Landratsamts Main-Tauber-Kreis Ende Oktober meldete, haben sich das Gesundheitsministerium Baden-Württemberg sowie die Narrenverbände und der Städte- und Gemeindetag bereits frühzeitig zu den Rahmenbedingungen ausgetauscht, die das gesellige Feiern ermöglichen sollen. Grundlage seien dabei die bestehenden Regeln und Hygienevorgaben.
Bei Saalveranstaltungen im Inneren setzen die Verbände auf 2 G für die Gäste und alle Beteiligten, hieß es noch Ende Oktober. So könnten die Veranstaltenden auf die Maske und auf Abstandsregeln verzichten und die Räume voll auslasten. Bei Straßenveranstaltungen wird laut Ministerium ein Hygienekonzept nötig sein. 
Wie Markus Moll, Pressesprecher des Landratsamts Main-Tauber-Kreis, am Mittwoch gegenüber der Redaktion betont, werden auf Kreisebene letztendlich die dann geltenden Corona-Verordnungen umgesetzt. (el)

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