Städtetag dringt auf mehr Landesmittel

Schulsozialarbeit: Rufe nach weiterem Ausbau

STUTTGART
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Teilnehmer einer Demonstration für mehr Schulsozialarbeit. Foto: Jens Büttner/zb/dpa
Foto: Jens Büttner
Der Städ­te­tag for­dert mehr Un­ter­stüt­zung des Lan­des beim Aus­bau der Schul­so­zial­ar­beit im Süd­wes­ten. Die­se ha­be sich »vom Stig­ma für Brenn­punkt­schu­len zum Qua­li­täts­merk­mal ent­wi­ckelt«, sag­te Städ­te­tags­ex­per­te Nor­bert Brug­ger der Deut­schen Pres­se-Agen­tur in Stutt­gart.

Fördermittel des Bundesprogramms »Aufholen nach Corona« seien ein gute Basis für eine ambitioniertere Förderung durch das Land. Dieses zahle bei weitem nicht mehr das 2012 vereinbarte Drittel der Personalkosten.

Mehr Geld aus Landeskasse?

Trotz Inflation und Personalkostenerhöhungen stagniere der Wert bei 16.700 Euro, monierte der Verbandsvertreter. Bei einer realistischen Drittelfinanzierung wären aber 22.000 Euro aus der Landeskasse erforderlich. »Mit etwa 100 Millionen Euro pro Jahr werden die Kommunen daher weiter den Löwenanteil der Schulsozialarbeit übernehmen müssen«, kritisierte Brugger.

Die Sozialarbeiter greifen bei persönlichen Problemen, bei Mobbing, Scheidungskonflikten oder Drogenkonsum ein. Für die Schüler sind sie wichtige Ansprechpartner, weil sie ihnen keine Noten geben. Die Fachkräfte entlasten damit die Lehrer. Rund 3000 Schulsozialarbeiter gibt es derzeit an den knapp 5000 Schulen zwischen Main und Bodensee. »Schulsozialarbeit muss endlich im Schulgesetz verankert, dadurch dauerhaft gesichert und angemessen vom Land finanziert werden«, forderte Brugger.

Überdies will der Bund bis 2022/23 mit seinem Programm neue Stellen schaffen und vorhandene aufstocken.

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