Vor 50 Jahren

Im Oktober 1971?

Wertheim
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Ein Ausschnitt aus der Akrobatik-Show der "Sechs Fiatellos" beim Heimatabend in der Main-Tauber-Halle.
Foto: Repro: Siegfried Albert
• ? gibt es am zwei­ten Sams­tag der Wert­hei­mer Mes­se ei­nen Hei­mat­a­bend, zu dem auch ei­ne De­le­ga­ti­on des Pa­ten­schiffs Ten­der Main mit Fre­gat­ten­ka­pi­tän Thei­len in die Main-Tau­ber-Hal­le kommt. Das Pro­gramm lei­tet die Draht­seil­künst­le­rin Win­nie Not­schi ein.

Kritik handelt sich das Mühlberg-Trio wegen seines Repertoires ein, »das nicht in diesen Abend passt«. Es habe die alte Masche abgespult, sich über das Soldatenleben lustig zu machen. Eine gute Leistung bieten jedoch eine Artistenfamilie mit den zwei Sunnys und den sechs Fiatellos mit gekonnter Parterreakrobatik und Equilibristik. Der Musikclown Ormani erweist sich als Fußball-Künster und als versierter Trompeter und Geiger. Viel Beifall finden auch die Darbietungen des Spielmannszugs des TSV Kleinrinderfeld und des Wertheimer Gesangssolisten Ossi Rausch. Unter der Leitung von Bernhard Spielmann zeigen acht Turnerinnen und sechs Turner des TV Wertheim Bodenturnübungen.

? geht der Wertheimer Michaelismarkt wieder mit einem prächtigen Brillantfeuerwerk zu Ende. Insgesamt ist die Messe sehr gut besucht worden, so dass Schausteller, Standbetreiber, Festwirt und nicht zuletzt das Publikum überaus zufrieden sind. Nach alter Tradition unternehmen viele Betriebe einen Messebummel, der dann in der Main-Tauber-Halle endet. Dort verbringen auch die Mitglieder des Wertheimer Altenclubs frohe Stunden.

Das Lokalderby der Alten Herren gewinnt der SV Wertheim gegen den SC Viktoria Wertheim mit 2:1, das Fußballspiel einer Wertheimer Stadtauswahl der Damen gegen die Damen-Elf des SV Lengfeld endet mit einem 2:0-Sieg der Wertheimerinnen. Die Polizei zieht eine erfreuliche Bilanz: Außer einer Schlägerei am Samstagabend sei es im Großen und Ganzen ruhig gewesen. Das Deutsche Rote Kreuz hat etwa hundertmal Hilfe geleistet, die sich meist auf die Ausgabe von Kopfschmerztabletten beschränkt hat.

? wird über die Förderschule auf der Gamburg berichtet, die bereits 1957 als Hilfe für spätausgesiedelte Kinder zur Eingliederung in die gesellschaftliche, politische und soziale Ordnung der Bundesrepublik gegründet wurde. Sie wurde bis 1971 von 550 Schülern absolviert, wobei jetzt nur noch 20 der 45 Plätze besetzt sind. Förderschulen sind geschaffen worden, damit Kinder aus Polen, der Tschechoslowakei oder Jugoslawien Deutsch lernen und später die Schulen in den Wohnorten ihrer Eltern besuchen können. Im ganzen Bundesgebiet gibt es etwa 60 solcher Förderschulen, davon entfallen etwa 20 auf Baden-Württemberg.

Die Schüler auf der Gamburg haben am Vormittag Unterricht in den Fächern Deutsch, Heimatkunde und Rechnen. Nachmittags werden die Hausaufgaben unter Aufsicht gemacht, anschließend haben die Kinder Freizeit. Den Unterricht hält Lehrer Franz Josef Raab, Heimleiter ist der Jugendleiter und ausgebildete Pädagoge Rolf Köchling.

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