Team-Quizzen in Wertheim: Eine Raterunde für den guten Zweck

Convenartis

Wertheim
3 Min.

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Besondere Frage, besondere Teams: Das gemeinsame Raten - moderiert von Walter Hörnig - sorgte für viel Spaß bei den vier Teams und dem Publikum.
Foto: Matthias Ernst
Es soll­te nicht mehr so lang wer­den wie bei der Pre­mie­re, hat­te Vor­stands­mit­g­lied Wal­ter Hör­nig noch im Vor­feld ver­kün­det. Doch dass die zwei­te Aufla­ge des "Kel­ler­quiz" des Wert­hei­mer Klein­kunst­ve­r­eins Con­ven­ar­tis er­neut mäch­tig über­zog, hat­te vie­ler­lei Grün­de: Gleich vier Teams in den Ra­te­run­den, das un­ter­halt­sa­me Rah­men­pro­gramm, vi­el­leicht das ab­wechs­lungs­rei­che Ge­samt­pa­ket in der Au­la Al­te Stei­ge.

Die war gefüllt mit Menschen, die an der Show teilnehmen wollten - und immer im Hinterkopf hatten, dass sie eventuell auch gefordert sein könnten. Denn nicht nur die Teams auf der Bühne durften Fragen beantworten, auch das Publikum. Doch auch gutes Allgemeinwissen hilft nicht immer weiter, zeigte sich schnell: Aus einem Fragenpool von 493 Fragen hatte das Team um Moderator Hörnig und seine Vorstandskollegen Bernadette Latka, Nadine Schmid, Gabi Neugebauer, Dieter Fauth und Irina Hofmogel mehrere Pakete geschnürt, die den Rateteams gestellt wurden.

Neue Besetzung

Die waren kurz zuvor noch mal durch Krankheit oder sonstige Verhinderungen kräftig durchgewirbelt worden - unter anderem Landrat Christoph Schauder, der gerne nach Wertheim gekommen wäre, aber wegen der Länge des Termins zuhause blieb, bei Frau und kleinem Kind. Trotzdem spielten vier hochkarätige Teams für den guten Zweck, denn die Unterstützung sozialer Einrichtungen war neben allem Spaß an diesem Abend die Hauptsache. Schon im Vorfeld hatte Convenartis fleißig Spenden gesammelt, um sie an diesem Abend aufzustocken. "Also", forderte Bernadette Latka auf, "spendet fleißig in die Box, die am Ausgang steht".

In der Vorrunde spielten jeweils zwei Teams in je fünf Runden gegeneinander, die Sieger trafen sich im Finale. Dabei mussten Fragen wie: "Wie viele Jahre können Zecken ohne Nahrung überleben" gelöst werden. Nur ein Beispiel aus dem Bereich Natur, welches Team 1 und Team 4 beantworten mussten - oder es jedenfalls versuchten. Dass aus den vier Antwortmöglichkeiten auch geraten werden konnte, kam den Mitspielern ob der teils sehr speziellen Fragen zupass. Die richtige Antwort bei den Zecken - zehn Jahre - wusste übrigens niemand der Ratenden. "Wissenslücken" auch beim Thema berühmte Frauen: Die ehemalige Premierministerin Großbritanniens Margret Thatcher soll vor ihrer Zeit in Downing Street 10 das Softeis erfunden haben. Allerdings ist bis heute nicht ganz klar, ob das Fakt oder Mythos ist.

Beatles-Blackout

Einen wahren Blackout hatten beide Teams bei der Frage, wer bei den Beatles den Bass gespielt hatte. Natürlich war es Paul McCartney, sagte Rateexperte und Burgmanager Christian Schlager. Er war einer der Fragepaten, die bei der Auswahl des jeweiligen Themengebietes geholfen hatten, genauso wie beispielsweise Tarek Nasser vom Nabu oder Regina Szymber, Krankenschwester aus Leidenschaft. Sie alle stellten sich in den Dienst der guten Sache, genauso wie die Künstler des Abends, die für Abwechslung sorgten, darunter vier Ukrainer, die in Wertheim eine neue Heimat gefunden haben und mit viel Musik zu Anfang das Publikum anheizten. Für Aufsehen sorgte auch Lothar Lempp mit seinen lustigen Verkleidungen oder Sprüchen.

Sieger bei der ersten Raterunde wurde übrigens Team 4, in Runde zwei Team 2. Letzteres wusste unter anderem, dass Jakob Maria Mierscheid in fiktiver SPD-Abgeordneter ist, der auch als "Phantom aus dem Bundestag" bekannt ist. Im Finale kamen dann die Fragen von Dr. Monika Schaupp, Leiterin des Archivs in Kloster Bronnbach und Volker Mohr, Leiter des städtischen Ordnungsamtes, bei denen Wissen rund um Wertheim gefragt ist. Das Team um Gästeführer Rainer Dreikorn war dadurch im Vorteil und holte den Sieg, doch der war nebensächlich, denn im Vordergrund standen der Spaß und die Spendensammlung. Die beiden Finalisten wollten ihr Geld (jeweils 100 und 200 Euro) an die Wertheimer Tafel geben, Team 1 spendete seinen Betrag von 50 Euro an den Kinderhospizverein Sternenzelt, Team 3 an den Weißen Ring Tauberbischofsheim.

Zum Schluss und auch zwischendurch war übrigens gemeinsames Singen gefordert: Bezirkskantor Carsten Wiedemann-Hohl und der Stiftschor animierten die Besucher erfolgreich dazu, sich musikalisch zu betätigen. Und so ging es beschwingt in die Nacht, immer in der Hoffnung, dass es auch 2023 wieder eine lange Quiznacht geben wird.

Im Überblick: Teams beim Quiz

Gleich vier Teams haben beim Quiz des Wertheimer Kleinkunstvereins Convenartis am Samstagabend um Punkte gerungen. Team 1: Christian Schindler (Projekt Hizuna in Kreuzwertheim), Urs du Bois (Physiotherapeut aus Wertheim), Jürgen Graner (Stabschef des Oberbürgermeisters); Team 2: Peter Heepen (Polizeiausbilder, Training Advisor bei Eupol Copps), Christian Stemmler (Ortsvorsteher Höhefeld), Thomas Förstel (Vorsitzender Stadtteilbeirat Bestenheid); Team 3: Jonathan Klüpfel (Geschäftsführer Fischer Dach), Carsten Wiedemann-Hohl (Bezirkskantor), Ottmar Hörl (Künstler und Hochschullehrer, Schöpfer des "Optimisten"); Team 4: Denise Voit (Konrektorin Kopernikus Realschule Bad Mergentheim), Irina Nikolskij (Stadtteilbeirat Wartberg), Rainer Dreikorn (Stadtführer). Für Unterhaltung sorgte eine ukrainische Gesangsgruppe genauso wie Lothar Lempp mit seinen Verkleidungsspäßen, zum Schluss überreichte Convenartis-Vorsitzende Bernadette Latka an alle Teilnehmer kleine Geschenke als Dank für die Teilnahme. (mae)

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