Theater-Premiere in Freudenberg: Blutiges Spektakel begeistert das Publikum

Freudenberg
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Das Ur­teil von Chris­ti­na und Eli­sa­beth Horb über die Pre­mie­re des Stücks »Bur­gun­der­blut« am Frei­tag auf der Freu­den­burg fällt ein­deu­tig po­si­tiv aus. Die bei­den 15-jäh­ri­gen Töch­ter der CDU-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Mar­ga­re­te Horb spie­len am Ganz­tags­gym­na­si­um Os­ter­bur­ken selbst Thea­ter. Sie ken­nen sich al­so aus in Sa­chen Schau­spie­le­rei. Ih­re Fa­vo­ri­ten ste­hen auch fest: »Ha­gen und Gun­ther ha­ben uns am bes­ten ge­fal­len.«
Bilderserie: Peter Riffenach.

Ihre Mutter merkt schmunzelnd an: »Lediglich die beiden abfälligen Sätze über die Politik müssten gestrichen werden.« Ihr habe besonders gefallen, wie sich die Schauspieler im Verlauf der Premiere gesteigert hätten. Doch bevor Darsteller, Helfer und Ehrengäste bei der Premierenfeier miteinander anstoßen konnten, war die Stimmung bei den Schauspielern angespannt und das Publikum gespannt auf das Stück. »Ich bin sehr neugierig, was die Akteure aus dem Stoff gemacht haben«, sagte einer der Zuschauer beim Betreten der Freudenburg.


Währenddessen versammelte Regisseur Boris Wagner alle Darsteller außerhalb der Anlage nochmals um sich: »Ihr macht das alle gerne und freiwillig, also geht raus und habt Spaß«, soll er dem Vernehmen nach bei dieser Gelegenheit gesagt haben. Auf der Premierenfeier sagte er sichtlich erleichtert: »Ich habe viel Freude, Energie und Leidenschaft gespürt.« Er habe bislang noch nie erlebt, dass so viele Leute an einer Sache so intensiv dran bleiben und sie zu einem guten Abschluss bringen.
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Burgfestspiel-Premiere in Freudenberg
Foto: Peter Riffenach |  70 Bilder


»Ich bin sehr glücklich und stolz an diesem Abend. Es war einfach geil«, sagte der Regisseur sichtlich gerührt. Die Frage aus dem Kreis der Schauspieler nach seiner Zukunft beim Burgschauspielverein lässt Wagner noch unbeantwortet: »Wir haben das Thema schon mal angesprochen. Die Arbeit hat mir viel Spaß gemacht.« Wagner bat aber um Verständnis, dass er so eine Entscheidung nicht an einem Premierenabend treffe. Er kündigte an: »Wenn alles vorbei ist, setzen wir uns in Ruhe zusammen und sprechen noch mal darüber.«


Stolz und glücklich war auch die Vorsitzende des Burgschauspielvereins, Grit Kubina: »Die Erwartungen waren hoch gesteckt, aber ich habe den Eindruck, sie sind erfüllt worden«, lobte sie das Ensemble. Sie sprach den Schauspielern und dem Regisseur, der es mit unermüdlichem Engagement geschafft habe, das Stück zu realisieren und die Akteure zu motivieren, ihre Anerkennung aus.


Begeistert vom »Actionthriller aus dem 13. Jahrhundert«, zeigte sich auch Schirmherr Wolfgang Reinhart. Der Landtagsabgeordnete lobte besonders Hartmut Beil für dessen Darstellung des Bösewichts Hagen. Er versprach, sich bei den Zuständigen dafür einzusetzen, dass es Zuschüsse gibt, damit der »Hexenturm« wieder begehbar gemacht werden kann.


Das hörte Freudenbergs Bürgermeister Roger Henning, für den es die erste Burgschauspiel-Premiere in seiner Amtszeit war, gerne: »Ein Kleinod wie unsere Burg muss man beschützen.« Deshalb wäre es eine tolle Sache, wenn Besucher die herrliche Aussicht ins Maintal vom Turm aus wieder ungestört genießen könnten.


Keinerlei Auswirkungen
Besonders beeindruckt zeigte sich der Rathauschef über das große ehrenamtliche Engagement der Freudenberger für ihre Burgfestspiele. Das Ehepaar Simone und Detlef Scheiber, die im Stück Burgunderkönig Gunther und die Amazonenherrscherin Brunhild spielen versicherten glaubhaft, dass die körperlichen Auseinandersetzungen und »Fesselspiele« im Stück bislang keinerlei Auswirkungen auf ihr privates Eheleben hätten.



Peter Riffenach
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